Nader und Simin – Eine Trennung

Nader und Simin sitzen vor Gericht. Simin will die Scheidung, um mit ihrer Tochter das Land zu verlassen. Nader weigert sich mitzugehen, er möchte seinen Alzheimer kranken Vater nicht zurücklassen. Als ihr der Richter die Scheidung verwehrt, zieht Simin zurück zu ihren Eltern. Nader engagiert für die Pflege seines Vaters die junge Mutter Razieh. Doch Razieh arbeitet ohne Erlaubnis ihres jähzornigen und hoch verschuldeten Ehemannes – und sie erwartet ein weiteres Kind. Mit der Pflege des verwirrten Vaters ist sie schon bald überfordert. Eines Tages bindet sie den alten Mann ans Bett und verlässt die Wohnung. Als Nader seinen bewusstlosen Vater findet, stößt er Razieh wütend aus der Wohnung.

Die Haupterkenntnis aus dem Film: Ehedramen nerven und sind ziemlich langweilig, egal aus welchem Land sie kommen. Dazu kommt, dass der Film keine überraschenden Wendung aufweist, im Gegenteil, alles wird als eine sich logische Abfolge gezeigt.

Ich bin froh, dass ich das Buch *Der neue Iran* so gut wie zu Ende gelesen habe, denn sonst hätte ich viele Dinge, nicht verstanden, sei es die Inszenierung (die Berührung der Haushälterin, als sie den alten Mann führt, wird nur angedeutet, indem die Schauspielerin ihren Arm 30 cm von ihm weghält und natürlich sind die Frauen auch in iranischen Haushalten nicht voll verschleiert. Aber da die Schauspielerinnen durch den Film für fremde Männer zu sehen sind, sind sie es im Film wieder doch. Oder auch das iranische Justizwesen, inklusive des Blutgeldes.) Ohne diese Lektüre hätte ich sehr viele Feinheiten gar nicht gesehen oder nicht richtig interpretieren können.

Universell ist die Geschichte dort, wo sie von den menschlichen Dramen erzählt, davon, wie die Unfähigkeit Kompromisse einzugehen alle ins Unglück stürzt, und wie unter einer Trennung vor allem die Kinder leiden. Aber das ist auch schon einmal besser erzählt worden.

Fazit

Der Film gewährt Einblicke in den iranischen Alltag, ist aber letztendlich sehr zäh und langweilig.

Darsteller: Leila Hatami, Peyman Moadi, Shahab Hosseini
Regisseur(e): Asghar Farhadi
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Alamode Filmdistribution (AL!VE)
Erscheinungstermin: 27. Januar 2012
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: 118 Minuten

Nader und Simin - Eine Trennung

 

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