Archiv für die Kategorie ‘Thriller’
13 Rue Madeleine
Acht Blickwinkel
Im spanischen Salamanca ratifizieren 150 Staaten auf Initiative der USA ein Abkommen zur Terrorbekämpfung. Doch bei einer öffentlichen Kundgebung mit Volksfest-Charakter passiert das Unfassbare. Der amerikanische Präsident Ashton (William Hurt) wird von zwei Schüssen niedergestreckt und die Stadt kurze Zeit später von zwei Explosionen erschüttert. Die erste Bombe detoniert abseits des Politgipfels und scheint das eigentliche Ziel verfehlt zu haben, doch die zweite zerfetzt die Tribüne, auf dem sich eben noch die Staatsmänner aus aller Welt die Klinke in die Hand gaben. Panisch fliegen die Überlebenden des Anschlags vom Ort des Geschehens. Und in mitten des vorherrschenden Chaos versuchen die beiden Secret-Service-Agenten Thomas Barnes (Dennis Quaid) und Kent Taylor (Matthew Fox) die Attentäter ausfindig zu machen.
Der Film hätte richtig gut sein können, was leider in der ganzen Action untergeht. Ich habe wirklich gut aufgepasst, aber mir ist immer noch nicht klar, wie der ganze Anschlag abgelaufen ist, welche Funktion der Personenschützer des Bürgermeisters hatte ect., es gab einfach zuviele Personen, welche ich in der Geschwindigkeit nicht unterbringen konnte. Schade – ich mag Bücher / Filme, welche aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt werden.
Fazit:
Leider verschenktes Potential.
- Darsteller: Dennis Quaid, Matthew Fox, Forest Whitaker
- Regisseur(e): Pete Travis
- Komponist: Atli Örvarsson
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Sony Pictures Home Entertainment
- Erscheinungstermin: 21. August 2008
- Produktionsjahr: 2007
- Spieldauer: 86 Minuten

Zodiac
Im Dezember 1968 wird Mary Boucher wie auch ihr Freund Michael Newman im kalifornischen Vallejo erschossen. Auf den Fall wird der junge Inspektor Matt Parrish angesetzt, der trotz aller Bemühungen keinen Verdächtigen liefern kann.
Als im Juni 1969 der nächste Mord an der jungen Gina Chambers geschieht, setzt Matt alles daran, den Mörder zur Strecke zu bringen, selbst wenn das Familienleben durch seinen Übereifer darunter leidet. Matts zwölfjähriger Sohn Johnny versucht auf seine Weise den Täter zu fangen und widmet sich, wie sein Vater, mit Detailliebe dem Verbrechen. Der Junge sammelt Zeitungsberichte und versucht sich in die Psyche des Täters hinein zu denken.
Der Mörder, der sich bald darauf Zodiac-Killer nennt, schickt Bekennerbriefe an Zeitungen und droht mit weiteren Morden im Großraum um Vallejo. Auch schickt er einen seltsamen Code mit den Briefen, hinter dessen Entschlüsselung die Identität des Verbrechers steht. Doch der Code entpuppt sich als Falle.
Wikipedia zum Film
Der Film war einfach genial, auch wenn man weiß, dass die Killer zumindest im Film nicht gefangen wird und ein weiterer Beweis, dass ein Film nicht blutig sein muß, um einen zu fesseln. Bei mir wirkt er durchaus nach – wer war es nun wirklich? In der Kellerszene mit dem Organisten hatte ich Angst, oder war es vielleicht doch Lee? Ich habe während des Film auf eine gewisse Weise den Karikaturisten des San Francisco Chronicle und späteren Buchautors (Rezi ) beneidet, wie muß es wohl sein eine Aufgabe zu haben, für die man wirklich lebt? Sicherlich ist es unheimlich einen Serienmörder zu jagen, aber es ist eine Sache, der man sich widmen kann.
Fazit:
Spannend und tiefgründig – absolut top. Der Film ist perfekt.
