Wer die Nachtigall stört

Als Atticus Finch, Anwalt in einer kleinen Stadt in Alabama und verwitweter Vater zweier Kinder, bietet Gregory Peck eine seiner besten schauspielerischen Leistungen mit seiner leidenschaftlichen Verteidigung eines Schwarzen (Brock Peters), der fälschlicherweise der Vergewaltigung und des Angriffs auf eine weiße Frau angeklagt ist. Während seine Kinder Scout (Mary Badham) und Jem (Philip Alford) die Realitäten von Rassenhass und irrationalen Vorurteilen kennenlernen, lernen sie ebenfalls, ihre Furcht vor dem Unbekannten, personifiziert durch ihren geheimnisvollen, meistens unsichtbaren Nachbarn Boo Radley (Robert Duvall in seinem brillanten, fast wortlosen Filmdebüt), zu überwinden. Dieses beschwörende und hervorragend fotografierte Drama stellt die Quintessenz der Themen von Harper Lees konsequentem Roman heraus. Der Film bietet den Rahmen für das Beste, was an schauspielerischer Leistung jemals in einem Film zusammengekommen ist und eine seltene Qualität von menschenfreundlichem künstlerischem Talent (eingeschlossen Horton Footes glänzendes Drehbuch und Elmar Bernsteins hervorragende Filmmusik), etwas, was im chaotischen Morast des modernen Kinos fast ganz verloren gegangen ist.

*Der Film, der zu viel wollte* wäre ein besserer Titel gewesen. Die Handlung schwankt gerade am Anfang zu unentschlossen zwischen Kindheitserlebnissen, welche den Hauptteil der Handlung ausmachen und dem Rassismus, welcher außerhalb des Gerichtsprozesses kaum sichtbar ist. Man ahnt zwar, dass dieser in dem konservativen Städtchen unter der Oberfläche brodelt, aber er bricht nicht mit Macht durch die Gesellschaft, weil er eben immer da war. Als wenn die Mischung aus Kindheitserlebnissen und Gerichtsfilm nicht schon genug gewesen wäre, kommt es gegen Ende noch zur Freundschaft mit dem geheimnisvollen Nachbarn.

Fazit

Der Film ist einfach zu unentschlossen, was für eine Geschichte er nun erzählen möchte: Über das Aufwachsen in einer oder über den Gerichtsprozess und dem Rassismus, was man allerdings auf 45 Minuten als eigenständigen Film hätte zusammenstreichen können.

Darsteller: Gregory Peck, Mary Badham, Philip Alford, John Megna, Rosemary Murphy
Komponist: Elmer Bernstein, Frank Overton
Künstler: Alan J. Pakula, Aaron Stell, Russell Harlan, Horton Foote, Alexander Golitzen, Henry Bumstead, Robert Mulligan, Oliver Emert
Format: Dolby, PAL
Sprache: Italienisch (Dolby Digital 1.0), Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Niederländisch, Tschechisch, Portugiesisch, Türkisch, Ungarisch, Bulgarisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Universal Pictures Germany GmbH
Erscheinungstermin: 2. Dezember 2010
Produktionsjahr: 2001
Spieldauer: 93 MinutenWer die Nachtigall stört

 

 

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