Du hast es versprochen

Hanna und Clarissa waren als Kinder beste Freundinnen. Zusammen mit ihren Eltern verbrachten sie ihre Ferien auf einer malerischen Insel. Kurz nach Hannas neuntem Geburtstag bricht der Kontakt unvermittelt ab und erst 25 Jahre später kommt es zu einem Wiedersehen. Hanna (34) ist mittlerweile verheiratet, hat eine siebenjährige Tochter und arbeitet als Oberärztin in einem Krankenhaus. Dort trifft sie auf ihre alte Freundin, die nach einer Tablettenüberdosis in die Notaufnahme eingeliefert wurde. Die beiden Frauen freunden sich rasch wieder an, verbringen wundervolle Stunden miteinander und beschließen wie früher ein paar Tage auf der Insel zu verbringen. Gemeinsam mit Hannas Tochter Lea fahren sie zurück an den Ort ihrer Kindheit. Als Hanna erfährt, dass Maria, ein Mädchen aus dem Dorf, mit dem sie früher gespielt hat, als Kind verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist, begibt sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit. Etwas Schreckliches ist damals auf der Insel passiert. Doch je näher sie dem dunklen Geheimnis kommt, desto enger schließt sich der Kreis um sie und ihre Tochter, desto größer wird die Bedrohung. Am Ende tritt eine Wahrheit ans Licht, die viel schrecklicher und grausamer ist, als sie es sich je hätte vorstellen können.

Der Film ist weniger ein Gruselfilm, als ein Film über Freundschaft und Verrat. Dabei ist er durchgehend spannend und nachdem man die Auflösung erst einmal kennt, möchte man ihn noch einmal sehen, gerade auch weil sich überall Logiklöcher auftun: Ziemlich am Anfang z.B., als die beiden Freundinnen sich wiedertreffen, da eine von ihnen versucht hat, sich umzubringen und die andere als Ärztin in einer Klinik arbeitet. Bekommt man im Land der Unfreien nicht gleich eine Zwangstherapie verordnet? Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in Deutschland danach wieder auf freien Fuß gesetzt wird. Weitere (Achtung, massive Spoiler): Wie hat die Freundin es geschafft, herauszufinden, wann die Ärztin Dienst hat? Warum ermordet sie den eigenen Bruder? Auch der Geist erscheint auf einmal sehr unlogisch, denn wie soll die eine Freundin die Visionen bewerkstelligt haben?

Letztendlich besteht ein gewisser Wiedersehwert darin, sich noch einmal das Verhalten der Personen untereinander anzusehen.

Fazit

Kein Gruselfilm, aber ein spannendes Drama um mehrfachen Verrat. Sehr positiv fallen die frischen Gesichter auf, die beweisen, dass es in Deutschland auch ohne Staatsschauspieler geht. Das Problem besteht darin, dass ein Film unlogischer nicht sein kann.

Darsteller: Mina Tander, Laura de Boer, Katharina Thalbach, Lina Köhlert, Max Riemelt Regisseur(e): Alex Schmidt Format: Dolby, PAL Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1) Untertitel: Deutsch Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1 Anzahl Disks: 1 FSK: Freigegeben ab 16 Jahren Studio: Ascot Elite Home Entertainment Erscheinungstermin: 23. Juli 2013 Produktionsjahr: 2012 Spieldauer: 102 Minuten 1

„Der Mystery-Thriller ‚Du hast es versprochen‘ ist atmosphärisch bebildert, aber die Erzählung dieses seltenen deutschen Genre-Beitrags bleibt nach vielversprechendem Beginn bis zum enttäuschenden Ende unspektakulär und wenig fesselnd.“

Tim Slagman[2]

„“Du hast es versprochen” nutzt viele bekannte Elemente aus dem Genre der Gruselfilme, verwebt diese aber mit einer gut inszenierten Atmosphäre. Somit fallen die Anlehnungen an andere Filme weniger auf, sondern gewinnen durch gute Kamera und vernünftiges Sounddesign an neuer Wirkung.“

Phil Marx[3]

„Ein Schocker, der nicht schockt. Ein Gruselfilm, der nicht gruselt. Ein Drama, das keinen kümmert. Erraten: Du hast es versprochen ist ein Genrefilm aus Deutschland.“

Frédéric Jaeger[1]

„Stylish and atmospheric, this is entertainingly old-school horror.“

Hollywood Reporter[4]
  1. Hochspringen nach: a b Frédéric Jaeger: Du hast es versprochen. 31. August 2012, abgerufen am 13. November 2012.
  2. Hochspringen Tim Slagman: Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion Du hast es versprochen. Abgerufen am 13. November 2012.
  3. Hochspringen Phil Marx: Kritik der Nerdtalk.de: Du hast es versprochen. Abgerufen am 21. Dezember 2012.
  4. Hochspringen David Rooney: Forgotten: Venice Review. 6. September 2012, abgerufen am 15. November 2012.
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