Das Fest

Am 60.Geburtstag des Gastronomen Helge trifft sich seine Familie im romantischen Landgasthof des Jubilars. Verwandte und Freunde setzen sich erwartungsvoll um die feierliche Tafel – doch die Idylle erhält eine schmerzhaft dramatische Wendung: Helges ältester Sohn Christian beschuldigt in seiner Rede den Vater, seine Zwillingsschwester in den Selbstmord getrieben und die Geschwister in der Kindheit sexuell mißbraucht zu haben. Mutter Elsa versucht, das angeschlagene Image ihrer Familie mit einer versöhnlichen Ansprache an ihre Kinder zu retten. Doch Christian konfrontiert sie an der Festtafel mit der Erinnerung an eine Szene, in der sie selbst Zeugin des Mißbrauchs wurde. Schützenhilfe erhält der Nestbeschmutzer durch das Personal: Chefkoch Kim, sein Vertrauter aus Kindertagen, und dem Zimmermädchen Pia, verliebt in Christian, lassen alle Autoschlüssel verschwinden. Der Versuch der verstörten Gäste, dem Familieninferno zu entkommen, schlägt fehl. Es bleibt nur noch die Wahrheit… Amazon

Die Figuren in dem Film sind einfach nur schrecklich und unsympathisch,vor allem der kleine Bruder als hoffnungsloser Choleriker und seine Frau, welche sich eine Demütigung nach der anderen antut. Das überschattet den ganzen Film, der eigentlich leise Töne gebraucht hätte.

Christian kämpft immer verzweifelter darum, dass die Wahrheit über seinen Vater ans Licht kommt, während die Familie und die Gäste versuchen, die Anschuldigungen zu überspielen. Bei der Familie versteht man dies noch, aber warum die Gäste sich so unrealistisch verhalten und angesichts eines Schwarzen rassistische Lieder sagen, erschloss sich mir nicht.
Ich kann mir die Handlung nur so erklären, dass versucht wird zu begründen, wie sexueller Missbrauch überhaupt entstehen kann, nämlich durch Nichtwissenwollen und Wegschauen. Den Vorwürfen nach wollte die Mutter selbst nichts gewusst haben, als ihr Mann seinen erigierten Penis im Haar seiner Kinder rieb, als sie in das Zimmer kam.

*Das Fest* ist ein Dogma-Film, d.h. keine Filmmusik, keine Schminke bei den Schauspielern, nur am Set natürlich vorhandenes Licht und eine wacklige Handkamera. Letztere gibt in dem Film wirklich Sinn, denn so meint man, man würde eine Dokumentation des Fests sehen.

Fazit

Leider zu krawallig inszeniert, vor allem der kleine Bruder und die Küchenmannschaft. Ein leiserer, ruhigerer Plot hätte dem Film sehr gut getan und ihn wirkungsvoller gemacht.

Darsteller: Ulrich Thomsen, Henning Moritzen, Thomas Bo Larsen, Paprika Steen, Birthe Neumann
Künstler: Thomas Vinterberg, Birgitte Hald, Morten Holm, Anthony Dod Mantle, Valdis Oskarsdóttir, Mogens Rukov
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Mono), Dänisch (Mono)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 4:3 – 1.33:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: STUDIOCANAL
Erscheinungstermin: 27. August 1999
Produktionsjahr: 1998
Spieldauer: 101 Minuten

 

Das Fest Copyright STUDIOCANAL

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