Der Kaufmann von Venedig

Venedig, Ende des 16. Jahrhunderts: Aus Freundschaft zu dem frisch verliebten, aber hoch verschuldeten Aristokraten Bassanio lässt sich Kaufmann Antonio auf einen ungewöhnlichen Handel mit dem jüdischen Geldverleiher Shylock ein. Für einen Kredit von 3.000 Dukaten bürgt Antonio, der sich baldiger Einnahmen durch ausgelaufene Handelsschiffe sicher ist, mit einem Pfund seines eigenen Fleisches. Mit diesem Geld kann Bassanio jetzt angemessen um die Hand von Portia, der reichen Erbin von Belmont, werben. Die Schönheit und ihr Verehrer lieben sich, doch der Besiegelung des Glückes steht eine Klausel von Portias verstorbenem Vater im Wege. Nur der darf Portia heiraten, der aus drei verschlossenen Schatullen die richtige wählt, die ihr Bild enthält. Wie andere Bewerber aus ganz Europa, ja sogar Afrika, tritt Bassanio an, das Rätsel zu lösen. Während er dem Glück ganz nahe kommt, verliert Antonio auf See sein Vermögen und kann seine Schulden nicht begleichen. Jetzt sieht der verbitterte Shylock seine Stunde gekommen, sich für ein Leben der Demütigungen und Diskriminierungen zu rächen…

Der Film wurde, prächtig ausgestattet, in Venedig gedreht. Dieses Venedig ist, wie auch *Wenn die Gondeln Trauer tragen* sehr düster.

Mehrfach gedemütigt, von dem Schuldner Antonio, der ihn bespuckte; von seiner Tochter, die durchbrannte und einen Christen heiratete, sinnt Shylock auf Rache und fordert vor Gericht ein Pfund Fleisch aus dem Körper des Antonio ein. Auch wenn er vor Gericht erst gewinnt, dreht sich das Blatt und er ist ein gebrochener Mann. Er verliert aber nicht, weil er Jude ist, sondern, weil er nicht von seiner Rache sein lassen kann und zu kleinkariert ist. Am Ende tat er mir wirklich leid, ich hätte mir ein schöneres Ende für ihn gewünscht. Es ist gelungen, seine Motive für die Rache gut herauszuarbeiten und so die Mär vom bösen Juden, soweit man sie böswillig in das Stück hinein interpretieren möchte, zu verbannen.

Die Liebensgeschichte zwischen Bassario und Portia hat durch die drei Truhen etwas fast unangenehm märchenhaftes bekommen. Die Truhen sind jeweils mit Sinnsprüchen markiert und nur der Freier, der hinter diesen Rätseln die Truhe der Potia errät, darf sie ehelichen.

Fazit

Klassisch interpretiert, ist *Der Kaufmann von Venedig* eine gehobene Unterhaltung.

Darsteller: Al Pacino, Jeremy Irons, Joseph Fiennes, Lynn Collins, Zuleikha Robinson
Komponist: Jocelyn Pook
Künstler: Nigel Goldsack, Manfred Wilde, Sharon Howard-Field, Sammy Sheldon, Cary Brokaw, Benoît Delhomme, Michael Radford, Gary Hamilton, Lucia Zucchetti, Bruno Rubeo, Brian Simmons, Jimmy De Brabant, Michael Hammer, Barry Navidi, Pete Maggi, Paul Davies, Jon Bunker, Julia Verdin, Peter James, Edwige Fenech, Jason Piette, James Simpson, Luciano Martino, Michael Cowan, Alex Marshall, Robert Jones
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: German (Dolby Digital 5.1), English (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Ages 12 and over
Studio: Sony Pictures Home Entertainment
Erscheinungstermin: 27. September 2005
Produktionsjahr: 2004
Spieldauer: 126 MinutenBest of Hollywood - 2 Movie Collector's Pack: Der Kaufmann von Venedig / Das Ende einer Affäre [2 DVDs]

 

 

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