Chiko
VideoMarkt
Die beiden Freunde Chiko und Tibet leben in einem Problemviertel der Hamburger Vorstadt und machen sich keine Illusionen über ihre Zukunft. So will es Chiko wenigstens als Drogendealer zu etwas bringen und verprügelt einen Gras-Dealer, der für die Kiezgröße Brownie arbeitet, um so dessen Aufmerksamkeit zu erregen. Prompt stellt ihn der Drogenboss und Musikproduzent an, bestraft aber Tibet im Gegenzug für heimliche Straßendeals. Das wird Folgen haben, für alle Beteiligten.VideoWoche
Ungewöhnlich schonungslos inszeniert ist Özgür Yildrims Spielfilmdebüt, ein hartes und packendes Milieudrama, das nicht von ungefähr an Fatih Akins Erstling „Kurz und schmerzlos“ (und damit auch an die frühen Gangsterfilme von Martin Scorsese) erinnert – Akin half bei der Finanzierung. In einer Nebenrolle brilliert Moritz Bleibtreu als skrupelloser Drogenboss, doch vor allem Denis Moschitto („Kebab Connection“) und Volkan Özcan gehört dieser Film, dessen Härte gefällt und der Klischees geschickt ausweicht.
Der Film ist mir fremd geblieben.
Die Dealer können keinen einzigen normalen Satz formulieren (zumindest keinen ohne mindestens zwei fiese Schimpfwörter und ab und zu klang es, als würden sie rappen), haben wie gestörte ihre Pupillen oben in den Augenlidern (soll wohl cool und abgebrüht wirken) und Frauen werden ständig mißhandelt. Kurzum, ich hätte mir auch einen Film über indianische Ureinwohner im Amazonas ansehen können, das Subjekt wäre mir ähnlich vertraut gewesen. Zudem ist mir nicht ganz klar, ob es besonders schlau ist (wobei alle dumm und gewalttätig sind), sich als Dealer einen Mercedes mit goldenen Felgen bestücken zu lassen: Polizei überprüfe mich. Auch warum es zu der Messerstecherei im Waschraum der Moschee kam, weiß ich immer noch nicht, aber da die Türken alle gleich aussahen konnte ich der Handlung nur sehr mühsam folgen.
Gut war dagegen die Inszenierung, welche wie bei meiner Lieblingsserie KDD sehr realistisch fotographiert wurden und kein bißchen nach Film aussieht.
Fazit:
Nachrichten aus einer mir fremden Welt, die mich auch nicht interessiert.
- Darsteller: Denis Moschitto, Volkan Özcan, Moritz Bleibtreu
- Regisseur(e): Özgür Yildirim
- Komponist: Darko Krezic
- Format: Dolby, PAL
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Ufa/DVD
- Erscheinungstermin: 12. Januar 2009
- Produktionsjahr: 2008
- Spieldauer: 88 Minuten
„Mit viel Feingefühl zeichnet Özgür seine Charaktere, die hin- und hergerissen sind zwischen zwei Welten. Nicht zwischen der deutschen und der türkischen, nein. Die Grenze verläuft zwischen Gut und Böse. Zwischen Hasch verticken und die Mutter zur Dialyse fahren, zwischen Zuschlagen und Heulen, zwischen Statussymbolen und Kleinjungenträumen, zwischen Moschee und Plattenbau, zwischen einer Hure und dem ersten Kuss.“
– Eva Eusterhus: Welt am Sonntag, 3. Februar 2007
„Chiko (ist) ein eigenständiger, auf handwerklich hohem Niveau inszenierter Gangsterfilm mit herausragenden, authentischen Darstellern. Eine mit rigoroser Kompromisslosigkeit ausgestattete Milieustudie mit ausreichend Potential, um bei seiner Zielgruppe zum Kultfilm zu avancieren. Eine Stil-sichere Rise-and-Fall Story, perfektes Genre-Kino.“
„Vielschichtige und atmosphärisch dichte Millieustudie mit brillierender Besetzung.“
– Gordo Simenu: Zelluoid, 4. April 2008
„Der Film ist ein intensives, kraftvolles und authentisches Drama, welches im Migrantenmilieu spielt. Chiko erinnert oft an Fatih Akıns Geniestreich Kurz und schmerzlos aus dem Jahr 1998. Super ist, dass der Film Hamburgflair verströmt ohne sattsam bekannte Reeperbahnbilder.“
