Die Jagd

Nach einer schwierigen Scheidung hat der 40-jährige Lucas eine neue Freundin, einen neuen Job und befindet sich mittendrin, die Beziehung zu Marcus, seinem Sohn im Teenageralter, wieder herzustellen. Doch die Dinge gehen schief. Nur eine Geschichte – eine zufällige Lüge. Und als der Schnee fällt und die Weihnachtslichter leuchten, verbreitet sich die Lüge wie ein Virus. Der Schock und das Misstrauen geraten außer Kontrolle, und die kleine Gemeinde findet sich plötzlich in einem kollektiven Zustand der Hysterie, während Lucas einen einsamen Kampf um sein Leben und seine Würde führt. Die Hexenjagd beginnt…

Der Film hat mich sehr beeindruckt.

Anhand eines Kindergärtners, welcher sich des falschen Vorwurfs der Pädophilie erwehren muss, wird eindrucksvoll aufgezeigt, wie Gerüchte und Lügen das Leben eines Menschen zerstören können.

Nur weil einer etwas gesagt hat, was gar nicht mehr hinterfragt wird. Zum Beispiel wird gar nicht mehr gefragt, ob es nicht das Kind sein könnte, welches lügt, auch der Schulpsychologe legt dem Mädchen die Antworten schon in den Mund. Meiner Ansicht nach ist dies auch die schwächste Szene, weil die Leiterin dabei ist und bemerken müsste, dass der Psychologe das Kind manipuliert. Aber sie wollte eben nicht sehen… . Nach und nach wendet sich das ganze Dorf gegen Lucas, ihm wird verboten, im Supermarkt einzukaufen, sein Hund wird ermordet, er befindet sich ganz allgemein in einer mit Scham besetzten Situation, über die er komplett die Kontrolle verloren hat.
Verständnis kann ich lediglich für die Eltern des Mädchens haben, vielleicht noch für die anderen Kindergärtnerinnen. Nicht aber für die Außenstehenden, wie den Leiter des Supermarktes und seine Angestellten, für diese habe ich nur Verachtung empfunden.

 

Ich empfinde grundsätzlich für jeden Verachtung, der Gerüchte in sich aufsaugt (und damit für einen Großteil des Hauses, in dem ich wohne. Bevölkert mit so vielen alten Schachteln, dass man damit ein Altersheim bestücken könnte und eine widerwärtige Brut, die alles gierig aufsaugt, dessen sie habhaft werden können. For meine Begriffsind das Asoziale. Zwar nicht im Sinne von prollig – asozial (wobei es bei dem ein oder anderen Überschneidungsmengen gibt), aber wer sich daran ergötzt, in Kafferunden ständig über andere (schlecht) zu reden, ist auf eine andere Art asozial. Es gibt Leute hier im Haus, die gezielt die Altpapier-Container und  – Mülleimer durchforsten, nur um an neuen Stoff zu kommen. Im Kleinen kann ich den Film mehr als gut nachvollziehen.)

Fazit

Ein Film der nachdenklich macht und einen zwingt darüber nachzudenken, inwieweit man selbst durch Gerüchte verführbar ist.

Darsteller: Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen, Susse Wold, Alexandra Rapaport, Annika Wedderkopp
Komponist: Nikolaj Egelund
Künstler: Manon Rasmussen, Thomas Vinterberg, Karen Bentzon, Torben Stig Nielsen, Charlotte Bruus Christensen, Jessica Ask, Janus Billeskov Jansen, Sisse Graum Jørgensen, Madeleine Ekman, Tobias Lindholm, Anne Østerud, Morten Kaufmann, Charlotte Pedersen, Martin Persson
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Dänisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 23. August 2013
Produktionsjahr: 2012
Spieldauer: 115 Minuten

 

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