Der Mongole

Tatsächlich kann „Der Mongole“ nun auch mit einigen wuchtigen Kampfsequenzen und grandiosen Landschaftsaufnahmen punkten, bleibt davon abgesehen aber leider weitgehend ideenlos und liefert nur gepflegte Langeweile. Sein erklärtes Ziel, dem Zuschauer die fremde mongolische Kultur und die Figur Dschingis Khans näher zu bringen, verfehlt Bodrov um Längen.

Der Stammeshäuptling Khan Esugei (Ba Sen) und sein Sohn Temudgin (Odnyam Odsuren, später: Tadanobu Asano), der spätere Dschingis Khan, sind unterwegs auf Brautschau. Der gerade einmal neun Jahre alte Häuptlingssohn verliert sein Herz an ein freches zehnjähriges Mädchen namens Borte (Bayertsetseg Erdenebart, später: Khulan Chuluun). Die Hochzeit soll in fünf Jahren stattfinden. Doch auf dem Rückweg wird Esugei von Mitgliedern eines verfeindeten Stammes auf hinterhältige Weise gemeuchelt. Plötzlich ist Temudgin Khan. Doch der kleine Junge kann sich gegen die übrigen Krieger seines Stammes nicht durchsetzen. Targutei (Amadu Mamadakov), einer der eigenen Leute, reißt den Stamm an sich und plant, Temudgin zu töten, um später nicht dessen Rache fürchten zu müssen. Doch Temudgin kann flüchten. Er tritt eine beschwerliche Reise an, um doch noch seine Borte zu gewinnen und sich zum mächtigsten Herrscher aufzuschwingen, den die Welt je gesehen hat…

Filmstarts

Die Kritik geht weiter mit dem Vorwurf, der Film wäre langweilig und gemächlich.

„Der Mongole“ ist ein Epos mit langem Atem und beginnt daher eher gemächlich. Die Langsamkeit ist im Vergleich zur Hetzerei vieler aktueller Fantasy-Epen zunächst durchaus erfrischend. Beim Versuch, den Tonfall archaischer Legenden zu treffen, überzieht Bodrov allerdings so stark, dass das bedächtige Tempo bald in Langeweile umkippt.

Das stimmt absolut nicht! Der Film war von seinen 125 Minuten keine einzige langweilig. Im Gegenteil, er war immer sehr spannend und bot zudem tolle Landschaftsaufnahmen. Auch wenn ich nicht in der Mongolei leben möchte – dazu wäre es mir dort zu öde -, ist das Land auf jeden Fall wunderbar fotographiert.

Zur Handlung:
Wie kann eine Verfilmung von Dschingis Khans Leben langweilig sein? Für Spannung war immer gesorgt, es nur eher die altmodische Spannung der Westernfilme (der Vergleich hinkt), als der eines modernen Actionsfilms. Wer es nur noch spannend findet, wenn Autos zerschellen oder durch die Luft fliegen, der wird sich sicherlich langweilen. Wer einen etwas verfeinerten Geschmack hat, ist mit dem *Mongolen* gut bedient.

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