My Boy Jack

Daniel Radcliffe spielt Jack, so der Rufname des 17jährigen Sohnes von Rudyard Kipling (David Haig). Der Autor, der mit seinem Roman „Das Dschungelbuch“ zum Bestseller-Autoren seiner Zeit avancierte, ist ein bekennender Verteidiger seines Vaterlandes. Um seinen patriotischen Gefühlen Nachdruck zu verleihen, soll auch Jack an die Front. Es ist das Jahr 1915 und der Erste Weltkrieg verlangt nach Soldaten. Jack hat einen schweren Augenfehler und wird mehrfach ausgemustert. Doch sein Vater macht all seinen Einfluss geltend, um Jack zu seiner vermeintlichen Pflicht zu verhelfen. Dagegen regt sich Widerstand seitens der Familie Kipling. Mutter Caroline (Kim Cattrall) und Tochter Elsie (Carey Mulligan) beschwören das Familienoberhaupt, Jack zu verschonen. Zu groß ist ihre Angst, dass dem Jungen etwas zustoßen könnte. Kipling kann und will aber nicht einlenken. Also kommt Jack tatsächlich an die Front. Er ist ein begeisterter Kämpfer, der gewillt ist, all seine körperlichen Schwächen durch seinen Ehrgeiz wieder wett zu machen. In Frankreich feiert Jack seinen 18. Geburtstag, als die Einheit in das Kampfgeschehen verlegt wird. Während der Schlacht um Loos endet das Leben des jungen Soldaten Kipling. Wie und wo genau, dass wird seine Familie nie genau erfahren. Er gilt als vermisst und alle Bemühungen, die Rudyard und Caroline in den nächsten Jahren anstellen, bleiben vergebens. Eines Tages kommt ein Soldat in ihr Haus. Es ist ein Kamerad von Jack. Er berichtet der Familie, was Jack in den letzten Stunden seines Lebens widerfahren ist. Die Kiplings zerbrechen fast an dieser Bürde. Hat ein Vater seinen Sohn in den Tod geschickt, um seinen eigenen Ruf zu wahren? Rudyard Kipling war nach diesem tragischen Vorfall ein gebrochener Mann, der auch mit seiner eigenen Rolle haderte. Um den Verlust seines Sohnes in Worte zu fassen, entstand das Gedicht „My Boy Jack“.

“If any Question why we died, tell them, because our fathers lied”

 

John Kipling in the uniform of the Irish Guards, 1915

John Kipling in the uniform of the Irish Guards, 1915

So atmosphärisch der Film ist, so sehr fehlen mir die Beweggründe, warum der Vater einen kriegsuntauglichen Sohn mit aller Gewalt in der Armee unterbringt. Und mir hat auch das Drama gefehlt, als der Sohn dann fiel und die Familie sich immer noch lieb hat. Wenn mein Mann meinen Sohn mit aller Gewalt in einer Armee unterbrächte und die daraufhin fiele, würde ich ihm nicht nur im übertragenen Sinne an die Gurgel gehen.

Ansonsten ist es ein nett gemachter Film, der den Zuschauer nicht groß anstrengt, aber ihn unterhält.

“Have you news of my boy Jack?”
Not this tide.
“When d’you think that he’ll come back?”
Not with this wind blowing, and this tide.

“Has any one else had word of him?”
Not this tide.
For what is sunk will hardly swim,
Not with this wind blowing, and this tide.

“Oh, dear, what comfort can I find?”
None this tide,
Nor any tide,
Except he did not shame his kind —
Not even with that wind blowing, and that tide.

Then hold your head up all the more,
This tide,
And every tide;
Because he was the son you bore,
And gave to that wind blowing and that tide!

Darsteller: Daniel Radcliffe, Kim Cattrall, Nick Dunning
Regisseur(e): Brian Kirk
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.78:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: KSM GmbH
Erscheinungstermin: 13. November 2008
Produktionsjahr: 2007
Spieldauer: 93 Minuten

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