Marseille – Staffel Eins

Robert Taro (Gérard Depardieu) liebt seine Stadt. Und er liebt die Macht. Seit 20 Jahren ist er Bürgermeister in der zweitgrößten Stadt Frankreichs. Kurz vor den anstehenden Kommunalwahlen möchte er sein politisches Vermächtnis zementieren: Die Casino-Baugenehmigung im historischen Hafen soll Marseille zur „Hauptstadt Südeuropas“ machen. Nichts wird dabei dem Zufall überlassen. Genauso wie seine Nachfolge. Mit dem smarten und jüngeren Lucas Barrès (Benoit Magimel) tritt sein politischer Ziehsohn im Wahlkampf an. Er hat beste Chancen auf den Posten als neuer Bürgermeister.

Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Eine Befürworterin des Casinonbaus verunglückt kurz vor der Abstimmung und ausgerechnet Kronprinz Barrès stimmt überraschend gegen die Genehmigung.
Daraufhin entscheidet sich Taro erneut bei der Wahl anzutreten. Es beginnt ein skrupelloses Politdrama um Macht und Korruption, um Drogen, Sex und Intrigen. Getrieben von brutalen Spielen der Mafia, schmutzigen Enthüllungen der Presse und bitteren Kämpfen im Privatleben stellt sich irgendwann nur noch eine Frage: Wie weit werden sie dabei gehen?

Marseille. Um die Stadt zu erobern, sind sie bereit diese zu zerstören.

Nur mal kurz reinsehen – um fast drei Uhr morgens war das *kurz einmal reinsehen* beendet. Die Serie war spannend gemacht, wenn auch -zumindest aus deutscher Sichtweise – nicht sehr realistisch. Das ein oder andere habe ich auch nicht verstanden, weil ich mit dem französischen Wahlsystem nicht vertraut bin. Unverständlich, wie ein Politiker sich in aller Öffentlichkeit mit Unterweltgrößen trifft, um darüber zu verhandeln, welche schmutzigen Geschäfte er auf Gegenleistung mitträgt. Ein Bürgermeisterkandidat ist schließlich so bekannt, dass dies auffallen würde, auch irgendwann den Medien.

Auch wirkten die beiden Kandidaten ein wenig stereotyp: Der Angreifer, welcher mit der dunklen Seite der Stadt paktiert, sodass er irgendwann darüber stolpern muss, der Bürgermeister, dessen schmutzige Tricks bei weitem harmloser sind, zumindest in der Tragweite.

Nicht so gut fand ich die Verbundenheit, welche letztendlich zwischen den Figuren herrscht. Zwar wirkt die Serie dadurch spannender, aber eben wieder ein wenig unrealistischer.

Fazit

Solange keine allzu tiefgehenden Fragen an die Handlung stellt, ist *Marseille* eine sehr gelungene Unterhaltung.

Darsteller: Gérard Depardieu, Benoît Magimel, Géraldine Pailhas
Künstler: Dan Franck
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Polyband/WVG
Erscheinungstermin: 15. Mai 2017
Produktionsjahr: 2016
Spieldauer: 326 MinutenMarseille - Staffel eins [2 DVDs]

 

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