Der andere Liebhaber

Als sich die attraktive Chloé in ihren Psychotherapeuten Paul verliebt, scheinen all ihre Probleme gelöst. Sie zieht mit ihm zusammen, doch schon bald merkt sie, dass er ihr etwas verheimlicht. Durch Zufall entdeckt Chloé, dass Paul einen Zwillingsbruder hat, der ebenfalls Therapeut ist. Von Neugier getrieben begibt sie sich bei ihm in Behandlung und ist geschockt: Obwohl er ihm äußerlich aufs Haar gleicht, ist Louis das völlige Gegenteil seines Bruders – arrogant, zynisch und besitzergreifend. Trotzdem fühlt sich Chloé von ihm angezogen und gerät in ein gefährliches Geflecht aus Begierde und Täuschung.

Mit großer Lust variiert François Ozon das Motiv des Doppelgängers auf allen denkbaren filmischen Ebenen und schlägt dabei genüsslich über die Stränge. Gewohnt stilvoll führt er seine Zuschauer hinters Licht. DER ANDERE LIEBHABER basiert lose auf einem Roman von Joyce Carol Oates und feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen von Cannes 2017. Amazon

Ozon gehört zu den Regisseuren, von denen ich versuche, jeden Film irgendwann einmal zu sehen. Und so ließ ich mich auch von den schlechten Bewertungen bei Amazon nicht abschrecken – leider.

Was den Zuschauer zugemutet wird, schwankt zwischen Softporno und Thriller. Es geht wirklich fast nur um Sex, das Spiel eines Zwillings gerät komplett in den Hintergrund. Dies wiederum bewirkt, dass so ziemlich jede Spannung aus dem Film rausgenommen wurde. Natürlich wollte ich nun die Auflösung erfahren, nur gab es dann mit dem durchbrochenen Bauch noch ein Alienmoment, der so gar nicht in den Film passte.

Vor allem ist die Auflösung komplett unlogisch, da (Spoiler) beim Besuch beim Frauenarzt wohl hätte feststehen müssen, dass es sich nicht um eine Schwangerschaft handelte. Auch die Reaktion des Bruders, nachdem sein Zwilling erschossen wurde, kann man mit einem achselzuckenden *Shit happens.* abtun. Und warum ist Sandra’s Mutter plötzlich Cloe’s Mutter? Warum sind sind sie und Paul miteinander bekannt? Und wo ist beim finalen Sex die OP-Narbe / Wunde? Das Ende gibt keinen Sinn.

Fazit

Der Film konnte mich in keinster Weise überzeugen.

Darsteller: Marine Vacth, Jérémie Renier, Jacqueline Bisset, Myriam Boyer, Dominique Reymond
Regisseur(e): François Ozon
Komponist: Philippe Rombi
Künstler: Sylvie Olivé, Pascaline Chavanne, Eric Altmayer, Manuel Dacosse, Laure Gardette, Leila Fournier, Sarah Teper, Nicolas Altmayer
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DD Stereo), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.40:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb Universum Film)
Erscheinungstermin: 25. Mai 2018
Produktionsjahr: 2017
Spieldauer: 104 MinutenDer andere Liebhaber Copyright Weltkino Filmverleih GmbH (Vertrieb Universum Film)

 

 

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