Papillon

Papillon ist die Geschichte eines Gefangenen auf der berühmt-berüchtigen Teufelsinsel, auf die die Franzosen einst ihre Straftäter verbannten. Erzählt wird das Leben Papillons (Steve McQueen) vom Moment seiner Verbannung bis zu seiner Flucht als alter Mann. Dabei handelt es sich nicht einmal um ein übertrieben brutales Werk, das mit Blut und Tränen dem Zuschauer den Schrecken der Teufelsinsel zu erklären versucht. Der von Dalton Trumbo (Johnny zieht in den Krieg) und Lorenzo Semple (Drei Tage des Condor) geschriebene Film weiß vielmehr aufgrund seiner Einzelszenen zu bestechen, beispielsweise jene Sequenzen, in denen sich Henri in einer Lebra-Kolonie wiederfindet, eine Hungersnot über die Häftlinge hereinbricht oder Papillon nach einem seiner zahlreichen Fluchtversuche in Einzelhaft gesteckt wird. Steve McQueen überzeugt in der Hauptrolle schließlich ebenso wie Dustin Hoffman in der Rolle seines ängstlichen, wehrlosen Freundes Louis Dega. Amazon

Die Verfilmung beruht auf der Autobiographie von Henri Charrière, welcher allerdings laut Zeitzeugen einige Ereignisse zu seinen Gunsten abgeändert haben soll. Die Erzählung handelt von dem menschenverachtenden Strafsystem in Französisch-Guayana, genauer den Îles du Salut, und seinen zahlreichen Fluchtversuchen von dort. Gedreht wurde dort laut IMDB nicht, was mich wundert, da im Film alles sehr originalgetreu aussieht.

Die Handlung selbst fand ich langweilig. In früheren Versuchen den Film zu sehen, bin ich nie über das Fangen der Schmetterlinge hinausgekommen.

Irgendwann weiß man eben, wie grausam die Zustände in den Gefangenenlagern waren, ganz davon abgesehen, hat es die darstellte Gewalt und auch die Unmenschlichkeit dieses Systems es nicht geschafft, mich zu berühren. Das ging gerade an mir vorbei.

Normalerweise mag ich auch Steve *The King of Cool* Queen, aber in dieser Rolle vermochte er einfach nicht zu überzeugen. Es war weniger die Schauspielkunst als das Make-Up, welches seine Verelendung zeigte.

Teilweise gab es auch Logiklücken, wo z.B. im Gefängnis dieser ständige Nachschub an Geld herkam, mit dem die beiden um sich werfen und alles und jeden bestechen, blieb unklar.

Fazit

Nicht sehenswert, langweilig.

Darsteller: Steve McQueen, Dustin Hoffman, Victor Jory, Robert Deman, Ratna Assan
Komponist: Jerry Goldsmith
Künstler: Fred J. Koenekamp, Dalton Trumbo, Franklin J. Schaffner, Lorenzo Semple Jr.
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Mono), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch, Deutsch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
Erscheinungstermin: 5. Dezember 2000
Produktionsjahr: 1973
Spieldauer: 145 MinutenPapillon Copyright Sony Pictures Home Entertainment

 

10 Gedanken zu “Papillon

  1. Ich fand Papillon immer toll. Einer der Klassiker der 1970-Jahre, meiner Meinung nach. Aber wie immer, alles eine Sache des Geschmacks.
    Vielleicht kannst du dich dann mit dem Remake (ist/kommt demnächst in die Kinos) etwas anfreunden.

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