„Ich bin der Mörder des Taxifahrers drüben an der Ecke Washington Street und Maple Street gestern Abend, zum Beweis ist hier ein blutgetränktes Stück seines Hemdes. Ich bin derselbe Mann, der die Leute nördlich der Bucht fertiggemacht hat.“ (Brief vom 13. Oktober 1969 und der Fetzen von Stines Hemd)
„ICH BRINGE GERNE LEUTE UM WEIL DAS ECHT SPASS BRINGT ES BRINGT MEHR SPASS ALS DAS WILD IM WALD ZU TÖTEN WEIL DER MENSCH DAS GEFÄHRLICHSTA WILD VON ALLEN IST DAS IST DAS TOLLSTE ERLEBNIS SOGAR NOCH SCHÖNER ALS ES MIT EINEM MÄDCHEN ZU TREIBEN DAS SCHÖNSTE DARAN IST DASE ICH WENN ICH STERBE IM PARADIHS WIEDERGEBOREN WERDE UND DIE ICH ERMORDET HABE WERDEN MEINE SKLAVEN ICH NENNE NICHT MEINEN NAMEN WEIL IHR VERSUCHEN WERDET MEINE SAMMLUNF VON SKLAVEN FÜR DAS JENSEITS ZU VERMINSERN ODER ZU ATOPPEN. EBEORIETEMETHHPITI“ (Der Zodiac war kein Rechtschreibgenie: Übersetzung einer zahlreiche Fehler enthaltenden kodierten Mitteilung des Killers)
„…Ich werde in Zukunft nicht mehr ankündigen, wann ich meine Morde begehe, sie werden wie normale Raubüberfälle aussehen, wie Totschlag im Affekt oder auch wie vorgetäuschte Unfälle usw.…“ (Brief vom 9. November 1969)
Alle Zitate von Filmstarts
Mein Vater, der Zodiac-Killer
Zodiac-Killer (Wikipedia)
Zodiak Killer.com
Metacritic
Filmstarts
- Darsteller: Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards, Robert Downey Jr.
- Regisseur(e): David Fincher
- Komponist: David Shire
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Warner Home Video – DVD
- Erscheinungstermin: 2. Oktober 2007
- Produktionsjahr: 2007
- Spieldauer: 152 Minuten

Die Bourne Identität
Aus der Amazon.de-Redaktion
Frei auf Robert Ludlums Bestseller von 1980 basierend, beginnt Die Bourne Identität rasant und verliert nie an Tempo. Der rätselhafte Plot dreht in Zürich auf, wo der an Amnesie leidende Jason Bourne (Matt Damon), der weder seinen Namen, noch seinen Beruf oder seinen Auftrag kennt, eine mittellose deutsche Touristin (Franka Potente aus Lola rennt) dazu überredet, ihm zu helfen, das rätselhafte Puzzle um seine Identität zu lösen. Nachdem Bournes CIA-Vorgesetzter (Chris Cooper) Killer losschickt, um ihn zu töten und seine fehlgeschlagene Mission zu vertuschen, greift dieser auf seine tödlichen Kenntnisse zurück und hinterlässt auf dem Weg von der Schweiz nach Paris eine Spur von Leichen.Regisseur Doug Liman setzt Ludlums komplexe literarische Vorgabe mit zielsicherem Geschick für Charakterdetails um und verbindet gekonnt die atemberaubende Action mit der sowohl humorvollen als auch erregenden Chemie zwischen Damon und Potente. Bereits 1988 als TV-Film mit Richard Chamberlain verfilmt, profitiert Die Bourne Identität diesmal vom großen Talent zweier aufstrebender Stars und bietet intelligente und massengerechte Unterhaltung von Anfang bis Ende.
Der Film ist einfach nur langweilig und unglaubwürdig – jemand kennt nicht seine Identität, kann aber komplizierte Agententätigkeiten ausführen. Dazu kommt, dass Matt Damon mit seinem Milchgesicht keinerlei Härte ausstrahlt, wie z.B Daniel Craig in Bond.
Mehr als ordentliche Actioneffekte und eine spannende Jagd habe ich nicht erwartet, aber das Ergebnis schlägt einfach alles: Ein Milchbart, dem man den großen Mantel einer gereiften Persönlichkeit überstülpen wollte – und seine Teenie-Braut, an deren Stelle man auch einen Kleiderständer hätte verwenden können. Peinlich, langweilig und so erbärmlich, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit. Wenigstens musste Altmeister Robert Ludlum diese Verhöhnung nicht mehr miterleben.
