Spotlight

Marty Baron, neuer Chefredakteur des Boston Globe, sucht nach einer guten Story, um die Leserzahl seiner Zeitung wieder in die Höhe zu treiben. Er beauftragt das investigative Spotlight-Team unter Leitung von Walter „Robby“ Robinson die Hintergründe eines Missbrauchsfalls in der Katholischen Kirche in Boston aufzudecken. Als es Robby und seinen Kollegen Michael Rezendes, Sacha Pfeiffer, Matt Carroll und Ben Bradlee jr. gelingt, einige der Opfer zu interviewen, werden aus dem Einzelfall erschreckend schnell mehrere. Aber erst eine Insider-Quelle deckt das ungeheure Ausmaß des Falles auf, der bis hinauf zu den höchsten Würdenträgern der Kirche reicht. Während die Kirche und ihre Anwälte auf Zeit spielen, ist das Spotlight-Team nicht bereit hinzunehmen, dass die Wahrheit vielleicht nie ans Licht kommen wird: Sie setzen alles auf eine Karte, damit die Opfer Gehör finden.
Der Film beruht auf einer wahren Geschichte: Über Jahrzehnte hinweg missbrauchten katholische Priester in Boston systemisch unzählige Kinder – mit Wissen des Kardinals, der versuchte die Fälle zu vertuschen. Mit einer exzellenten Schauspielriege um Mark Ruffalo, Michael Keaton, Liev Schreiber, Rachel McAdams u.a. inszenierte Regisseur Tom McCarthy einen fesselnden Thriller im Stile des Klassikers Die Unbestechlichen. Wie in der Watergate-Affäre lassen auch hier die Journalisten nicht locker und gehen jeder Spur nach, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dabei bringen die Attentate vom 11. September ihre Recherchen zunächst fast vollständig zum Erliegen und ihre Recherchen werden immer wieder von einer Mauer des Schweigens und der Angst behindert. McCarthy legt den Finger auf die Wunde: Auch heute noch schauen zu viele Menschen weg, weigern sich Autoritäten zu hinterfragen oder verschweigen Missbrauch aus Scham und Angst. 2015 wurde Spotlight mit dem Oscar als bester Film sowie für das beste Drehbuch ausgezeichnet.

Inhaltlich konnte mich der Film wenig überzeugen. Das lag einfach daran, dass das Thema *Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche* einfach zu oft thematisiert worden ist. Wobei das Thema eben erst durch die Recherchearbeiten des Boston Globe groß bekannt geworden ist.
Es wird auch sehr eindrucksvoll geschildert, welche Schwierigkeiten ihnen dabei selbst von Seiten des Staates in den Weg gelegt worden sind. Sehr interessant fand ich auch die Darstellung, wie in Zeitungsredaktionen gearbeitet wird. Gelangweilt habe ich mich keine Minute.

Fazit

Der Film ist sehr eindringlich, sehr interessant und behandelt ein oft thematisiertes Problem völlig neu.

Darsteller: Mark Ruffalo, Michael Keaton, Rachel McAdams, Liev Schreiber, John Slattery
Komponist: Howard Shore
Künstler: Wendy Chuck, Kerry Barden, Jeff Skoll, Stephen H. Carter, Michael Sugar, Masanobu Takayanagi, Tom McArdle, Glen Gauthier, Jonathan King, Steve Golin, Thomas McCarthy, Paul Schnee, Nicole Rocklin, Pierre Omidyar, Michael Bederman, Blye Pagon Faust, Bard Dorros, Tom Ortenberg, Peter Lawson, Xavier Marchand, Josh Singer
Format: PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Studio: Universal Pictures Germany GmbH
Erscheinungstermin: 30. Juni 2016
Produktionsjahr: 2015
Spieldauer: 124 Minuten

 

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