Die Legende – Der Kampf um „Citizen Kane“

Orson Welles ist ein gefeiertes Genie mit einer glänzenden Karriere. Mit 24 will er in Hollywood seinen ersten Film drehen, aber noch fehlt ihm die perfekte Story für sein Debüt. Bei einer Dinnerparty auf dem riesigen Anwesen des Zeitungsmoguls William R. Hearst geraten der Gastgeber und Welles aneinander. Der junge Regisseur ist angewidert von der Verlogenheit des reichen Verlegers und er hat endlich seinen Filmstoff gefunden: Hearsts Leben wird die Vorlage für „Citizen Kane“. Geradezu besessen von seiner Idee überzeugt er den Drehbuchautor Mankiewicz und das Studio RKO. Als Hearst von dem Film erfährt, lässt er – bis hin zur Erpessung – nicht unversucht, um die Veröffentlichung zu verhindern. Hollywood beugt sich seiner Macht: Für 800 000 Dollar wollen die Studiobosse „Citizen Kane“ kaufen und vernichten…

Anmerkung: Wenn man Citizen Kane nicht kennt, gibt es keinen Sinn, sich den Film um seine Produktion anzusehen. Man wird viele Szenen nicht verstehen.

*Die Legende* zeigt den Werdegang des Meisterwerks *Citizen Kane*: Von der Idee, von der Produktion, in der Welles teilweise über die Grenzen des damals technisch denkbaren hinausging (und zwecks besserer Kameraperspektive ein Loch in den Studioboden riss), bis zur massiven Bekämpfung, die beinahe zur Folge gehabt hätte, dass sämtlich Kopien und Negative aufgekauft und vernichtet worden wären.

Hearst um 1905

Hearst um 1905

Dennoch weckt der Film auch Verständnis für den Zeitungsmogul Hearst, der *Citizen Kane* nach allen Möglichkeiten bekämpfte. Welles scheute sich nicht, intimste Einzelheiten in dem Film unterzubringen; so nannte Hearst die Scham seiner Lebensgefährtin *Rosebud*. Auch die Puzzelleidenschaft seiner Partnerin wurde verarbeitet. Im Privatleben Hearsts fegte *Citizen Kane* wie ein Orkan durch. So erkannte seine Gefährtin durch den Film, dass sie für Hearst wie seine zusammengekauften Statuen, Gemälde etc. nur ein Stück Besitz ist.
Der Hass Hearsts auf den Film ist also durchaus verständlich.

Was mich an dem Film sehr genervt hat, war der aufdringliche Jazz-Soundtrack.

Fazit

Der Film zeigt die Geschichte des Films *Citizen Kane*. Auch wenn ich sehr froh bin, dass der Film erhalten geblieben ist, macht er auch Hearsts Position verständlich.

Darsteller: Liev Schreiber, James Cromwell, Melanie Griffith, John Malkovich, Brenda Blethyn
Regisseur(e): Benjamin Ross
Komponist: John Altman
Künstler: Su Armstrong, Clive Derbyshire, John Logan, Diane Minter Lewis, Tony Scott, Mike Southon, Alex Mackie, Peter Margrave, Chris Zarpas, Ridley Scott
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Alive – Vertrieb und Marketing/DVD
Erscheinungstermin: 5. Januar 2004
Produktionsjahr: 1999
Spieldauer: 84 Minuten

Die Legende: Der Kampf um Citizen Kane

 

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