– Oliver Noelle: TV-Digital Heft 8 vom 4. April 2008

Die Bourne Identität
Aus der Amazon.de-Redaktion
Frei auf Robert Ludlums Bestseller von 1980 basierend, beginnt Die Bourne Identität rasant und verliert nie an Tempo. Der rätselhafte Plot dreht in Zürich auf, wo der an Amnesie leidende Jason Bourne (Matt Damon), der weder seinen Namen, noch seinen Beruf oder seinen Auftrag kennt, eine mittellose deutsche Touristin (Franka Potente aus Lola rennt) dazu überredet, ihm zu helfen, das rätselhafte Puzzle um seine Identität zu lösen. Nachdem Bournes CIA-Vorgesetzter (Chris Cooper) Killer losschickt, um ihn zu töten und seine fehlgeschlagene Mission zu vertuschen, greift dieser auf seine tödlichen Kenntnisse zurück und hinterlässt auf dem Weg von der Schweiz nach Paris eine Spur von Leichen.Regisseur Doug Liman setzt Ludlums komplexe literarische Vorgabe mit zielsicherem Geschick für Charakterdetails um und verbindet gekonnt die atemberaubende Action mit der sowohl humorvollen als auch erregenden Chemie zwischen Damon und Potente. Bereits 1988 als TV-Film mit Richard Chamberlain verfilmt, profitiert Die Bourne Identität diesmal vom großen Talent zweier aufstrebender Stars und bietet intelligente und massengerechte Unterhaltung von Anfang bis Ende.
Der Film ist einfach nur langweilig und unglaubwürdig – jemand kennt nicht seine Identität, kann aber komplizierte Agententätigkeiten ausführen. Dazu kommt, dass Matt Damon mit seinem Milchgesicht keinerlei Härte ausstrahlt, wie z.B Daniel Craig in Bond.
Mehr als ordentliche Actioneffekte und eine spannende Jagd habe ich nicht erwartet, aber das Ergebnis schlägt einfach alles: Ein Milchbart, dem man den großen Mantel einer gereiften Persönlichkeit überstülpen wollte – und seine Teenie-Braut, an deren Stelle man auch einen Kleiderständer hätte verwenden können. Peinlich, langweilig und so erbärmlich, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit. Wenigstens musste Altmeister Robert Ludlum diese Verhöhnung nicht mehr miterleben.
Der Rezensent hat es erfasst, mehr ist nicht hinzuzufügen. Einzig der Geheimdienst-Koordinator wirkt in dem Machwerk glaubwürdig.
- Darsteller: Matt Damon, Franka Potente, Chris Cooper
- Regisseur(e): Doug Liman
- Komponist: John Powell
- Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 2.35:1
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Universal/DVD
- Erscheinungstermin: 1. Mai 2003
- Produktionsjahr: 2002
- Spieldauer: 114 Minuten

Moonwalker
Der Film beginnt mit einer Film-Montage von Konzert-Ausschnitten des Titels „Man in the Mirror“. Im Anschluss sieht man einen Rückblick auf das Leben des Künstlers: Seinen Werdegang als Sänger angefangen von den Jackson Five bis hin zur Bad World Tour, welche im Jahr 1987 begann. Danach folgt mit „Badder“ eine Parodie auf das „Bad“-Video, in dem alle Darsteller inklusive Michael Jackson von Kindern gespielt werden.
Danach erst beginnt die eigentliche Filmhandlung: Michael Jackson und drei Kinder bekommen zufällig mit, wie der skrupellose „Mr. Big“ seinen Handlangern den Befehl gibt, den Kindern der Welt Drogen zu verabreichen, damit diese von ihm abhängig werden. Als die versteckten Zuhörer bemerkt werden, werden sie von „Mr. Big“ und seinen Leuten gejagt, dabei gelingt es Michael Jackson den Gangstern zu entkommen, indem er sich in ein Auto verwandelt und ihnen davon fährt. Später trotzt er dem Kugelhagel der bewaffneten Verbrecher, indem er sich in einen Roboter verwandelt, danach noch in ein Raumschiff und so in den Himmel steigt und davon fliegt.
