La Vie en Rose

Die kleine Edith Giovanna Gassion ist mit einer unvergleichlichen Stimme gesegnet. Sie träumt von einer Karriere als Sängerin, um der Armut und dem Alkohol entfliehen zu können. Ihre Kindheit verbrachte die kleine Edith, zeitweilig erblindet und von Mutter und Vater verlassen, von Huren aufgezogen im Bordell. In Paris wird sie, während sie auf der Straße für Geld singt, vom Nachtclubbesitzer Louis Leplée entdeckt und engagiert. Bis zum großen Durchbruch ist es noch ein langer, steiniger Weg, aber der „Spatz von Paris“ – so der Spitzname, der auf ihre geringe Körpergröße anspielt – gibt nicht auf. Edith Piaf durchlebt einebeispiellose Karriere, geprägt von rauschhaften Höhenflügen und tragischen Abstürzen. Sie lebt ihr Leben bis zum Exzess, ordnet alles ihrer großen Leidenschaft, der Liebe zur Musik und zu den Männern, unter. Ihr Publikum verehrt und liebt sie, hält ihr die Treue durch alle Höhen und Tiefen, doch am Ende ihres Lebens zerbricht sie am Verlust ihrer großen Liebe, Alkohol- und Tablettenmissbrauch und einer schweren Krankheit.

Auf der technischen und darstellerischen Seiten gibt es über den Film nichts zu meckern – ganz im Gegenteil, er lässt das Paris jeder Tage glaubhaft auferstehen und zeigt sehr gut den Aufstieg Piafs und den Menschen dahinter.

Gerade auch die Darstellung ist meisterhaft und hat der Schauspielerin zurecht viele bedeutende Preise einbracht; gerade die Darstellung der 44jährigen Sängerin, die bereits wie ihre eigene Großmutter aussah, war superb.

Trotzdem würde ich den Film nicht ein zweites Mal sehen wollen. Das liegt darin begründet, dass die Künstlerin zu 99% in ihrer Erwachsenendarstellung entweder betrunken ist oder unter Drogen steht. Hinzu kommt, dass sie sehr abstoßend-ordinär ist, selbst in normalen Sätzen spricht sie immer mit einem sehr gewöhnlichen Unterton; hier hat die viel gescholtene deutsche Synchronisation ganze Arbeit geleistet. Nach einer Stunde habe ich ungeduldig auf die Uhr gesehen, weil ich sowohl dem Not und Elend als auch dieser unanständigen Person nicht mehr zusehen wollte.

Fazit

Die Schauspielerin ist großartig, den Machern ist es gelungen, dass Paris der Zeit wiederauferstehen zu lassen, aber trotzdem macht es keinen Spaß, dieser Gesellschaftsschicht zuzusehen.

Darsteller: Marion Cotillard, Sylvie Testud, Pascal Greggory, Emmanuelle Seigner, Jean-Paul Rouve
Komponist: Christopher Gunning
Künstler: Jan Archibald, Tetsuo Nagata, Richard Marizy, Olivier Carbone, Catherine Morisse, Alain Goldman, Olivier Dahan, Olivier Raoux, Marit Allen, Didier Lavergne
Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Highlight
Erscheinungstermin: 6. September 2007
Produktionsjahr: 2007
Spieldauer: 134 Minuten

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