Das Waisenhaus

Man mag es kaum glauben, aber der spanische Regisseurs Juan Antonio Bayona gab mit seinem dicht gewobenen Grusel-Thriller „El Orfanato“ erst sein Kinodebut. Zuvor beschäftigte sich er hauptsächlich mit Musikvideos, was man anhand der schönen Kameraeinstellungen und Farbstimmungen des Filmes fast schon erahnen kann. Für eine erste Kinoproduktion landete er nicht nur bei Spannungsliebhabern sogleich einen Volltreffer – der Film wurde auf zahllosen Filmfesten ausgezeichnet. Dass als Produzent Regisseur Guillermo Del Toro („Pans Labyrinth“) seine Finger mit im Spiel hatte, verwundert da kaum, denn die Produktion glänzt nicht nur durch ihre Darsteller. In erster Linie sitzen Drehbuch, Optik und vor allem Schnitt. Fazit: Volltreffer in Kinderschuhen – da kann man sich auf alles Zukünftige freuen.

Ich mag Filme dieser Art sehr, auch wenn ich von dem recht behäbigen The Awakening enttäuscht war. Als ich die erste Hälfte von *Das Waisenhaus* gesehen hatte, war ich ziemlich enttäuscht, denn es passierte nicht so richtig: Die Familie zieht in das Haus ein, der Sohn lernt imaginäre Freunde kennen und verschwindet….ich dachte nur: Das ist nicht sehr spannend.

Dafür nimmt der Film dann in der zweiten Hälfte, in welchem die Geister ihr Unwesen treiben richtig Fahrt auf und wird auch ziemlich gruselig. Vor allem, weil ein Spiel gespielt wird, dessen Regeln die Mutter nicht durchblickt.
Ich habe mich – aus welchen Gründen auch immer – an das Adventure The Lost Crown erinnert gefühlt.

Leider ist das Ende zu süßlich geraten und passte wie schon bei Mama nicht zu dem Rest des Films.

Fazit

Der Film unterhält gut, ich würde nur noch 2 Euro drauflegen und den Film in Kombination mit Pans Labyrinth erwerben.

Darsteller: Belen Rueda, Fernando Cayo, Roger Príncep
Regisseur(e): Juan Antonio Bayona
Komponist: Fernando Velazquez
Format: PAL
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 2. September 2011
Produktionsjahr: 2008
Spieldauer: 101 Minuten

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