Ignatius von Loyola

Ignatius von Loyola gilt als ‚Der erste Jesuit‘ und hat mit seinem Wirken die christliche Welt bis heute stark beeinflusst. Wir schreiben das Jahr 1521: Die Karrierepläne des ehrgeizigen jungen Adligen Inigo scheinen sich zu zerschlagen, als er bei einer Schlacht so schwer am Bein verletzt wird, dass er seine Militärlaufbahn an den Nagel hängen muss. Doch dann erfährt er eine tiefgreifende Veränderung und wird ein Nachfolger Christi. Er lebt zurückgezogen in einer Höhle, um Gott näherzukommen, bevor er zum Pilger wird und nach Jerusalem reist. Später studiert er, kommt nach Rom und Paris und gründet dort am Montmartre mit sechs weiteren überzeugten Christen die Gruppe, aus der später der Jesuitenorden hervorgehen wird. Ignatius wird zu einem einflussreichen und inspirierenden Mann, der die Kirche seiner Zeit stark prägt. Amazon

Der Film folgt der Autobiographie des Ignatius von Loyola und ist entsprechend schon sehr katholisch geprägt. Im Abspann steht auch, dass der Film von der philippinischen Jesuiten gefördert wurde. Dementsprechend treten in den Visionen der heilige Franziskus genauso auf, wie Jesus und Luzifer.

Das liest sich schlimmer als es ist, denn im Vordergrund steht die Verwandlung eines Offiziers in einen gläubigen Christen, welcher nach zahlreichen Zweifeln an sich selbst und ein Leben in Armut zu einem der wichtigsten Ordensgründer werden sollte. Leider wird die Gründung des Jesuitenordens selbst und dessen Ausbreitung nicht mehr gezeigt, sondern der Film endet mit Ignatius Aufbruch nach Paris.

Sicherlich lässt sich der Film mit historischen Wissen gewinnbringender sehen, wenn man z.B. weiß, worum es in dem spanisch-französischen Krieg, mit welchen der Film beginnt, überhaupt ging. Dennoch ragt er aus den ganzen Schmalz-Historienfilmen, zeigt er die Zeit doch so wie sie gewesen ist: Die extremen Standesunterschiede, die Rechtlosigkeit der unteren Klassen, aber auch die Verbohrtheit der katholischen Kirche, welche nicht bereit war, neue Varianten innerhalb ihres Glaubens zu akzeptieren.


Fazit

Wer sich für historische Stoffe interessiert, der sollte einen Blick riskieren.

Darsteller: Andreas Muñoz, Javier Godino, Julio Perillán
Regisseur(e): Paolo Dy, Cathy Azanza
Format: Anamorph, Dolby, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Gerth Medien
Erscheinungstermin: 28. Mai 2018
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 119 Minuten

Ignatius von Loyola Copyright: Gerth Medien

 

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