Der Rezensent hat es erfasst, mehr ist nicht hinzuzufügen. Einzig der Geheimdienst-Koordinator wirkt in dem Machwerk glaubwürdig.
- Darsteller: Matt Damon, Franka Potente, Chris Cooper
- Regisseur(e): Doug Liman
- Komponist: John Powell
- Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 2.35:1
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Universal/DVD
- Erscheinungstermin: 1. Mai 2003
- Produktionsjahr: 2002
- Spieldauer: 114 Minuten

Oldboy
Aus der Amazon.de Redaktion
Atemberaubendes Autorenkino aus Südkorea. Chon-Wook Parks Festivalerfolg Old Boy.Spätestens seit Joint Security Area (2000) ist Chan-Wook Park in seinem Heimatland Südkorea eine Berühmtheit. Der gigantische Erfolg des Films, auch und gerade an der Kinokasse, kam einer Carte Blanche gleich, die der Regisseur wohlbedacht ausspielte. Schon sein darauffolgender Film, Sympathy for Mr. Vengeance, verstörte mit Bildern kaum zu überbietender Grausamkeiten und überraschte durch eine ungemein ökonomisch voranschreitende Rächergeschichte. Auch der in Cannes 2004 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnete Old Boy führt den Zuschauer an der Seite seines Helden durch die Hölle, eine schwer zu ertragende Tour de Force, nichts für Zartbesaitete und dennoch, oder vielleicht gerade deshalb eine Offenbarung.
Der koreanische Geschäftsmann und Familienvater Dae-su (Min-sik Choi) wird von einem Unbekannten, scheinbar grundlos, in ein fensterloses Zimmer gesperrt. Einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Fernseher, über den Dae-Su den Mord an seiner Frau und das Verschwinden seiner Tochter miterlebt. 15 Jahre vergehen, bis der Bedauernswerte auf einem Hochhausdach aus seiner Gefangenschaft erwacht. Ein schier unvorstellbares Martyrium, das jedoch nur den Anfang für einen zynisch-bitteren Rachefeldzug beschreibt.
Es gibt Bilder in Old Boy, die man sein Leben lang schwer vergessen wird. Etwa die Fangarme des sich windenden Tintenfischs den Dae-Su kurz nach seiner „Freilassung“ lebend verschlingt, die sich im Todeskampf an dessen Mund- und Nasenhöhlen klammern und die in ihrem Bestreben recht anschaulich die Qualität des Films beschreiben; dessen stoische Unnachgiebigkeit, die wilde Inszenierungswut, den Willen aufs Ganze zu gehen, auf Leben und Tod. Old Boy ist alles andere als Unterhaltungskino, kein Eskapismus, kein zuckersüßes Happy-End. Im Gegenteil: der Film ist eine Zumutung, im positiven Sinn, beinahe eine Vergewaltigung insofern er dem Betrachter die Auseinandersetzung mit dem Gesehenen aufzwingt. Man kann den Film als Allegorie sehen, auf eine Gesellschaft, der kaum Zeit blieb sich zu entwickeln, die unversehens im Turbokapitalismus gelandet ist, ohne wirklich zu wissen wie ihr geschah. Unter dem Strich, hinter der Fassade der coolen Bilder, hinter der atemberaubenden Beschleunigung um den Kern der Geschichte, bleibt eine verstörende Wahrheit, die sich über die Figuren auf ihren Ausgangspunkt zurückführen läßt und deren Banalität darin besteht, was Menschen bereit sind einander zuzufügen. Thomas Reuthebuch
Ein grauenvoller Film, ein einziger Alptraum.
Eigentlich ist die Geschichte sehr intelligent aufgebaut und sie hätte anders auch gar nicht entwickelt werden können. Was mich gestört hat war die explizite Grausamkeit – als ein lebendiger Tintenfisch verspeist wurde, mußte ich mich übergeben, ich muß nicht en Detail sehen, wie jemanden die Zähne / Zunge rausgerissen werden.
Wäre er so so furchbar brutal, hätte ich mich dafür begeistern können, aber die Aussage – Wie weit kann Rache gehen? – wird für mich total überkleistert.
Fazit:
Ohne die detailierten Gewanltszenen wäre es ein extrem guter Film gewesen.
