Bolschoi Babylon

Moskaus Kulturszene steht im Januar 2013 unter Schock: Ein maskierter Mann schleudert Sergej Filin, dem künstlerischen Leiter der Bolschoi-Ballettkompanie, Säure ins Gesicht. Der Schock wandelt sich in ein Trauma, als bekannt wird, dass der Initiator des Anschlags ein Solotänzer aus den eigenen Reihen des Bolschoi war. Der Vorfall führt der ganzen Welt vor Augen, was Insider schon lange wissen: Hinter den Kulissen des prächtigen Theaters regieren Vetternwirtschaft, Eifersucht und Korruption. Der Kreml beruft Wladimir Urin zum neuen Intendanten des Bolschoi-Theaters, um den Ruf dieser russischen Institution zu retten. Doch als Sergej Filin ans Bolschoi zurückkehrt, geht der erbitterte Machtkampf in seine nächste Runde.

Erstmals in seiner langen Geschichte gestattete das Bolschoi-Theater einen unzensierten Blick hinter die Kulissen. Die britischen Filmemacher Nick Read und Mark Franchetti trafen die Tänzerinnen und Tänzer, die Bühnenarbeiter und die Entscheidungsträger, als das Ensemble noch immer unter dem Eindruck des brutalen Säureanschlags stand.

BOLSCHOI BABYLON erzählt nicht nur ein modernes Drama aus der russischen Theaterwelt. Mit opulenten Bildern und beeindruckender Musik aus namhaften Ballettaufführungen gewährt der Dokumentarfilm auch spannende Einblicke ins Leben und Leiden der berühmtesten Balletttruppe der Welt. Amazon

*Bolschoi Babylon* ist eine gute Ergänzung zu *First Position* zeigt doch den gnadenlosen Kampf sowohl in der Leitung des weltbesten Balletts als auch auf der Bühne. Dabei erfährt der Zuschauer viel Wissenswertes, wie z.B. dass der Kreml aktiv Entscheidungen für das Bolschoi trifft und es im russischen Staatshaushalt einen eigenen Posten für diese Institution gibt.

Man verfolgt also den Kampf der Alphamännchen, dem alten und dem neuen Leiter, denn natürlich will ersterer seine Position nicht kampflos räumen, während der letztere die bisher getroffenen Maßnahmen und Abläufe verändern möchte. Auch der damalige Präsident Medwedew kommt zu Wort, denn schließlich fühlt sich der Kreml für das Wohlergehen des Bolschoi persönlich verantwortlich.

Gleichzeitig begleitet man eine ehemalige Primaballerina nach einem Achillesfersenriss bei ihren Comeback. Daneben gibt es Ausschnitte aus dem Gerichtsprozess und Interviews mit anderen Tänzerinnen.

Durch diese Vielfalt wird die Doku nie langweilig und ich hatte den Eindruck, einen tiefen Einblick in das Theater zu bekommen.


Fazit

Für Ballettinteressierte Pflicht.

Darsteller: Simon Chinn, Nick Read, Mark Franchetti, Jay Taylor, Vasily Amochkin
Komponist: Colin Smith, Simon Elms
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Russisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Polyband/WVG
Erscheinungstermin: 28. Oktober 2016
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 83 Minuten

 

Bolschoi Babylon Copyright Polyband/WVG

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