The Missing 1 – Wo ist Oliver?

Der Familienurlaub von Tony und Emily Hughes (James Nesbitt, Frances O’Connor) endet in einem furchtbaren Albtraum. Im kleinen französischen Städtchen Chalons Du Bois verschwindet ihr fünfjähriger Sohn Oliver (Oliver Hunt) plötzlich in einer Menschenmenge. Die Polizei startet umgehend eine Suchaktion und beordert Julien Baptiste (Tcheky Karyo), einen der renommiertesten Ermittler Frankreichs, in den kleinen Ort. Ohne Erfolg: Der Junge bleibt spurlos verschwunden. Während die Verzweiflung der Eltern wächst, stürzen sich die Medien auf den spektakulären Fall.

Acht Jahr später kehrt Tony Hughes an den Ort des Verbrechens zurück. Schuldgefühle und Schmerz haben seine Ehe zerstört, doch während Emily in einer anderen Beziehung den Neuanfang gewagt hat, sucht Tony weiter wie besessen seinen Sohn. Als neue Hinweise auftauchen, wird auch das Interesse des mittlerweile pensionierten Julien Baptiste wieder entfacht…

Der britische Krimihit „The Missing“ fesselte in seiner Heimat mehr als acht Millionen Zuschauern vor den Fernsehern. Der von den Kritikern hochgelobte Thriller gewann mehrere Preise und wurde u.a. für 6 BAFTAs, zwei Golden Globes und zwei Primetime Emmy Awards nominiert.

Die Serie war vor allem eines: Spannend und faszinierend. Spannend, weil bis zum Schluss nicht klar ist, ob der Junge noch lebt oder tot ist; der Zuschauer behält dieselbe Unsicherheit zurück, wie der Vater. Dennoch gibt es, und das ist eine kleine Schwäche, deutliche Hinweise, dass das Ermittlungsergebnis in Teilen falsch ist. Faszinierend ist sie im Rückblick – über die Kaltschnäuzigkeit eines Mittäters, aber auch, weil sie zeigt, wie das Leben vieler Menschen, Eltern, Polizisten, Bandenmitglieder und Helfer durch dieses Unglück im Guten wie im Schlechten beeinflusst wird.

Die schauspielerische Leistung von allen ist sehr gut, man meint wirklich dabei zu sein. Nur mit dem Vater ist es schwer, Mitleid zu haben, denn er neigt zu Gewalttätigkeiten und torpediert durch seine Impulse und Naivität die Ermittlungen regelgerecht.
Der Plot spielt in 3 Zeitebenen: 2006, 2009 und 2014 und man muss sehr gut aufpassen, um nicht durcheinanderzukommen. Überhaupt hat jedes Wort, jede Handlung eine Bedeutung, ja, manchmal auch die Änderung der Musik. Anstrengend war die Serie jedoch keineswegs, dafür war sie zu spannend.

Fazit

Ich hätte es mir gewünscht, dass die zweite Staffel an die erste anschließt, und endgültig den Verbleib des Opfers klärt. Allerdings versiegt die letzte Spur auch, was die letzten fünf Minuten, für welche es keine Erklärungen gibt, nur noch rätselhafter machen. Denn letztendlich weiß man nicht: Wusste der Junge etwas, oder nicht? Seine Reaktion kann man als Unwissender nicht deuten.

Darsteller: James Nesbitt, Frances O’Connor, Tchéky Karyo, Jason Flemyng, Saïd Taghmaoui
Regisseur(e): Tom Shankland
Komponist: Dominik Scherrer
Künstler: Paul Cripps, Kate Rhodes James, Ole Bratt Birkeland, Chris Clough, Ann Lauwerys, Úna Ní Dhonghaíle, Willow Grylls, Patrick Hella, Fiona Colbeck, Rachel Walsh, Charles Pattinson, Elaine Pyke, John Yorke, Harry Williams, Jack Williams, Polly Hill, Colin Callender, Eurydice Gysel
Format: Dolby, PAL
Sprache: German (Dolby Digital 5.1), English (Dolby Digital 5.1)
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 3
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Edel Germany GmbH
Erscheinungstermin: 21. April 2017
Produktionsjahr: 2014
Spieldauer: 480 MinutenThe Missing - Die komplette erste Staffel [3 DVDs]

 

 

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