Solaris

„Solaris“
Der Psychologe Kris wird zum Planeten Solaris geschickt, um mysteriöse Ereignisse auf der dortigen Forschungsstation aufzuklären. Der Planet spiegelt als kollektives Bewusstsein, gleich einem unendlichen Ozean, die Erinnerungen, Ängste und Wünsche der Kosmonauten wieder und materialisiert ihre Gedanken. Kelvin trifft bei seiner Ankunft auf die übrig gebliebenen zwei Mitglieder der ursprünglich 85-köpfigen Besatzung. Die anderen starben aus unerklärlichen Gründen oder brachten sich um. Kelvin selbst begegnet kurz nach seiner Ankunft seiner Frau, die Jahre zuvor Selbstmord begangen hatte und für deren Tod er sich schuldig fühlt. Das Forschungsvorhaben wird für die Besatzung des Raumschiffs zur metaphysischen Reise in die Innenwelt ihrer eigenen Kultur und an die Grenzen des menschlichen Seins.
Laufzeit: 159 Min.
Produktionsjahr: 1972
Regie: Andrej Tarkowskij
Darsteller: Anatoly Solonitsyn, Natalya Bondarchuk, Donatas Banionis, Yuri Jarvet
Amazon

Der Film ist hypnotisch, aber merkwürdig. Merkwürdig alleine deshalb, weil die Station keinerlei technische Wartung hat und der Arzt und der Psychologe sich nur noch selbst betreuen. Auch die Manifestationen sind nicht wirklich begreifbar. Snaut, der Psychologe, hat angesichts der Erscheinungen resigniert, Santorius, der Arzt, sucht einen Weg, sie zu bekämpfen.

Und Kelvin ist ganz vernarrt in seine tote Exfrau und beschützt sie vor allen Experimenten, vor allem, da sie immer menschlicher wird. Hari, die tote Ehefrau und jetzige Manifestation erkennt dagegen immer mehr, dass sie nicht echt ist und hat damit zunehmend ein Problem. Ihre Empfinden verhalten sich also gerade diametral zu Kelvins.

Auch wenn der Film spannend und hypnotisch ist, war mir bis zum Schluss nicht klar, worauf er eigentlich hinauswollte. Damit scheitert für mich auch der oft gezogene Vergleich zu 2001, welcher bis auf den Schluss sehr gut verständlich gewesen ist. Am ehesten kann man sich die Masse Solaris wohl als eine Art Superbewusstsein vorstellen, welche mit den Schuldgefühlen der Menschen arbeitet, und ihnen diese manifestiert und beständig vor Augen führt. Deswegen haben sich die anderen Besatzungsmitglieder auch umgebracht, da sie mit dieser Schuld nicht mehr leben konnten. Ein Versuch von Solaris, sich der Menschen zu entledigen und wieder Ruhe zu haben? Ein wenig erinnert dies an psychische Abwehrreaktionen, um sich einer unangenehmen Erkenntnis nicht stellen zu müssen.

Sehr unangenehm war das Bildformat, das Bild war regelgerecht von einem Passepartout umrahmt, was den Bilder sehr viel von ihrer Wirkung genommen hat.

Fazit

Hypnotisch, auf eine eigene Art spannend, aber unverständlich.

Andrej Tarkowskij DVD Collection (6 DVDs)Copyright Edel Company GmbH

2 Gedanken zu “Solaris

Durch das Abschicken des Kommentars wird dieser Webseite erlaubt, die angegebene Mailadresse, IP-Adresse, sowie der Zeitstempel zu speichern. Sie können jederzeit eine Löschung der Kommentare unter Angabe des Links veranlassen. Beim Kommentieren wird Ihre gehashte (verschlüsselte und für den Empfänger nicht reproduzierbare Mailadresse) an Auttomatic geschickt, damit Ihr Gravatar angezeigt werden kann. sen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.