Verbunden werden die einzelnen Abschnitte der Geschichte durch Musik-Videos von „Speed Demon“, „Leave Me Alone“ und „Smooth Criminal“. Abschließend sieht man Michael Jackson in einer Performance des Beatles Cover-Songs „Come Together“. Während des Abspanns wird eine Darbietung der A-cappella-Gruppe Ladysmith Black Mambazo mit kurzen Making-Of Einblendungen zum Film gezeigt und im Anschluss daran eine Kurzversion des Musik-Videos von „Smooth Criminal“.
Bedingt durch die Ereignisse der letzten Wochen, habe ich relativ viel von Michael Jackson gehört und ich musste feststellen, dass seine Musik doch eine wesentlich höhere Qualität aufweist als das, was sich normalerweise Sänger nennt und stimmlich nicht einmal ein Lied durchhält, von tänzerischen durchaus abgesehen. Auch wenn ich nie ein besonders großer Fan von ihm war oder bin, hat mich sein Tod durchaus mitgenommen; er gehörte einfach zum Leben dazu. Auch ist mir aufgefallen, wie nett er zu dem Zeitpunkt aussah und was für ein sympathisches Lächeln er hatte.
Den Film dagegen kann man getrost vergessen: Es gibt keine Handlung, nicht einmal als Kinderfilm – als der der Film wohl gedacht war – taugt er, so dämlich ist er. Nett ist die Veräppelung einer meiner Lieblingslieder (Bad), welches mit Kindern nachgespielt wird. Ansonsten mochte ich die Lieder nicht – mit *Leave me alone* und *Smooth crimnal* werde ich in hundert Jahren nicht warm werden, zudem wurden die dazugehörigen Videos nur aus dem Film rausgeschnitten.
Fazit:
Der dümmste Film aller Zeiten und niemand, der Micheal Jackson in guter Erinnerung behalten möchte, sollte ihn sehen.
- Darsteller: Michael Jackson, Joe Pesci, Kellie Parker
- Regisseur(e): Jerry Kramer, Collin Chilvers
- Komponist: Bruce Broughton
- Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0), Spanisch (Dolby Digital 2.0)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Dänisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Hebräisch, Polnisch, Tschechisch, Kroatisch, Griechisch, Ungarisch, Türkisch, Isländisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 4:3
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Warner Home Video – DVD
- Erscheinungstermin: 18. Februar 2005
- Produktionsjahr: 1988
- Spieldauer: 89 Minuten

Pakt der Wölfe (Director`s Cut)
Eine Bestie fordert in einer französischen Provinz ein Opfer nach dem anderen. Haudegen Fronsac (Samuel Le Bihan) soll im Namen des Königs ermitteln, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens und muss an diversen Fronten kämpfen: gegen die Bestie, gegen die Oberen der Region, gegen bewaffnete Tunichtgute, gegen das Militär – und den eigenen Auftraggeber.
Durch Markus Reitz`Bücher Ritus und Sanctum bin ich auf die Bestie vom Gévaudan aufmerksam und damit auch auf den Film *Pakt der Wölfe*.
Ich mag historische Filme und auch Mystery bin ich durchaus nicht abgeneigt – aber der Film ist Schwachfug hoch drei: Indianer mit Martial Arts-Künsten sind noch harmlos, die Bestie wirkt kein bißchen gruselig, da sie aussieht wie ein Stachelschwein mit Rüstung. Hätte man einen normalen Wolf genommen und diesen vergrößert hätte man mit dem Grauen der Normalität gespielt, aber so war sie eher witzig.
Fazit:
Ich weiß nicht, wie dieser ausgemachte Schwachsinn erfolgreich werden konnte, schade um die Zeit.
- Darsteller: Samuel Le Bihan, Mark Dacascos, Emilie Dequenne
- Regisseur(e): Christophe Gans
- Komponist: Lo Joseph Duca
- Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
- Sprache: Französisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 2.35:1
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Sony Pictures Home Entertainment
- Erscheinungstermin: 17. September 2002
- Produktionsjahr: 2002
- Spieldauer: 138 Minuten

Oldboy
Aus der Amazon.de Redaktion
Atemberaubendes Autorenkino aus Südkorea. Chon-Wook Parks Festivalerfolg Old Boy.Spätestens seit Joint Security Area (2000) ist Chan-Wook Park in seinem Heimatland Südkorea eine Berühmtheit. Der gigantische Erfolg des Films, auch und gerade an der Kinokasse, kam einer Carte Blanche gleich, die der Regisseur wohlbedacht ausspielte. Schon sein darauffolgender Film, Sympathy for Mr. Vengeance, verstörte mit Bildern kaum zu überbietender Grausamkeiten und überraschte durch eine ungemein ökonomisch voranschreitende Rächergeschichte. Auch der in Cannes 2004 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnete Old Boy führt den Zuschauer an der Seite seines Helden durch die Hölle, eine schwer zu ertragende Tour de Force, nichts für Zartbesaitete und dennoch, oder vielleicht gerade deshalb eine Offenbarung.
