Eine Geschichte von Liebe und Finsternis

Amos (Amir Tessler) wächst in den 1940er-Jahren in Jerusalem auf, wo die aus Europa vertriebenen Juden auf einen israelischen Staat hoffen, der ihre rechtmäßige Heimat werden soll. Von diesem gelobten Land träumen auch Amos‘ Eltern: seine fantasievolle Mutter Fania (Natalie Portman) und sein intellektueller Vater Arieh (Gilad Kahana). Der Bibliothekar hat gerade sein erstes Buch über hebräische Literatur veröffentlicht und hält seinem zehnjährigen Sohn gern Vorträge über Sprachwissenschaft. Die schönsten Geschichten erzählt aber seine Mutter. Geschichten von früher, von ihrer Familie und ihrem Zuhause in Polen, aber auch Gleichnisse. Arieh, der Akademiker, nimmt sie nicht ernst. Doch der einfühlsame Amos ist fasziniert, gerade weil er oft nicht weiß, ob Fanias Geschichten wahr sind und was sie bedeuten. Und wenn er einmal groß ist, möchte Amos Landwirt werden, in einem Kibbuz mithelfen und die neue Heimat aufbauen – wie die Pioniere, die seine Mutter so bewundert.

Der ersehnte Staat kommt und bringt einen neuen Krieg. Aber auch als Israel endlich unabhängig ist, ändert sich für Fanias persönliches Leben nichts. Ihr großer Traum vom gelobten Land, wo alles möglich ist, hat sich nicht erfüllt. Der Alltag wird ihr zur Last. Ihr einziger Sohn Amos ist das Licht in ihrem zu engen Leben. Doch auch Amos kann seine Mutter nicht vor der Finsternis bewahren, die sie umfängt: Fania wird immer schwermütiger und teilnahmsloser. Kein Arzt kann helfen. Welche Zukunft hat Amos, wenn seine geliebte Mutter ihm keine Geschichten mehr erzählt?

Der Film beweist eines grandios: Natalie Portman ist sowohl als Drehbuchschreiberin als auch als Regisseurin absolut überfordert. Ein bisschen Schulmobbing, ein bisschen Zweiter Weltkrieg, ein bisschen Gründung Israels, ein bisschen Gründungskrieg, ein bisschen psychische Störung (Borderline?), ein bisschen schwere Depression und ein bisschen Erzählungen. Wenn mich jemand fragen würde, wovon der Film handelt, ich wüsste keine Antwort. Von der Biographie des Schriftstellers Amos Oz jedenfalls nicht.
Es bleiben ein paar schöne Bilde, die bietet auch eine Aquarium-DVD bei derselben Aussagekraft.


Fazit

Wirr und belanglos. Wie Die Zeit so schön titelte *Natalie hat’s gut gemeint* (und es nicht geschafft, eigene Anmerkung).

Darsteller: Makram Khoury, Amir Tessler, Shira Haas, Neta Riskin, Gilad Kahana
Komponist: Nicholas Britell
Künstler: Andrew Mondshein, Li Alembik, Nicolas Chartier, Slawomir Idziak, Hila Yuval, Arad Sawat, Ram Bergman, David Mandil, Allison Shearmur, Natalie Portman
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Hebräisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Koch Media GmbH – DVD
Erscheinungstermin: 23. März 2017
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 94 MinutenEine Geschichte von Liebe und Finsternis

 

 

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