- Darsteller: Choi Min-sik, Yu Ji-tae, Kang Hye-jeong
- Regisseur(e): Park Chan-wook
- Komponist: Shim Hyeon-jeong, Lee Ji-su, Choi Sung-hyeon
- Format: Dolby, DTS, PAL, Special Edition, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Koreanisch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: EMS GmbH
- Erscheinungstermin: 3. März 2005
- Produktionsjahr: 2003
- Spieldauer: 115 Minuten
Cheol-woong Park
* „Es heißt die Menschen kriegen nur Angst, weil sie zu viel Fantasie haben. Also versuch doch einfach dir nichts vorzustellen, dann kannst du ganz bestimmt tapfer sein.“
Lee Woo-jin
* „Egal, ob ein Sandkorn oder ein Stein. Im Wasser sinken sie beide.“
Mi-do
* „Ameisen sind immer in einer Gruppe unterwegs, darum müssen Menschen, die wirklich einsam sind, immer an Ameisen denken.“
Oh Dae-su
* „Ich werde deinen Körper zermalmen! Nicht eine Faser deines Körpers wird zu finden sein, nirgendwo auf dieser Welt! Warum? Weil ich jede Faser zerkaut haben werde!“
* „Lache, und die ganze Welt lacht mit dir. Weine, und du weinst allein.“
Wikipedia
Filmstarts
IMDB
Schnitt
Fünf Film Freunde

Memento
Hinweis: Aufgrund der Vermischung von chronologisch rückwärts und vorwärts zusammenhängenden (linearen) Szenen weicht die Kette von Ereignissen im Film von der hier dargestellten ab. Die Unterschiede sind gekennzeichnet.
Der Film beginnt mit einer rückwärts ablaufenden Farbszene, in der man sieht, wie Leonard Teddy erschießt und dann ein Foto von der Leiche macht. Als Leonard das komplett entwickelte Polaroid in der Hand schüttelt, löst es sich langsam zu einem leeren Fotopapier auf, da diese spezielle Szene rückwärts abläuft.
Der Film springt dann zum chronologischen Beginn der Geschichte – eine Schwarzweiß-Szene, in der Leonard in einem Motel aufwacht und ein Telefongespräch mit einem unbekannten Anrufer führt. Leonard erzählt dem Anrufer die Geschichte von Sammy Jankis. Sammy litt an anterograder Amnesie, wodurch er keine neuen Erinnerungen mehr speichern konnte. Zu dieser Zeit war Leonard Ermittler für Versicherungsbetrug, dessen Aufgabe es war herauszufinden, ob Sammys Zustand einer physischen Verletzung entsprang und somit von seiner Versicherung abgedeckt war. Nach mehreren Tests folgerte Leonard, dass Sammys Zustand psychologischer Art war; sein Versicherungsanspruch wurde daraufhin abgewiesen. Sammys Frau, Diabetikerin und überzeugt davon, dass Sammy durch einen ausreichend starken Anlass aus seinem Zustand „herausgeschockt“ werden könnte, brachte ihn dazu, ihr mehrfach eine Insulinspritze zu geben. Sie starb, nachdem er ihr unwissentlich eine tödliche Überdosis verabreicht hatte, und Sammy wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Wenn man allerdings die Szene mit Sammy in der Klinik genau ansieht, so sieht man, dass eine Person an ihm vorbei geht. Anstatt Sammy sieht man kurz Leonard im Stuhl sitzen, dann endet die Szene.
Leonard erzählt dem Anrufer auch, wie seine Frau starb. Eines Nachts brachen zwei Männer in sein Haus ein und vergewaltigten und ermordeten seine Frau. Leonard erschoss einen Eindringling, wurde dann aber von dem zweiten Mann hinterrücks niedergeschlagen. Durch seine Kopfverletzung bekam er anterograde Amnesie – seine letzte Erinnerung ist der Anblick seiner sterbenden Frau auf dem Badezimmerboden. Leonard ist entschlossen, den zweiten Einbrecher zu finden und den Tod seiner Frau zu rächen. Er entwickelt ein System aus Polaroids, Notizen an sich selbst und Tätowierungen von wichtigen Fakten, um sein fehlendes Kurzzeitgedächtnis auszugleichen. Einer der wenigen Hinweise auf die Identität des zweiten Einbrechers ist eine Tätowierung mit dem Namen „John G.“. Der mysteriöse Anrufer erzählt Leonard, dass der Mörder, ein Drogendealer, sich in einem verlassenen Gebäude aufhält. Leonard fährt zu dem alten Gebäude und tötet einen Mann namens Jimmy Grants. An dieser Stelle des Films wird die Schwarzweiß-Szene zur letzten (aber chronologisch ersten) Farbszene.