Der koreanische Geschäftsmann und Familienvater Dae-su (Min-sik Choi) wird von einem Unbekannten, scheinbar grundlos, in ein fensterloses Zimmer gesperrt. Einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Fernseher, über den Dae-Su den Mord an seiner Frau und das Verschwinden seiner Tochter miterlebt. 15 Jahre vergehen, bis der Bedauernswerte auf einem Hochhausdach aus seiner Gefangenschaft erwacht. Ein schier unvorstellbares Martyrium, das jedoch nur den Anfang für einen zynisch-bitteren Rachefeldzug beschreibt.
Es gibt Bilder in Old Boy, die man sein Leben lang schwer vergessen wird. Etwa die Fangarme des sich windenden Tintenfischs den Dae-Su kurz nach seiner „Freilassung“ lebend verschlingt, die sich im Todeskampf an dessen Mund- und Nasenhöhlen klammern und die in ihrem Bestreben recht anschaulich die Qualität des Films beschreiben; dessen stoische Unnachgiebigkeit, die wilde Inszenierungswut, den Willen aufs Ganze zu gehen, auf Leben und Tod. Old Boy ist alles andere als Unterhaltungskino, kein Eskapismus, kein zuckersüßes Happy-End. Im Gegenteil: der Film ist eine Zumutung, im positiven Sinn, beinahe eine Vergewaltigung insofern er dem Betrachter die Auseinandersetzung mit dem Gesehenen aufzwingt. Man kann den Film als Allegorie sehen, auf eine Gesellschaft, der kaum Zeit blieb sich zu entwickeln, die unversehens im Turbokapitalismus gelandet ist, ohne wirklich zu wissen wie ihr geschah. Unter dem Strich, hinter der Fassade der coolen Bilder, hinter der atemberaubenden Beschleunigung um den Kern der Geschichte, bleibt eine verstörende Wahrheit, die sich über die Figuren auf ihren Ausgangspunkt zurückführen läßt und deren Banalität darin besteht, was Menschen bereit sind einander zuzufügen. Thomas Reuthebuch
Ein grauenvoller Film, ein einziger Alptraum.
Eigentlich ist die Geschichte sehr intelligent aufgebaut und sie hätte anders auch gar nicht entwickelt werden können. Was mich gestört hat war die explizite Grausamkeit – als ein lebendiger Tintenfisch verspeist wurde, mußte ich mich übergeben, ich muß nicht en Detail sehen, wie jemanden die Zähne / Zunge rausgerissen werden.
Wäre er so so furchbar brutal, hätte ich mich dafür begeistern können, aber die Aussage – Wie weit kann Rache gehen? – wird für mich total überkleistert.
Fazit:
Ohne die detailierten Gewanltszenen wäre es ein extrem guter Film gewesen.
