Charles Dickens – Eine Weihnachtsgeschichte

Der alte Ebenezer Scrooge ist ein hartherziger Geizkragen, wie man ihn im ehrwürdigen London wohl kaum ein zweites Mal antrifft. Für seine bedürftigen Mitmenschen hat er nur Geringschätzung übrig und Weihnachten hält er für geld- und zeitverschwendenden Humbug.
In der Nacht zum 25. Dezember jedoch erhält er unerwarteten Besuch. Der Geist seines vor sieben Jahren verstorbenen Geschäftspartners Jacob Marley sucht ihn auf, um ihn vor einem schrecklichen Schicksal zu warnen. Marley bietet Scrooge nun eine Möglichkeit sich zu bessern und seine Hartherzigkeit, seine Gier und seinen Geiz abzulegen. Dazu werden ihn drei Geister aufsuchen, der Geist der vergangenen Weihnacht, der Geist der gegenwärtigen Weihnacht und der Geist der zukünftigen Weihnacht…
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Diese Verfilmung hält sich sehr dicht an das Original. Bis auf eine kleine Szene, in welcher Scrooge einen Straßenjungen niedermacht, habe ich nichts vermisst.
Auch die Erscheinung der Geister ist gut gewählt, der Geist der vergangenen Weihnacht als junge Frau, welche die Unschuld der Jugend symbolisiert; der Geist der gegenwärtigen Weihnacht als Bacchus und als Symbol der Lebensfreude, welche in fast allen Haushalten herrscht und der Geist der zukünftigen Weihnacht als Trauergespenst. Auch die Atmosphäre im viktorianischen England ist sehr gut getroffen. Soweit zu den Formalien.

Man begleitet Scrooge durch sein Leben, und wie er Weihnacht für Weihnacht erkennen muss, wie er sein Leben der Habgier und dem Geiz geopfert hat. Wie er nach und nach erkennen muss, was der Preis für seinen Reichtum gewesen ist, nämlich ein Leben ohne jede Freude und persönlichen Reichtum. Die härteste und berühreste Szene für mich war, als der Geist der gegenwärtigen Weihnacht ihn zu einer obdachlosen Familie führt, und er erkennen muss, wie hartherzig seine Worte waren, dass die Armen doch sterben sollen , dies würde dem Bevölkerungsüberschuss entgegenwirken. Und er erleben muss, dass die vermeidlich Nutzlosen arbeiten wollen, aber nichts finden… .

Der Film ist alles andere als ein Wohlfühlfilm, gute Laune bereitet er auch nicht gerade. Mich persönlich hat die Lebensabrechnung von Scrooge, der erkennen muss, dass er nicht nur sein eigenes Leben verpfuscht hat, sondern das anderer gleich mit, sehr berührt.

Fazit

Ein sehr nachdenklicher Film, der einen betroffen zurücklässt.

Darsteller: George C. Scott, Frank Finlay, Angela Pleasence, Edward Woodward, Michael Carter
Regisseur(e): Clive Donner
Komponist: Nicholas Bicât, Nick Bicât
Künstler: Roger O. Hirson, Robert E. Fuisz, Tony Imi, Alfred R. Kelman, Noel Davis, Roger Murray-Leach, Peter Tanner, William F. Storke
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: 20th Century Fox
Erscheinungstermin: 26. November 2010
Produktionsjahr: 1984

Spieldauer: 100 Minuten

Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte Copyright: 20th Century Fox

 

 

4 Gedanken zu “Charles Dickens – Eine Weihnachtsgeschichte

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