Die Forsyte Saga

Spoiler

Ende des 19. Jahrhunderts haben sich mit den Brüdern Jolyon und James zwei Stränge der englischen Oberklasse-Familie Forsyte herausgebildet. Jolyon Forsyte Sr. hat den Kontakt mit seinem Sohn Jolyon Jr. abgebrochen, nachdem der nicht standesgemäß geheiratet hatte. Soames, der Sohn von James, erhält nach langem Zögern das Ja-Wort von der schönen, aber armen Irene. Die Ehe verläuft unglücklich, und als Soames den Architekten Philip beauftragt, ein Haus für sich und Irene zu bauen, kommen sich Philip und Irene näher.

Während die zweite Staffel (Die Generation der Kinder) durchaus großartig war, hatte ich mit der ersten durchaus meine Probleme – die Folgen zogen sich endlos und eine Stunde fühlte sich wie drei an. Das lag vor allem daran, dass es, von Jolyon Jr. und dem Architekten Phillip, keine sympathischen Figuren gibt, zu denen man halten konnte. Jede gute Geschichte braucht einen Helden und der fehlte bis auf die beiden Nebenfiguren komplett.

Nehmen wir Irene, welche sich den Rest der Handlung über zwei Staffeln als Opfer inszeniert, weil ihr Ehemann sie vergewaltigt hat, ein damals nicht vorhandenes Strafdelikt. Wenn man aber weiß, dass sie ihm und seiner Familie von der ersten Minute nicht den Hauch einer Chance gelassen hat, nach dem Beischlaf immer unter die Dusche rannte, um sich das Sperma auszuspülen, als es ihr dann zu viel wurde, jahrelang in einem eignen, abgeschlossenen Schlafzimmer zu nächtigen, und auf einem Ball die Beziehung zu ihrem Liebhaber zur Schau zu stellen, dann fällt mir das Mitleid mit ihr schwer. Im Gegenteil, sie hatte einen ganz gewaltigen Anteil an dem schlechten Verlauf der Ehe, rennt aber mitleidshascht die nächsten Jahrzehnte durch die Gegend. Und das nervte mich ernsthaft.

Die Inszenierung ist dagegen sehr gut gelungen, und auch die Masken der Schauspieler im Laufe der Jahrzehnte großartig. Auch der beständige Fortschritt dieser Zeit wurde gut dargestellt.

Fazit

Die zweite Staffel war großartig und emotional mitreißend, die erste zog sich dagegen wie Kaugummi.

Darsteller: Damian Lewis, Gina McKee, Rupert Graves, Corin Redgrave, Ioan Gruffudd
Regisseur(e): Christopher Menaul, Dave Moore
Komponist: Geoffrey Burgon
Künstler: Tony Cranstoun, Sue Gibson, Stephen Mallatratt, David Boulter, Judi Hayfield, Rebecca Eaton, Andy Harries, Anthony Ham, Jan McVerry, Sita Williams
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch, Englisch
Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
Anzahl Disks: 5
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Polyband/WVG
Erscheinungstermin: 28. Oktober 2011
Produktionsjahr: 2002
Spieldauer: 730 Minuten

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