- Darsteller: Choi Min-sik, Yu Ji-tae, Kang Hye-jeong
- Regisseur(e): Park Chan-wook
- Komponist: Shim Hyeon-jeong, Lee Ji-su, Choi Sung-hyeon
- Format: Dolby, DTS, PAL, Special Edition, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Koreanisch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: EMS GmbH
- Erscheinungstermin: 3. März 2005
- Produktionsjahr: 2003
- Spieldauer: 115 Minuten
Cheol-woong Park
* „Es heißt die Menschen kriegen nur Angst, weil sie zu viel Fantasie haben. Also versuch doch einfach dir nichts vorzustellen, dann kannst du ganz bestimmt tapfer sein.“
Lee Woo-jin
* „Egal, ob ein Sandkorn oder ein Stein. Im Wasser sinken sie beide.“
Mi-do
* „Ameisen sind immer in einer Gruppe unterwegs, darum müssen Menschen, die wirklich einsam sind, immer an Ameisen denken.“
Oh Dae-su
* „Ich werde deinen Körper zermalmen! Nicht eine Faser deines Körpers wird zu finden sein, nirgendwo auf dieser Welt! Warum? Weil ich jede Faser zerkaut haben werde!“
* „Lache, und die ganze Welt lacht mit dir. Weine, und du weinst allein.“
Wikipedia
Filmstarts
IMDB
Schnitt
Fünf Film Freunde

Requiem for a dream
Aus der Amazon.de-Redaktion
Requiem for a Dream ist mit seinen Schocktechniken und seinem Sounddesign ein erbarmungsloser Angriff auf die Sinne und handelt von nichts Geringerem als der systematischen Zerstörung der Hoffnung. Basierend auf dem Roman von Hubert Selby Jr. und adaptiert von Selby selbst und Regisseur Darren Aronofsky, ist dies ohne Frage einer der effektivsten Filme über die Erfahrung der Drogensucht (sowohl was die Euphorie als auch was den Albtraum angeht), die je gedreht wurden.Nur wenige würden bestreiten, dass Aronofsky — nach seinem Durchbruch mit dem Film Pi — das Medium Film zu einem beunruhigenden Extrem hinbewegt, indem er den konventionellen Erzählstil in die Panikzone von traumatisierten Psychen und durch chemischen Missbrauchs an ihre äußersten Grenzen gedrängten Körper verlagert. Requiem for a Dream als eine Geschichte mit Moral zu bezeichnen, wäre zu einfach. Es ist vielmehr eine Tour durch die Hölle, mit Aronofsky als kühnem und schonungslosem Führer.
Der Film dreht sich um ein Quartett verlorener Seelen, aber es ist in erster Linie Ellen Burstyn — in einer schonungslosen und beachtenswerten Darbietung — die die absteigende Spirale des Drogenmissbrauchs am schrecklichsten verkörpert. In der Rolle der einsamen Witwe Sara Goldfarb setzt sie all ihre Träume in eine absurde Selbsthilfe-TV-Gameshow und traktiert ihren Körper mit Diätpillen und Kaffee, während ihr Sohn Harry (Jared Leto) zusammen mit seinem besten Freund Tyrone (Marlon Wayans) und seiner Freundin Marion (Jennifer Connelly) an der Nadel hängt. Sie steuern mit unterschiedlichem Tempo dem Wahnsinn entgegen, und Aronofsky verfolgt diesen bedrückenden Prozess, indem er deren tödliche Routinen endlos wiederholt. In einer der denkwürdigsten Szenen des Films fühlt sich Sara — gequält durch das selbst auferlegte Regiment ihrer Ernährungsgewohnheiten — sogar von einem fleischfressenden Kühlschrank bedroht.
Und dennoch — was will uns der Film letztendlich sagen? Erzählt uns Aronofsky irgendetwas, was wir noch nicht wissen? Requiem for a Dream ist ein beachtenswerter Film, aber ihn sich ein zweites Mal anzuschauen dürfte schon den Tatbestand des Masochismus erfüllen.
Der Film ist absolut überflüssig und Zeitverschwendung- ja, Drogen sind schlecht bzw. ihre Einnahme ist nicht gesundheitsfördern. Und ja, viele sind süchtig ohne es zu wissen – und?
Im Westen nichts Neues.
Dazu kommen anstatt von den üblichen 600-700 Schnitten / Film laut Wikipedia 2000, die den Fim sehr hektisch erscheinen lassen.
- Darsteller: Ellen Burstyn, Jennifer Connelly, Jared Leto
- Regisseur(e): Darren Aronofsky
- Komponist: Clint Mansell
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Highlight
- Erscheinungstermin: 4. Februar 2003
- Produktionsjahr: 2000
- Spieldauer: 97 Minuten
Aus Mangel an Beweisen
VideoMarkt
Staatsanwalt Rusty Sabich hat nur wenig Zeit, einen Schock zu verdauen: Seine geheime Geliebte Carolyn ist Opfer eines Mordes geworden. Ehrgeizige Feinde finden Beweise, die Sabich zum Hauptverdächtigen machen. Oberstaatsanwalt Horgan läßt Rusty aus Angst vor politischen Konsequenzen suspendieren; die Affäre gefährdet auch Rustys Ehe, dennoch stellt sich seine Frau auf seine Seite. Mit Hilfe eines Detektivs und des Rechtsanwalts Stern kann Sabich ein Komplott aufdecken, an dem seine berechnende Geliebte und Richter Lyttle beteiligt waren. Rusty wird aus Mangel an Beweisen freigelassen – doch der Mörder ist damit nicht gefunden.
