Sein letztes Rennen

Paul Averhoff hat 1956 als Marathonläufer olympisches Gold geholt. Er war eine Legende. Doch jetzt, im Alter, müssen Paul und seine Frau Margot nach vielen glücklichen Jahren von Zuhause ausziehen und ins Altenheim. Ihre Tochter Birgit fliegt als Stewardess um die Welt und kann sich nicht mehr kümmern. So findet sich Paul auf einmal zwischen Singekreis und Bastelstunde wieder – und fühlt sich wie scheintot. Das soll es nun gewesen sein? Nicht mit Paul! Er holt seine alten Laufschuhe hervor und beginnt im Park seine Runden zu drehen. Anfangs schleppend und jämmerlich, dann immer schneller – fest entschlossen, einmal noch einen Marathon zu laufen. Margot ist alles andere als begeistert, lässt sich aber überreden, ihn wie früher zu trainieren. Doch seine Mitbewohner erklären ihn für verrückt – und der Heimleitung ist Paul ein Dorn im Auge, weil er mit seiner Eigenwilligkeit die zeitlich genau abgestimmten Abläufe durcheinander wirbelt. Dann aber taucht ein altes Foto von Pauls Olympiasieg auf – und seine Mitbewohner erinnern sich an den Helden von einst. Als er auch noch ein Rennen gegen den jungen Pfleger Tobias gewinnt, schlägt ihre Zurückhaltung in Begeisterung um, sie feiern mit ihm und feuern ihn an. Und entdecken mit ihm das Gefühl, dass auch für sie das Leben noch nicht ganz vorbei ist. Paul zieht sein Training durch – Runde für Runde, Tag für Tag, „immer weiter“, wie er sich geschworen hat. Denn er will seinen Traum verwirklichen, für sich selbst, für Margot, für seine Tochter Birgit, und für all die anderen, denen er es beweisen möchte…

Endlich mal wieder ein guter Film. An dem Film hat einfach alles gestimmt, der Tiefgang, die angesprochenen Probleme (Zustände im Altersheim, Altersdiskriminierung, Vorurteile, Verlust des Ehepartners und der Glaube an sich selbst). Die meisten Altersheime sind wohl so entwürdigend, wie im Film dargestellt, nur tut halt niemand etwas dagegen. Bevor ich in sowas reinginge, würde ich eher vor einen Zug springen.

In diese Szenerie platzt Didi Hallervorden rein, der wirklich sehr gut spielt und kein bisschen mehr an Didi erinnert. Nach und nach bringt er mit seinem Vorsatz, noch einmal den Berlin-Marathon zu laufen, die anderen Bewohner zum Nachdenken. Nicht zur Freude der Heimverwaltung, welche ihn unzurechnungsfähig erklären lassen möchte.

Fazit

Eine gelungene Kombination aus Tiefgang und Unterhaltung.

Darsteller: Dieter Hallervorden, Tatja Seibt, Heike Makatsch, Frederick Lau, Katrin Sass
Komponist: Peter Hinderthür
Künstler: Boris Schönfelder, Marc Wächter, Melanie Margalith, Simone Bär, Marc Blöbaum, Erwin Prib, Heiko Schmidt, Miroslav Babic, Judith Kaufmann, Magdalena Prosteder, Gabriele Binder, Kerstin Gaecklein, Kilian Riedhof
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 28. März 2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 110 Minuten

Sein letztes Rennen

 

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