Casino

Las Vegas 1973: Stadt des Glitters und der Träume. Bühne für Millionäre, Politiker und glamouröse Showgirls. Die Heimat für Scharlatane, Spieler und Dealer.
In der glanzvollsten Ära von Las Vegas steigt Sam „Ace“ Rothstein an die Spitze des Milliarden-Dollar Imperiums auf. Um ihr Investment weiter auszubauen, stellen die Drahtzieher Ace seinen besten Freund aus alten Zeiten, den hitzigen Vollstrecker Nicky Santoro, an die Seite. Jetzt dominieren sie gemeinsam Vegas: Ace als eleganter Lenker, Nicky als Mann fürs Grobe – bis die atemberaubende Ginger McKenna, verführerischer Spielteufel und Vamp, auftaucht.

Drei Stunden Gesamtspielzeit mit einer Stunde Einleitung – das klingt nach härteren Brot als es ist. Der Film seziert das (ehemalige?) Innenleben der Casinos und den inneren Aufbau einer italienischen Mafiaorganisation genau. Viel wird im Voice-Over-Verfahren erzählt, wobei Pescis Stimme ziemlich nervig war, da er sehr schnell gesprochen wurde. Dadurch, dass abwechselnd DeNiros und Pescis Charaktere erzählen, bekommt der Zuschauer die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven vollständig erzählt. Ein wenig schade fand ich, dass Stones Figur nicht ihre Sicht der Dinge erzählte, ihre Handlungen bekommt man nur durch die Erzählung ihres immer weniger wohlwollenden Ehemannes erklärt.

Auch wenn der Film betont, dass die Geschichte Fiktion ist, so berichtet ein Rezensent, dass die Geschichte auf wahren Ereignissen fusst:

Martin Scorseses faszinierender Film Casino (1995) drängt unwillkürlich den Vergleich mit seinem früheren Werk GoodFellas (1990) auf, in beiden Filmen vertraute er zurecht auf die darstellerischen Leistungen von Robert de Niro und Joe Pesci und in beiden Fällen schrieb Nicholas Pileggi Drehbücher, die auf seinen reportageartigen Sachbüchern basieren und wieder einmal belegen, dass Fakten oft wilder sind als Fiktion. Im Fall von Casino hatte Pileggi engen Kontakt zum realen Frank ‚Lefty‘ Rosenthal, der als Strohmann für das Chicago Outfit die Casinos Fremont, Hacienda, Stardust und Marina leitete. Es war das Leben dieses Mobsters, das Martin Scorsese inspirierte, und an dem Robert de Niros Charakter Sam „Ace“ Rothstein eng angelehnt ist. Viele Einzelheiten aus Rosenthals Karriere entsprechen der filmischen Persona, incl. Autobombe und einer gescheiterten Ehe mit einer Frau, die Alkohol- und Drogenprobleme hatte. Auch Ace Rothsteins Freund und Mob Enforcer Nicholas ‚Nicki‘ Santoros Rolle (Joe Pesci) basiert auf einer realen Person: Anthony ‚Tony the Ant‘ Spilotro der für verschiedene Mafia Paten auch als hit man tätig war. Seinen Spitznamen erhielt er jedoch nicht, weil er so fleissig Störenfriede eliminierte, sondern wegen der reichlich exotischen Angewohnheit, seine Kugeln in Ameisensäure zu tauchen bevor er sie abfeuerte. Wie im Film waren Rosenthal und Spilotro Jugendfreunde, überhaupt ist die Realitätsnähe des Plots verblüffend, dass man fast ein True Story Etikett verleihen könnte.

Selbst wenn es nicht war wäre, so ist die Geschichte um Exzess, Liebe, das Ausnutzen von Liebe / Gefühlen und der tiefe Fall dadurch einfach faszinierend und spannend inszeniert. Nur Helden sollte niemand erwarten, da einfach jeder Dreck am Stecken hat.

Fazit

Ein außergewöhnlicher Blick in die Welt der Casinos und der Cosa Nostra.

arsteller: Robert De Niro, Sharon Stone, Joe Pesci, James Woods, Don Rickles
Künstler: Dante Ferretti, Barbara De Fina, Robert Richardson, Ellen Lewis, Thelma Schoonmaker, Charles M. Wilborn, Martin Scorsese
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universal Pictures Germany GmbH
Erscheinungstermin: 1. Dezember 2005
Produktionsjahr: 1999
Spieldauer: 171 Minuten

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