Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit

Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, nicht jedoch für ein knappes Dutzend junger Soldaten aus Deutschland. Kurz zuvor waren sie für Hitlers letztes Aufgebot eingezogen worden, den Volkssturm. Sie sind noch fast Kinder, doch nun Kriegsgefangene in Dänemark und für ein Himmelfahrtskommando eingeteilt: die Säuberung eines Nordseestrandes von 45.000 Nazi-Tretminen. Weder ausgebildet noch ausgerüstet und völlig ohne technische Hilfsgeräte müssen sie sich Stück für Stück durch den Sand quälen. Wo die nächste Mine liegt, wo diese explodieren wird – ist ungewiss. Es beginnt eine schier unlösbare Aufgabe, jeder Schritt im Sand könnte der letzte sein. Das einzige, was ihren Lebenswillen erhält, ist die Hoffnung auf Freiheit. Diese hat ihnen ihr dänischer Kommandant Carl versprochen. Doch dann passiert ein schreckliches Unglück. Wird Carl nach wie vor zu seinem Wort stehen?

Ich war froh, als der Film endlich zu Ende war. „Ein wundervoller Film voller Menschlichkeit“ hieß es im New York Observer. Ja, genau das nicht. Wo ich die Menschlichkeit, wenn es dem dänischen Offizier näher geht, wenn sein Hund stirbt als wenn Menschen zerfetzt werden? Wo ist die Menschlichkeit, wenn die deutschen Soldaten in Reihen einen Strand abschreiten müssen, um zu beweisen, dass er minenfrei ist? Und mich hat Unverständnis bis zur Wut über die Deutschen gepackt, die dies mitgemacht haben. 2000 Deutsche waren im Einsatz um alleine in Dänemark Minen zu räumen. Was hätten die Briten (oder in anderen Regionen die Franzosen oder Amerikaner) denn machen sollen, wenn sich alle kollektiv geweigert hätten? Man weiß während des Sehens gar nicht, auf wen man wütender sein soll.

Ansonsten war der Film eher langweilig. Immer, wenn es zu langweilig wurde, musste eben mal wieder einer sterben. Auch unrealistisch war, wie munter teilweise durch verminte Strandabschnitte gerannt wurde. Es war fast ein Wunder, dass überhaupt einer überlebt hat, wenn man sich das Verhalten ansieht.

Fazit

Nach *Ein Mann namens Ove* ein weiterer Oscar-Anwärter für den besten fremdsprachigen Film, welchen ich nicht für preisverdächtig halte.

Darsteller: Roland Møller, Mikkel Boe Følsgaard, Louis Hofmann, Joel Basman, Oskar Böckelmann
Komponist: Sune Martin
Künstler: Stefanie Bieker, Daniel Blum, Simone Bär, Camilla Hjelm Knudsen, Mikael Rieks, Barbara Kreuzer, Per Sandholt, Martin Zandvliet, Johannes Elling Dam, Gitte Malling, Malte Grunert, Molly Stensgård
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Dänisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Koch Media GmbH – DVD
Erscheinungstermin: 22. September 2016
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 97 Minuten

 

Unter dem Sand - Das Versprechen der Freiheit

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