Der Glöckner von Notre-Dame (1939)

Wiederausstrahlung aus aktuellem Anlass: Die angebliche Hexe Esmeralda, die zum Tode verurteilt wird, findet bei dem verunstalteten Glöckner von Notre-Dame, einem verachteten Außenseiter, Zuflucht. Das verfluchte Zigeunermädchen und der entstellte Sonderling finden aneinander Halt … – Wahrscheinlich die beste Verfilmung (1939, Regie: William Dieterle) von Victor Hugos Roman. Verfügbar vom 17/04/2019 bis 01/05/2019

Kaum zu glauben, dass der Film ausschließlich in Kalifornien gedreht worden ist – Notre Dame wirkt so echt, dass ich geglaubt habe, man hätte in ihr gedreht. Auch die Ausstattung und das Schauspiel, allen voran die Darstellung des Quasimodo, ist wunderbar gelungen. Eigentlich taucht man wirklich in das mittelalterliche Paris mit seinen verschlungenen Gassen, den Folterkellern und Räuberhöhlen ein. Den Film hätte ich gerne im Kino gesehen, dort würde er bestimmt immer noch gruselig wirken.

Vor allem transportiert der Film die Aufbruchsstimmung des damaligen Zeitalters – das Mittelalter geht zu Ende, ist in weiten Teilen Europas bereits der Frühen Neuzeit gewichen und der Buchdruck lässt die Leute spüren, dass die Macht auf sie übergeht.
Wenn man an dem Film herummäkeln möchte, dann das vom Buch abweichende Ende.


Fazit

Ein toller Film.

Darsteller: Maureen O’Hara, Edmond O’Brien, Harry Davenport, Thomas Mitchell, Sir Cedric Hardwicke
Regisseur(e): William Dieterle, Wallace Worsley
Format: PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: SPV
Erscheinungstermin: 12. Juli 2013
Produktionsjahr: 1939
Spieldauer: 225 Minuten (Tonfilm 111 Minuten)

 

Fun Fact für Filmfans:
der Schrei während der Folterszene von Esmaralda stimmt nicht von Maureen O’Hara selbst, sondern von Archiv-Aufname von Fay Wray aus dem Film „King Kong“ (1933).

In einer anderen Szene, als die Bevölkerung ins Notre Dame eindringen möchte und Quasimodo gegenwirkt hört man einen weiteren Schrei, der ebenfalls aus „King Kong“ stammt.

Die Glockenszene (Esmaralda hat kurz vorher den Soldaten „getötet) in der Charles Laughton die Glocken läutet, wurde länger als geplant: an dem Tag der Aufnahme brach der Krieg in Europa aus. William Dieterle behielt die Szene im Film.

Obwohl nicht on Location gedreht, die Glocken die man hört, stammen tatsächlich vom Notre Dame: ein Filmteam hat in Paris vor Ort Aufnahmen gemacht – um sich von der Stummfilmfassung abzuheben.

Der Glöckner von Notre Dame (Stummfilm und Tonfilm) Copyright SPV

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