Einige Minuten später kommt Teddy an und Leonard findet heraus, dass er benutzt wurde. Jimmy Grants war lediglich ein lokaler Drogendealer und hatte nichts mit dem Mord an Leonards Frau zu tun. Im eigentlichen Höhepunkt des Films wird Leonard von Teddy eröffnet, dass seine Frau den Angriff überlebte und erst später an einer Überdosis Insulin – verabreicht durch Leonard – starb. Laut Teddy war Sammy Jankis ein unverheirateter Betrüger. Leonard beharrt darauf, dass Teddy lügt, ist sich aber unsicher. Teddy behauptet, ein Polizeibeamter zu sein, der Leonard aus Mitleid half, den wahren John G. zu finden und zu töten – bereits mehr als ein Jahr zuvor. Doch Leonard vergaß, dass er seine Rache hatte, und begann erneut damit, nach John G. zu suchen. Teddy gibt auch zu, Leonard dahingehend manipuliert zu haben, Jimmy für die 200.000 $ zu töten, die dieser in seinem Auto hat, von denen Leonard die Hälfte abbekommen soll.
Bevor Leonard Teddys Enthüllungen vergessen kann, richtet er sich darauf ein, Teddy zu töten. Er notiert dessen Nummernschild und schreibt eine Notiz, sich diese Information tätowieren zu lassen. Leonard nimmt Jimmys Kleidung und Auto, lässt Teddy zurück und fährt zu einem Tattooshop (die letzte Szene des Films). Dort findet Leonard eine Notiz von Jimmys Freundin, Natalie, in seiner Tasche. Da er bereits vergessen hat, dass er die Kleidung von Jimmy Grants trägt, denkt er, die Notiz sei für ihn bestimmt. Er fährt zu der Bar, in der sie arbeitet, trifft sich mit ihr und erzählt ihr von seinem Zustand. Natalie bietet ihm ihre Hilfe an, betrügt ihn aber später und führt ihn dazu, einen Mann namens Dodd zu bedrohen, der Natalie wegen des Geldes von Jimmys Drogengeschäften belästigt hat. Nach einigen Schwierigkeiten zwingt Leonard Dodd dazu, die Stadt zu verlassen.
Als Natalie erfährt, dass Dodd fort ist, lässt sie für Leonard das Nummernschild von seiner Tätowierung prüfen. Sie gibt ihm eine Führerscheinkopie des Wagenbesitzers, und Leonard vergleicht die Kopie mit seinem Foto von Teddy, dessen wahrer Name John Edward Gammell ist – „John G.“. Leonard schließt daraus, dass Teddy der Vergewaltiger und Mörder seiner Frau ist. Er bringt Teddy zu dem verlassenen Gebäude, in dem er Jimmy Grants vor einigen Tagen ermordet hat, und (wie in der ersten Szene gezeigt) erschießt ihn. Leonard macht ein Foto der Leiche.
Der Film verfolgt zwei Erzählstränge: Zum einen wird die eigentliche Geschichte des Films erzählt. Damit der Zuschauer wie der Protagonist Leonard Shelby das Gefühl, sich nicht zu erinnern, selbst erfahren kann, laufen die farbigen Szenen chronologisch rückwärts ab. Man befindet sich damit permanent in einer Handlung, ohne deren Vorgeschichte zu kennen, wodurch es erschwert wird, das Gesehene zu ordnen und in Bezug zu setzen. Zum anderen werden Geschehnisse unmittelbar vor dieser Handlung gezeigt. Die dazugehörigen Szenen sind schwarz-weiß, laufen chronologisch vorwärts und über den ganzen Film verteilt.
In der nebenstehende Skizze kennzeichnen die Pfeile die abwechselne Anordnung der farbigen und schwarz-weißen Spielszenen im Film, während sich die zugrundelegende Handlung chronlogisch von links nach rechts entwickelt.
