Patton

Hier ist die Geschichte einer der schillerndsten Gestalten auf den Schlachtfeldern des 2. Weltkrieges: Patton. Dieser amerikanische „Guderian“ war jedoch nicht nur der charismatische Truppenführer und kühne Panzerstratege, sondern verbarg unter einer rauhen, oft lärmenden Schale eine sensible und faire Natur, die ihm die Bewunderung seiner Freunde und Achtung seiner Gegner auf beiden Seiten der Front einbrachte. Von Afrika bis zur Befreiung von Paris begleiten wir diese faszinierende Persönlichkeit durch das blutige Zeitgeschehen des 2. Weltkrieges. Als unter den Schlägen der überraschenden deutschen Ardennenoffensive die amerikanische Front ins Wanken gerät und Chaos und Untergang drohen, ist es Patton, der die Ruhe behält, und seine in Eilmärschen herbeigeführten Divisionen, die die Lage stabilisieren.

Ich habe selten einen Film gesehen, der mich so abgestoßen hat, wie dieser. Der Höhepunkt der Widerlichkeiten war mich erreicht, als aus dem Off ein auf Pattons Veranlassung gesprochenes Gebet zu hören war, in welchem um tote Gegner gebeten wurde, während Bilder von sterbenden Soldaten zu sehen waren.

Der Mensch Patton wirkte auf mich sehr arrogant, überheblich und hartherzig. Drei Stunden lang jemanden zuzusehen, den man verabscheut, ist eine Leistung für mich.

Ansonsten ist es eben ein Kriegsfilm und damit ein Genre, welches ich sehr ungerne sehe.
Vielleicht lohnt es sich, den Film auf Englisch anzusehen. Zumindest waren die Szenen im deutschen Hauptquartier auf Englisch untertitelt, sodass man in den Genuss des Sprachwechsels kommt.

Fazit

Ich kann mir die sieben Oscars nur so erklären, dass sich keiner von der Jury getraut hat, einen *patriotischen* Film nicht zu wählen. Unvorstellbar, dass die Konkurrenten des Jahres 1970 nicht besser waren. Kann auch sein, dass der Werbeaufdruck irrt, denn Wikipedia listet den Film für 1970 nicht auf.

Nachtrag: Laut Wikipedia gewann der Film 1971 gegen eine, für mich, sehr schwache Konkurrenz.

Nachtrag 2: Auf meiner DvD steht 7 Oscars, auf dem Bild 8. Ich bin aber zu faul nachzuzählen, was nun stimmt.

Darsteller: George C. Scott, Karl Malden, Richard Münch, Michael Bates, Edward Binns
Regisseur(e): Franklin J. Schaffner
Komponist: Jerry Goldsmith
Künstler: Fred J. Koenekamp, Francis Ford Coppola, Urie McCleary, Hugh S. Fowler, Douglas Williams, Edmund H. North, Gil Parrondo, Don Bassman, Antonio Mateos, Pierre-Louis Thevenet
Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.20:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Twentieth Century Fox
Erscheinungstermin: 1. Februar 2010
Produktionsjahr: 1970
Spieldauer: 164 MinutenPatton

 

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