Alexis Sorbas

Im Hafen von Piräus treffen zwei grundverschiedene Charaktere zufällig aufeinander: der sensible englische Schriftsteller Basil und der impulsive Makedonier Alexis Sorbas. Basil, der auf Kreta eine Braunkohlenmine geerbt hat, heuert den vitalen Griechen als Werkleiter an. Sorbas stürzt sich mit Eifer in die Arbeit. Basil überlässt ihm völlig die Initiative, trägt unbekümmert das finanzielle Risiko. Um das Material für eine Drahtseilbahn zu kaufen reist Sorbas eines Tages in die Stadt, verlebt Basils Geld jedoch dort mit einem Mädchen. Basil erschüttert das nicht, seine Liebe zu einer attraktiven Witwe nimmt ihn völlig in Anspruch. Doch die Beziehung endet tragisch. Die „Unmoralische“ wird von den Dorfbewohnern zu Tode gesteinigt. Auch die Mine bringt den beiden kein Glück. Das Förderband bricht zusammen, die Arbeit muss eingestellt werden. Basil, nun völlig verarmt, zugleich um vieles reicher geworden, beschließt von seinem Freund und Mentor Alexis Sorbas endgültig Abschied zu nehmen. Nicht zuletzt durch die Musik von Mikis Theodorakis wurde Michael Cocoyannis Film zu einem internationalen Kassenschlager, einem Klassiker der Filmgeschichte.

2 1/2 Stunden Langeweile und Schwachsinn, wie der Film ein Erfolg werden konnte, bleibt schleierhaft.

Man könnte glauben, dass der Film eine Sehnsucht nach griechischer Leichtigkeit bediente, aber falscher kann man nicht liegen: Die Kreter werden als ein Haufen Barbaren gezeichnet, welche schöne Witwen steinigen, wenn sie sie nicht haben können; und, besonders beeindruckend, einer Sterbenden das Haus ausräumen, damit der Staat ja nichts vom Nachlass abbekommt, schließlich wären sie ja die Armen.

Der anfangs recht schlitzohrig gezeichnete Sorbas nervt mit seiner Dummheit und Dreistigkeit nur noch. Basil ist auf andere Art lebensuntüchtig und vertraut Alexis nicht nur sein ganzes Geld an, wenn es mal drauf ankommt, dann ist er nie in der Lage einzuschreiten.

Ein wirkliche Geschichte gibt es nicht, oder zumindest ist sie nur sehr dünn. Es ist zum Beispiel nicht zu verstehen, warum man die Baumstämme mit einer Seilbahn transportieren muss, wenn man die behauenen Stämme auch einfach den Berg runterollen lassen könnte. Und was wird gemacht, als die Bahn zusammenbricht und man alles verloren hat? – Getanzt, gegessen und gelacht, wie man dies im richtigen Leben auch täte.

Dazu kommen erfundene Volkstänze wie der Sirtaki, welcher nach der Musik choreographiert worden ist.

Fazit

Der Film ist Folter für den Verstand.

Darsteller: Anthony Quinn, Irene Papas, Alan Bates, Lila Kedrova, George Foundas
Komponist: Mikis Theodorakis
Künstler: Walter Lassally, Michael Cacoyannis, Vassilis Fotopoulos
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0), Spanisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Dänisch, Finnisch, Schwedisch, Norwegisch, Türkisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Twentieth Century Fox
Erscheinungstermin: 31. März 2005
Produktionsjahr: 1964
Spieldauer: 136 Minuten

Alexis Sorbas

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