Michael Collins

Michael Collins gehört zu den großen Helden Irlands im Kampf gegen die britischen Kolonialherren. Von 1916 an, also seit dem berühmten Osteraufstand, der mit brutaler Härte niedergeschlagen wurde, bis zum Beginn des Bürgerkrieges 1922 war Collins neben Eamon de Valera, dem Führer der irischen Befreiungsbewegung, die treibende Kraft im irischen Freiheitskampf. Einer, der der bewegten, an Tragödien reichen Geschichte der grünen Insel seinen Stempel aufgedrückt hat. Im Prinzip war es Collins, der als Gründer der IRA die Geschicke seines Landes bis in unsere Zeit geprägt hat, indem er eiskalte Attentate und Terror zum entscheidenden Mittel des revolutionären Kampfes erhoben hat. Deshalb und weil er 1921 den Vertrag mit den Briten unterzeichnet hat, der Irland bis heute teilt, ist Collins immer noch sowohl unter Iren als auch Briten eine äußerst umstrittene Figur.

Die Machart der DVD war bestenfalls lieblos. Das fängt damit an, dass es keinen Play-Knopf gibt, sodass man ins erste Kapitel springen muss, um den Film starten zu können. Sowas habe ich noch nie erlebt. Dazu kam die ungünstige Aufteilung, hätte man die Extras der A-Seite weggelassen, hätte man vielleicht das Wenden der DVD kurz vorm letzten Drittel vermeiden können.

Der Film erzählt die Geschichte des Gründers der IRA, die von ihm entwickelten Taktiken, um die Briten in die Knie zu zwingen und seinem ständigen Überlebenskampf im Untergrund. Und er erzählt auch von seiner bittersten Niederlage, als er den Engländern es nicht abtrotzen konnte, dass Irland eine Republik wird. Da eine Abspaltung der IRA weder den Verlust Nordirlands noch die weitere Unterwerfung unter die britische Krone duldete, führte dies zu seiner Ermordung. Auch sein Privatleben kommt nicht zu kurz, wobei ich gegenüber Julia Roberts erst sehr skeptisch eingestellt war. Dies stellte sich jedoch als Irrtum heraus, denn sie verkörpert die Rolle seiner Geliebten sehr gut.

Ich wünschte, ich hätte Michael Collins vor The Wind that shakes the barley gesehen. Obwohl sich beide Filme hervorragend ergänzen, vermittelt Michael Collins die großen Zusammenhänge, welche man sich in * The Wind that shakes the barley* erst erarbeiten muss.

Fazit

Ein lehrreicher, aber nie langweiliger Film über den irischen Unabhängigkeitskrieg.

Darsteller: Liam Neeson, Aidan Quinn, Stephen Rea, Alan Rickman, Julia Roberts
Komponist: Elliot Goldenthal
Künstler: Stephen Woolley, Chris Menges, Redmond Morris, J. Patrick Duffner, Neil Jordan, Sandy Powell, Anthony Pratt, Tony Lawson
Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Niederländisch, Isländisch, Italienisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
Region: Region 2
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Warner Home Video – DVD
Erscheinungstermin: 25. September 1998
Produktionsjahr: 1996
Spieldauer: 127 MinutenMichael Collins

 

 

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