Pelle, der Eroberer

„Wenn Du willst, kannst du die ganze Welt erobern“, sagt Lasse Karlson zu Pelle, seinem 9jährigen Sohn, als sie auf der Suche nach einem neuen Leben ans Ziel kommen. Aber die Zeiten sind hart und die Realität führt sie in ein sklavenähnliches Leben auf einem dänischen Gutshof. Pelles Leben ist aber nicht nur düster und traurig. In seiner begrenzten Welt erlebt er noch kleine Wunder und große Abenteuer. Mit seiner Intelligenz und viel Lebensdrang erfreut er die Menschen. Dabei kommt er dem Ziel eines wirklichen Neuanfangs in Freiheit und der Eroberung der Welt immer näher. Amazon

Inwieweit diese Literaturverfilmung werkgetreu ist, kann ich leider nicht sagen, das ich das Buch nicht gelesen habe. (Das Hörspiel ist aber gekauft.) Insofern kann ich nicht beurteilen, ob diese DDR-Adaption bewusst auf die Ausbeutung der Knechte durch die Herrschaften abhebt, oder ob dies in der Vorlage auch so gewichtet wird. Ausgehend von Ditte Menschenkind, ebenfalls von Martin Andersen Nexø, geht es auf jeden Fall auch sehr viel um die Ausbeutung durch die wohlhabenden Schichten.

Der Film zeigt neben zerplatzten Träumen durch falsche Vorstellungen vor der Einwanderung, auch die harte und gefährliche Arbeit auf dem Gut. Selbst der kleine Pelle ist davon nicht ausgenommen, sondern muss mit den Kühe arbeiten, welche ihn aufgrund seiner Größe nicht für voll nehmen und darf nur im Winter in die Schule. Aber selbst die Schulbildung ist rudimentär und besteht hauptsächlich darin, fromme Lieder zu singen und Karten zu spielen, während der Lehrer seine Zeitung liest.

Gegen Mitte des Films wurde dieser immer sprunghafter und es war des Öfteren nicht zu verstehen, warum die Figuren nun so handeln wie sie handelten. Enttäuschend auch das Ende, denn man merkt deutlich, dass die Geschichte eigentlich gerade erst begonnen hatte, in Ditte Menschenkind wird Pelle an einer Stelle als Aufrührer bezeichnet. Aber auch ohne dieses Wissen wirkt der Film gerade zum Schluss unvollständig. Wahrscheinlich waren mehrere Filme geplant, welche dann nie realisiert worden sind.

Fazit

Im Grunde sehenswert, aber ab der Mitte wirkt der Film als wenn wichtige Szenen unterschlagen wurden.

Darsteller: Max Sydow, Pelle Hvenegaard, Erik Paaske, Kristina Törnqvist, Morten Jorgensen
Komponist: Stefan Nilsson
Künstler: Bille August, Anna Asp, Jörgen Persson, Janus Billeskov Jansen, Per Holst
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Koch Media GmbH – DVD
Erscheinungstermin: 22. Mai 2014
Produktionsjahr: 1986
Spieldauer: 150 Minuten

Pelle, der ErobererCopyright Koch Media GmbH

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