Der Film war wesentlich besser als das Buch, wobei es sich auch beim ihm durchweg um solide Durchschnittskost handelt. Während man beim Buch aber noch mitraten kann (und dem aufmerksamen Leser eigentlich die Lösung unter die Nase gerieben wird), entfällt dieses beim Film und man sieht einen sehr mäßigen Gerichtsfilm.
Fazit:
Muß man nicht gesehen haben.
- Darsteller: Harrison Ford, Brian Dennehy, Raul Julia
- Regisseur(e): Alan J. Pakula
- Komponist: John Williams
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Surround), Englisch (Dolby Surround), Spanisch (Dolby Surround)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Türkisch, Niederländisch, Schweizerdeutsch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Warner Home Video – DVD
- Erscheinungstermin: 28. Juli 1999
- Produktionsjahr: 1990
- Spieldauer: 122 Minuten

Revanche
Kleinganove Alex (Johannes Krisch) arbeitet in einem Wiener Bordell als Handlanger des Chefs. Seine Liebe zur Prostituierten Tamara (Irina Potapenko) hält er geheim. Um sie von ihren Schulden zu befreien und seinen eigenen lästigen Job loszuwerden, fasst er den Plan, eine Volksbank zu überfallen. Als zufällig ein Polizist (Andreas Lust) vorbeikommt, eskaliert die Situation: Der Beamte schießt auf das flüchtende Fahrzeug und verletzt Tamara tödlich. Alex zieht sich verzweifelt auf den Hof seines Großvaters zurück. Dort entdeckt er, dass der Polizist mit seiner Frau in unmittelbarer Nachbarschaft lebt…
Der Film wurde im Dietzenbacher D-Kino im Rahmen der *Schwarzen Reihe* gezeigt und mit dem klassischen Noir hat er gar nichts zu tun. Ich fand den Film grottenlangweilig und war froh, als er endlich zu Ende war – es passiert nichts richtig, die Bilder sind mir zu realistisch und das Ende hat mit Noir auch nichts zu tun.
Der Film schlägt mehrmals scharfe Wendungen. So sorgt das nahezu perfekt konstruierte Drehbuch stets für gelungene Überraschungen.
Diese Einschätzung kann ich kann ich gar nicht teilen, ich fand die Handlung sehr vorhersehbar.
Das einzige Manko ist die Wiederholung bestimmter Motive: So hilft Alex seinem Großvater beim Holzhacken, was die unstillbare Wut des Bankräubers darstellen soll. Dies einige Male anzudeuten, wäre verständlich gewesen. Es jedoch mit aller Macht zu einem zentralen Motiv aufzubauschen, trübt den starken Gesamteindruck allerdings ein wenig. Auf einige derartige Szenen hätte gewinnbringend verzichtet werden dürfen.
Über die gesamte Spielzeit von etwa zwei Stunden wird dem Zuschauer praktisch keine musikalische Untermalung vorgesetzt. Kameramann Martin Gschlacht hat außerdem ein Faible für ruhige Bilder und eine statische Kamera. Dabei wählt er die Bildausschnitte stets so geschickt, dass der Zuschauer voll ins Geschehen reingezogen wird.
Genau das macht den Film letztendlich langweilig, keine Ahnung, wie er eine Oscar-Nominierung bekommen konnte.
Den haben wir uns gestern angesehen.
Ich war ziemlich enttäuscht. Die Story weckte mein Interesse und wirkte beim Lesen im Internet spannend und interessant. Ist sie aber nicht. Sie ist langweilig und fad und die erste Stunde habe ich nur gerätselt, was mir dieser Film sagen will.
Einzig das Milieu ist aus meiner Sicht realitätsnah geschildert und die Hilflosigkeit und Depression der einzelnen Figuren kommt auch durchaus gut durch, trotzdem ließ uns der Film total unbefriedigt und gelangweilt zurück.
Aus meiner Sicht wurde da eine wirklich richtig gute Idee gnadenlos kaputt gefilmt.