Ich hätte nie gedacht, dass ein Film, der am Ende beginnt, so spannend sein kann. Vom Aufbau erinnerte er sehr stark an das Spiel Overclocked, welches ebenfalls rückwärts abläuft und von Gedächnisverlust handelt.
Was den Film so fazinierend macht ist die Frage, wie Wirklichkeit konstruiert wird. Dadurch, dass die Hauptperson sich nicht erinnern kann, hält er die Richtigen für seine Feinde und die Feinde für Freunde. Sicherlich ist das ein Extrembeispiel, führt aber vor Augen, dass man die eigene Wirklichkeit immer wieder hinterfragen sollte.
Fazit:
Einer der besten Filme der letzten Zeit.
Für all die, die nach dem Film die verschiedenen Szenen immer noch nicht sortiert bekommen haben oder den Film noch besser verstehen wollen, will ich auf das versteckte Easteregg verweisen, das lässt die Szenen in chronologischer Reihenfolge ablaufen. Hierzu steuert man im Hauptmenü mit den Pfeil-Tasten auf Filmstarten und drückt dann zweimal nach rechts, jetzt sollte das Wort MEMENTO hervorgehoben sein, das man nur noch bestätigt (!!! Das Feature ist nur bei der Doppel- DVD zu finden !!!)
Kritik bei Lovefilm, ich habe den Film allerdings im Orginal gesehen und vermute, dass er so auch mehr Spaß macht.
- Darsteller: Carrie-Anne Moss, Guy Pearce
- Regisseur(e): Christopher Nolan
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
- Sprache: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 2.35:1
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Columbia Tristar Home Video
- Erscheinungstermin: 9. Juli 2002
- Produktionsjahr: 2000
- Spieldauer: 109 Minuten

James Bond 007 – Ein Quantum Trost
Nach dem Verrat von Vesper Lynd und ihrem gewaltsamen Tod hat James Bond seine letzte Mission noch nicht abgeschlossen. Bei einem Verhör offenbart Mr. White, dass die Organisation Quantum, die hinter Vespers Tod steht, komplexer und größer ist als vermutet. Die Spuren eines Verräters aus eigenen Reihen bringen Bond nach Haiti, wo er die geheimnisvolle Camille kennenlernt, die die Doppel-Null wiederum zu dem Geschäftsmann Dominic Greene führt. Der entpuppt sich als große Nummer bei Quantum und hat vor, mit Hilfe seiner Verbindungen das Regime eines lateinamerikanischen Landes zu entmachten und selbst die Kontrolle zu übernehmen.
Am Anfang war der Film mir zu actionreich, danach gab sich das aber, ohne langweilig zu werden. Die Figur des James Bond ist hart, zynisch und findet in Daniel Craig den idealen Schauspieler – für mich bleibt er der beste Bond-Darsteller aller Zeiten. Er ist kein Schönling, aber genau das macht ihn so attraktiv.
Die Figur des 007 hat sich in ihrem 22. Kinoauftritt mehr gewandelt denn je. Aus dem ironischen Gentleman-Agenten mit einem unglaublichen Schlag bei Frauen ist eine eiskalte Drecksau geworden. Er verzieht keine Miene, säuft sich durch den Tag und rotzt zynische Oneliner raus – und ist bei all der Härte nicht einmal übermäßig sympathisch. Craig offenbart auch bei seinem zweiten Einsatz als James Bond eine überragende physische Präsenz. Er hat seinen Stil nun endgültig gefunden. Sein 007 ist hart, egoistisch und absolut kompromisslos, aber auch verletzlich und angreifbar. Er ist ein skrupelloser Killer, der sich brutal allem entledigt, was sich ihm bei seiner persönlichen Vendetta in den Weg stellt.
Einzig, dass Bond jeden in dem Film tötet, der dem MI6 in durch Aussagen weiterhelfen könnte, fand ich sehr unglaubwürdig.
Ein ebenso grimmiger wie großartiger Film.

