Nokan – Die Kunst des Ausklangs

Pechvogel Daigo hat seine Stelle als Cellist verloren und kehrt mit seiner Frau zurück in die Heimat im pittoresken Norden Japans. Auf der Suche nach einem neuen Job entdeckt er die Anzeige eines auf „Reisen“ spezialisierten Unternehmens. Der exzentrische Chef Sasaki engagiert ihn auf der Stelle. Daigo kann sein Glück kaum fassen, da eröffnet ihm Sasaki die wahre Natur seines Geschäfts: Er soll die Leichen Verstorbener nach altem Ritual für die „Letzte Reise“, sprich die Bestattung vorbereiten …

Von wegen Reisebüro! Daigo ist entsetzt. Aber ein Batzen Geld und ein grotesker Selbstversuch führen zu der Entdeckung, welche ungeahnte Würde das Nokan-Zeremoniell dem Abschied verleiht: das Kleiden, Reinigen und Schminken vor den Augen der trostsuchenden Angehörigen, mit dem die Aufgebahrten auf die letzte Reise geschickt werden.

Seine Frau Mika hingegen ist alles andere als entzückt, als sie die Wahrheit über seine neue Berufung erfährt – und stellt ihn vor eine schwierige Wahl … Amazon

Der Film ist schon sehr speziell, denn es geht sehr viel um die japanische Bestattungskultur, welche sich von der unseren doch erheblich unterscheidet.

Nachdem der Cellist Daigo seinen Job im Orchester verloren hat, bleibt ihm nicht viel übrig, als bei einem Bestattungsunternehmer anzufangen. Langsam, aber sich wächst er in die neue Arbeit hinein, jedoch bekommt er zahlreiche private Probleme, ist der Beruf doch ziemlich verpönt, wenn auch von Nöten, wie der ein oder andere im Verlauf der Handlung erkennen muss. Dabei ist der Film aber nicht nur ernst und traurig, sondern es blitzt immer wieder eine Situationskomik hervor.

Der Film ist sehr ruhig, wer auf Action steht, der wird schnell gelangweilt sein. Er zeigt den unspektakulären Alltag, aber auch die Beziehungen im Ort und im Unternehmen, welche sich langsam, aber stetig entwickeln.

Ein großes Plus sind die Schauspieler, welche es ohne übertriebene Grimassen schaffen zu zeigen, was in den Charakteren vorgeht, oft mit feinsten und kleinsten Gesten.

Fazit

Sicherlich kein Film, den ich mir ein zweites Mal sehen werde, aber ich bin froh, es getan zu haben.

Darsteller: Masahiro Motoki, Ryoko Hirosue, Tsutomu Yamazaki, Kimiko Yo, Kazuko Yoshiyuki
Regisseur(e): Yojiro Takita
Komponist: Joe Hisaishi
Künstler: Akimasa Kawashima, Yasuhiro Mase, Fumio Ogawa, Kundo Koyama, Satoru Ozaki, Katsuhiko Kitamura, Toshiaki Nakazawa, Takeshi Hamada, Hitoshi Takaya
Format: Dolby, PAL
Sprache: Japanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Indigo
Erscheinungstermin: 30. April 2010
Produktionsjahr: 2008
Spieldauer: 130 Minuten

Nokan - Die Kunst des Ausklangs Copyright Indigo

 

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