Ganz furchtbar fand ich eine der trotz der Thematik recht spärlichen Sexszenen, sorry aber wer so Sex hat, sollte seine Form der Befriedigung wirklich noch mal neu überdenken…
Das war aus meiner Sicht echt nichts, werde ihn spätestens nächste Woche schon wieder vergessen haben.

12 Uhr mittags
Will Kane, verdienstvoller und beliebter Town Marshal (dem Amt des Sheriffs verwandt) der Kleinstadt Hadleyville, hat gerade die Quäkerin Amy geheiratet und ihr zuliebe seinen Posten aufgegeben, als er die Nachricht erhält, dass der Bandit Frank Miller, den Kane fünf Jahre zuvor ins Gefängnis gebracht hatte, nach seiner Begnadigung mit dem 12-Uhr-Zug in die Stadt kommen werde, um sich zu rächen. Da sich bereits drei Mitglieder der Miller-Bande am Bahnhof aufhalten, wird Kane von den anwesenden Hochzeitsgästen gedrängt, die Stadt schneller als geplant zu verlassen, obwohl der neue Marshal erst am nächsten Tag erwartet wird.
Der Film war der beste Western, den ich je gesehen habe und das sind doch immerhin einige gewesen, alleine der gedanke, 50 Jahre vor 24 in Realzeit zu drehen, muß damals bahnbrechend gewesen sein.
Rechte Kräfte fanden den Film „unamerikanisch“ und den Sheriff Will Kane (Gary Cooper) zu verweichlicht und verbittert, angeblich drehten Howard Hawks und John Wayne 1959 „Rio Bravo“ daher als Antwort auf „High Noon“.
Die amerikanische Linke hingegen identifizierte sich mit dem von der Gemeinschaft (aus Angst) im Stich gelassenen Kane. Als eine Art Parabel auf die Kommunistenhetze war der Film wohl auch gemeint.
Der Film ist in seiner Aussage, dass letztendlich jeder für sich selbst einstehen muß und sich jeder selbst auf beste Freunde nicht mehr verlassen kann, tieftraurig, aber wahr.
High Noon zählt auch heute noch unter Kritikern zu den besten Filmen aller Zeiten. In der IMDb ist er seit Erstellen der Liste der Top 250 Filme ständig vertreten. Das American Film Institute wählte ihn auf der Liste der 100 wichtigsten Filme der letzten 100 Jahre auf Platz 33. 1989 erfolgte die Aufnahme in das „National Film Registry“ der Library of Congress (USA). In diesem Archiv werden nur Filme aufgenommen, die als kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutend und damit für die Nachwelt besonders erhaltenswert eingestuft worden sind.
Joe Hembus nennt den Film einen „guten Western, der eine hohe Meinung von seinen eigenen Qualitäten hat.“ Die oft zitierten formalen Besonderheiten des in Echtzeit erzählten Films wie die wiederkehrenden Schnitte auf die Eisenbahnschienen und auf die Uhr erwiesen sich als „aufdringliche Banalitäten“.[13]
Der film-dienst dagegen zeigte sich weitaus begeisterter:
„Zinnemanns ‚psychologischer‘ Western bereicherte das Genre nicht nur um neue dramaturgische Raffinessen (die Einheit von Ort und Zeit ist virtuos zur Spannungssteigerung genutzt) und um den damals noch ungewohnten Typus des ‚gebrochenen‘ Helden, der an seinem Auftrag zweifelt, sondern verschärfte auch die moralischen Aspekte der Fabel. Über seinen filmhistorischen Wert hinaus stellt der populärste und meistausgezeichnete Film der 1950er Jahre eine bittere Abrechnung mit der McCarthy-Ära dar. Der Drehbuchautor Carl Foreman war 1951 auf die ‚Schwarze Liste‘ des Kommunistenjägers geraten und hat in dem Stoff eigene Erfahrungen verarbeitet.“
Direkt nach der Premiere urteilte die New York Times:
„Ungefähr alle fünf Jahre kommt jemand – jemand mit Talent und Geschmack sowie vollem Verständnis für die Legende und viel Poesie in seiner Seele – der eine Handvoll Klischees aus der reichgefüllten Sagenwelt des Westerns nimmt und sie zu einem packenden, inspirierenden Kunstwerk innerhalb dieses Genres verwandelt. Solch eine seltene und aufregende Leistung stellt Stanley Kramers Produktion ‚High Noon‘ dar. […] ‚High Noon‘ ist ein Western, der ‚Stagecoach‘ im Wettbewerb um die Meisterschaft aller Zeiten herausfordert.“ ““