James Bond 007 – Casino Royale
Der für Terroristen arbeitende Börsenspekulant Le Chiffre ist gezwungen, in der Spielbank Casino Royale in Montenegro um einen hohen Geldbetrag zu spielen, um für seine Organisation verlorenes Geld seiner Kunden zurückzugewinnen. Er verlor dieses Geld in Folge eines misslungenen Terroranschlages mit gleichzeitiger Börsenspekulation. Als der MI6 davon erfährt, wird Bond beauftragt, seinen Plan zu vereiteln. Hilfe erhält Bond von Vesper Lynd, einer Mitarbeiterin des Schatzamtes, mit der er ein intimes Verhältnis eingeht.
Wikipedia
Als Daniel Craig als neuer Bond vorgestellt worden ist, mochte ihn nicht. Er wirkte auf Fotos wie ein Weichei, das eher eine warme Wolldecke als einen Revolver brauchen könnte.
Weit gefehlt, das ist der härteste Bond, den ich bis jetzt gesehen habe (Folterszenen ect.). Leider ist es auch ein bißchen viel Action, die alten Bond – Filme wirkten auf mich ruhiger.
Daniel Craig ist hart, kantig, sportlich und machmal sogar lässig-zynisch. Diesem Mann nimmt man den harten Hund ab. Es geht hier nicht – wie bei den Vorgängern – um die Frage, ob er in der Lage ist, die Action glaubwürdig rüberzubringen, sondern vielmehr darum, ob der Neue die anderen Qualitäten, die James Bond ausmachen, darstellen kann, nämlich Stil, Eleganz und Coolness. Und er kann. Craig muss den Vergleich mit seinen Vorgängern nicht scheuen. Im Gegenteil. Dieser Film wäre mit Brosnan kaum möglich gewesen.
Stimmt, Craig ist für mich der beste Bond aller Zeiten – so kann man sich täuschen
Der Film öffnet ungewohnt. Wo ist die berühmte „Gunbarrel“-Sequenz? Warum ist alles schwarz-weiß? Zunächst macht sich Verunsicherung beim Bond-Kenner breit. Völlig unbegründet. In der Eröffnungssequenz wird gezeigt, wie der junge Commander James Bond (Daniel Craig) sich seine Meriten für die Doppel-Null-Abteilung des MI6 verdient: durch zwei reinrassige Auftragsmorde. Das ist nicht der Bond, den wir bis jetzt kannten. Nichts da mit Gentlemen-Agenten und dergleichen. Es geht sofort hart zur Sache. Schon in den ersten Minuten zeigt sich der raue Grundton, der nun vorherrschen wird: Du bist allein, du hast keine Freunde, du kannst niemandem trauen.

No country for old men
lt;em>1980 in Südwest-Texas: Der einfache Arbeiter Llewelyn Moss (Josh Brolin) lebt mit seiner Frau Carla Jean (Kelly Macdonald) ein bescheidenes Leben in einem Wohnwagenpark. Beim Antilopen jagen in der weiten Prärie stolpert er über ein Massaker. Hier ist offensichtlich ein Drogendeal ganz gewaltig schief gelaufen. Mehrere Leichen liegen verstreut herum, lediglich ein Mexikaner (Chip Love) hat schwer verletzt überlebt. Llewelyn macht keine Anstalten, dem Sterbenden zu helfen. Auch den Pickup-Truck voller Drogen lässt er links liegen, sichert sich stattdessen die 2,4 Millionen Dollar in einem Koffer. Doch dann begeht Llewelyn einen schweren Fehler. Als er sich noch einmal zurück an den Tatort macht, um dem Schwerverletzten Wasser zu bringen, bekommt er unliebsamen Besuch. Fortan machen die Urheber des verpatzten Deals Jagd auf Llewelyn. Ganz besonders unangenehm ist der brutale, völlig skrupellose Profikiller Anton Chigurh (Javier Bardem), dessen Weg im wahrsten Sinne des Wortes Leichen pflastern. Llewelyn steht jedoch nicht ganz allein da. Dorfsheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) weiß, in welcher Gefahr sich der Gejagte befindet und will ihn retten. Doch der Gesetzeshüter trottet den Leichenbergen, die Chigurh überall hinterlässt, stets einen Schritt hinterher…</em> (<a href=“http://filmstarts.de/kritiken/71611-No-Country-For-Old-Men.html“>Filmstarts</a>)
Die ganze Zeit, während ich den Film sah, habe ich die Amerikaner um ihr Land beneidet: Diese unendlichen Weiten, in denen man sich selber im Gegensatz zum beengten Europa (wobei ich Deutschland mit Abstand am schlimmsten finde), sicherlich frei und ungebunden fühlen kann. Dazu kam das breiteste Texanisch, welches man überhaupt sprechen kann, ich war noch nie so dankbar für die Untertitel.
