Das finstere Tal

Ein düsteres Geheimnis, ein entlegenes Hochtal und ein schweigsamer Fremder. Über einen versteckten Pfad erreicht ein einsamer Reiter ein kleines Dorf. Niemand weiß, woher dieser Fremde kommt, der sich Greider nennt, und niemand will ihn hier haben. Die Söhne des Brenner-Bauern hätten ihn wohl weggejagt, wenn Greider ihnen nicht eine Handvoll Goldmünzen gegeben hätte. Greider wird bei der Witwe Gader und ihrer jungen Tochter Luzi den Winter über untergebracht. Luzi, die kurz vor ihrer Heirat mit ihrem Lukas steht, ist voll Furcht. Denn eine Hochzeit ist in diesem Dorf mit einer furchtbaren Tradition verknüpft. Nachdem der Schnee das Dorf eingeschlossen hat, kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem einer der Brenner-Söhne stirbt. Als der nächste Sohn auf mysteriöse Weise umkommt, wird klar, dass es sich wohl nicht um einen Zufall gehandelt hat: Die Brenner-Familie muss büßen – Greider hat eine Rechnung aus längst vergessen geglaubten Zeiten zu begleichen…

Die Verfilmung von Thomas Willmanns gleichnamigen Bestseller “Das finstere Tal“ mit Sam Riley in der Hauptrolle des Greider ist eine furiose Mischung aus vielschichtigem Western und packendem Drama. Die eingeschworene Dorfgemeinschaft in einem karstigen Alpenhochtal am Ende des 19. Jahrhunderts und die rigide Herrschaft des Brenner-Bauern und seiner Söhne bestimmen den Mikrokosmos dieses fesselnden Epos von Schuld, Rache und Liebe.

De Film ist atmosphärisch sehr gut gelungen, nur habe ich durch den Tiroler Dialekt vieles nicht verstanden. Gerade die Erzählerin, welche durch den Film führt, spricht oft so, dass man einige Worte nur erahnen kann.
Zur Geschichte:

Ein Fremder kommt ins Tal und beginnt einen Rachfeldzug, wäre nicht die Alpenkulisse, könnte man den Film für einen amerikanischen Western halten. Leider wird die Handlung auch für den Zuschauer immer undurchsichtiger – mir erschloss sich überhaupt nicht, warum die Braut kurz nach der Heirat entführt werden sollte. Soweit ich bei Wikipedia herausfinden konnte, ging es wohl um die Ius primae noctis.

href=“https://nomasliteraturblog.files.wordpress.com/2014/09/12.jpg“>Das Gemälde „Das Herrenrecht“ von Wassili Dmitrijewitsch Polenow (1874) zeigt, wie ein alter Mann seine Tochter zum Feudalherrn bringt. Das Gemälde „Das Herrenrecht“ von Wassili Dmitrijewitsch Polenow (1874) zeigt, wie ein alter Mann seine Tochter zum Feudalherrn bringt.

Milde formuliert verliert der Film im hinteren Drittel die erzählerische Stringenz, wenn der Zuschauer Wikipedia bemühen muss, hat der Drehbuchautor der Handlung nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt.

<strong>Fazit</strong>

Als Genremix Heimatfilm / Western überzeugt der Film voll. Leider wird die Handlung gegen Ende ein wenig wirr.

Darsteller: Sam Riley, Paula Beer, Tobias Moretti, Helmuth Häusler, Martin Leutgeb
Komponist: Matthias Weber
Format: PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 2.35:1
Anzahl Disks: 1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Warner Home Video
Erscheinungstermin: 4. September 2014
Produktionsjahr: 2013
Spieldauer: 110 Minuten

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