– Bosley Crowther, New York Times[14]
F.M. Helmke betont die formale und inhaltliche Eigenständigkeit des Films:
„[E]in Film, der die Maßstäbe setzte für jeden Plot, in dem die voranschreitende Zeit der größte Feind des Protagonisten ist, der das klassische Western-Duell zu seiner Essenz hochstilisierte, und der sich gleichzeitig deutlich und überzeugt von den Normen seines Genres entfernte.“
– F.M. Helmke, Filmzentrale
Und Ulrich Behrens ergänzt:
„‚High Noon‘ ist in jeder Hinsicht ein Ausnahme-Western. Wir sehen keine blühenden Landschaften eines glorifizierten Westens und glorifizierenden Westerns, keine furchtlosen Helden ohne Schwächen, keine lustigen Nester, keine ‚typisch‘ amerikanische Nach-Siedler-Generationen, die sich in Furchtlosigkeit vor den Gefahren zusammenschweißt und ihre Führer (längst) auserwählt (hat). […] Düsterer kann man einen Western kaum drehen. Düsterer kann man aber vor allem kaum eine Atmosphäre einfangen, in der sich unter der brüchigen Oberfläche von vermeintlicher Ehre und Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Gemeinschaft, Mut und Entschlossenheit etwas ganz anderes offenbart: Feigheit, Egoismus und letztlich auch Verrat.“
– Ulrich Behrens, Filmzentrale
# Darsteller: Gary Cooper, Grace Kelly, Thomas Mitchell
# Regisseur(e): Fred Zinnemann
# Komponist: Dimitri Tiomkin
# Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
# Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
# Untertitel: Deutsch
# Region: Region 2
# Bildseitenformat: 4:3
# FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
# Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
# Erscheinungstermin: 1. November 1999
# Produktionsjahr: 1952
# Spieldauer: 80 Minuten

Mitternacht im Garten von Gut und Böse
Jim Williams, ein Millionär aus kleinen Verhältnissen, Kunstsammler, Antiquitätenhändler und Lebemann, lebt in Savannah und organisiert in seinem Haus ausgefallene Partys. Der New Yorker Journalist John Kelso, der für das Magazin Town & Country über die Weihnachtsparty von Williams berichten soll, ist von diesem fasziniert. Auf der Party wird Kelso Zeuge einer Szene zwischen Williams und dessen Liebhaber Billy Carl Hanson. Noch in der gleichen Nacht wird Hanson in Williams’ Haus erschossen.
Kelso recherchiert, um ein Buch über den Fall zu schreiben. Williams wird des Mordes verdächtigt und nimmt Kelso zu einer mitternächtlichen Voodoo-Sitzung auf einem Friedhof mit, bevor gegen ihn Anklage erhoben und er verhaftet wird. Der Anwalt von Williams hofft, dass Kelso für Publicity sorgen und den Ausgang des Prozesses beeinflussen könnte.
Kelso lernt Minerva und die Drag Queen Lady Chablis kennen. Er hält Lady Chablis zuerst für eine Frau – bis sie offenbart, dass ihr wahrer Name Frank ist. Sie trifft ihn mehrmals und vermittelt ihm weitere Kontakte. Kelso erhält Einblick in das Leben der Gesellschaft Savannahs.
Es stellt sich heraus, dass Williams Hanson erschossen hat. Williams stirbt an einem Herzinfarkt.
Gepflegte Langeweile – da kann man den Film am besten beschreiben. Die Bilder sind großartig, die Figuren durchgehend skuril, aber man fragt sich ständig: Wann geht es endlich los? – Leider niemals richtig. Das einzig verwunderliche an dem Film ist John Cusacks unglaublich dummer Gesichtsausdruck, welcher wohl Staunen suggerieren soll.
Fazit:
Tolle Aufnahmen, skurile Charaktere, aber vorsehbare, langweilige Geschichte.
- Darsteller: Kevin Spacey, John Cusack, Jack Thompson
- Regisseur(e): Clint Eastwood
- Komponist: Lennie Niehaus
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Niederländisch, Isländisch, Italienisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 1.85:1
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Warner Home Video – DVD
- Erscheinungstermin: 27. Januar 1999
- Produktionsjahr: 1997
- Spieldauer: 149 Minuten