Ansonsten war der Film wirklich spannend. Llewelyn war der reinste Überlebenskünstler, wie er dem Mörder immer wieder entkommt. Aber vielleicht sollte ich auch einfach nicht von mir ausgehen, ich wäre in der Situation komplett überfordert
. Insgesamt ein ein wirklich guter Film.
<a href=“http://www.online-literature.com/yeats/781/“>Sailing to Byzantium</a>
THAT is no country for old men. The young
In one another’s arms, birds in the trees
- Those dying generations – at their song,
The salmon-falls, the mackerel-crowded seas,
Fish, flesh, or fowl, commend all summer long
Whatever is begotten, born, and dies.
Caught in that sensual music all neglect
Monuments of unageing intellect.
An aged man is but a paltry thing,
A tattered coat upon a stick, unless
Soul clap its hands and sing, and louder sing
For every tatter in its mortal dress,
Nor is there singing school but studying
Monuments of its own magnificence;
And therefore I have sailed the seas and come
To the holy city of Byzantium.
O sages standing in God’s holy fire
As in the gold mosaic of a wall,
Come from the holy fire, perne in a gyre,
And be the singing-masters of my soul.
Consume my heart away; sick with desire
And fastened to a dying animal
It knows not what it is; and gather me
Into the artifice of eternity.
Once out of nature I shall never take
My bodily form from any natural thing,
But such a form as Grecian goldsmiths make
Of hammered gold and gold enamelling
To keep a drowsy Emperor awake;
Or set upon a golden bough to sing
To lords and ladies of Byzantium
Of what is past, or passing, or to come.
William Butler Yeats
Tödliche Entscheidung
Top-Buchhalter Andy Hanson (Philip Seymour Hoffman) lebt ein luxuriöses Leben im sündhaft teuren Manhattan, hat eine hübsche Frau (Marisa Tomei) und auch alles andere scheint perfekt zu laufen. Doch unter der makellosen Oberfläche treibt ihn eine böse Spiel- und Heroinsucht um, die trotz bestem Verdienst zu Geldproblemen führt. Die Lösung dieser Misere hat Andy sauber ausgeheckt. Sein kühner Plan sieht vor, das Juwelengeschäft seiner Eltern Charles (Albert Finney) und Nanette (Rosemary Harris) auszurauben, Beute im Wert von 600.000 Dollar abzukassieren und die Versicherung den Schaden für seine Erzeuger ersetzen zu lassen. Erfüllungsgehilfe ist sein chronisch geldklammer Bruder Hank (Ethan Hawke), der den Überfall durchführen soll. Doch der geschiedene Loser, der sehr darunter leidet, dass er nur schwerlich für den Unterhalt seiner Tochter aufkommen kann, bekommt kalte Füße. Anstatt wie verabredet mit einer Spielzeugwaffe in den Laden zu marschieren, heuert er einen Dritten an, um die Tat auszuführen. Das geht gewaltig schief. Der angeworbene Tagedieb Bobby (Brian F. O’Byrne) versaut den Raub kräftig, es kommt zum Schusswechsel mit Nanette, die eigentlich laut Dienstplan gar nicht im Geschäft sein sollte. Das Resultat: ein Blutbad, keine Beute… und jede Menge Probleme, die schnell monströse Ausmaße annehmen…
Ein wirklich großartiger Film von Lumet, an dem mir vor allem die Erzählweise gefallen hat: Aus der Sichtweise der verschiedenen Personen wird zu Geschichte verwoben, die Übergänge sind sehr geschickt. Auch die ständig neuen Komplikationen und zu sehen, wie die ganze Familie immer tiefer in Schwierigkeiten gerät, war fazinierend zu sehen. Einer der wenigen Filme, die ihr Eintrittsgeld wert sind, leider wollten ausser mir nur noch 2 weitere Leute ihn sehen.