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Sinn und Sinnlichkeit (Fernsehen, Dreiteiler)
21:00 Sinn und Sinnlichkeit Im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihres Vaters werden die beiden Schwestern Elinor und Marianne Dashwood aus ihrem elterlichen Haus vertrieben… DETAILS Schließen Meine Wiederholung per E-Mail verschicken ARTE F © Mike Hogan/BBC 2007 Freitag, 6. März 2009 um 21.00 Uhr Wiederholungen: Keine Wiederholungen Sinn und Sinnlichkeit (Grossbritannien, 2007, 50mn) ARTE F Regie: John Alexander Kamera: Sean Bobbitt Musik: Martin Phipps Schnitt: Roy Sharman Darsteller: Anna Madeley, Charity Wakefield, Claire Skinner, Daisy Haggard, Dan Stevens, David Morrissey, Dominic Cooper, Hattie Morahan, Janet McTeer, Mark Williams Autor: Andrew Davies, Jane Austen Kostüme: Michele Clapton Ausstattung: James Merifield Maske: Karen Hartley-Thomas Produktion: BBC, WGBH Boston 16:9 (Breitbildformat) Im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihres Vaters werden die beiden Schwestern Elinor und Marianne Dashwood aus ihrem elterlichen Haus vertrieben. Aus scheint der Traum von standesgemäßen Heiratskandidaten und einem sorglosen Leben. Werden die beiden Schwestern ihr Glück finden? ARTE zeigt die Neuverfilmung des bekannten Jane Austen-Romans. Als ihr Vater stirbt, sind die Tage der Schwestern Elinor und Marianne Dashwood auf ihrem herrschaftlichen Anwesen Norland Park gezählt. Neuer Besitzer und Hausherr wird ihr Halbbruder John, dessen raffgierige und hochmütige Frau Fanny mit niemandem teilen will. In Anbetracht ihrer von nun an beschränkten Vermögensverhältnisse beziehen Elinor und Marianne mit ihrer Mutter und der jüngsten Schwester Margaret ein kleines Cottage in einer anderen Grafschaft, wo Sir John Middleton, ein wohlmeinender Cousin der Mutter, sie oft in sein Herrenhaus Barton Park einlädt, und seine Schwiegermutter, die freundlich-aufdringliche Mrs. Jennings, die beiden unter die Haube zu bringen versucht. Während die vernünftige Elinor Edward Ferrars vermisst, den Bruder der hochmütigen Fanny, mit dem sie eine aufkeimende Zuneigung verbindet, verliebt sich die impulsive Marianne heftig in ihren jungen und schneidigen Nachbarn Willoughby, der aber bald nach London verschwindet. Gleichzeitig wird sie von Colonel Brandon verehrt, einem weltgewandten, aber durch Schicksalsschläge etwas melancholisch gewordenen Mittdreißiger. Die beiden Schwestern folgen einer Einladung von Mrs. Jennings zur winterlichen Ballsaison in London, wo Marianne zu ihrem Leidwesen feststellen muss, dass Willoughby inzwischen mit einer reichen Erbin verlobt ist. Elinor muss sich von nun an nicht nur um ihre depressive Schwester kümmern, sondern trifft auch selbst auf eine Rivalin in Liebesdingen: Lucy Steele ist weder reich noch gebildet, dafür aber umso fester entschlossen, die Frau von Edward Ferrars zu werden, der ihr in seiner Jugend ein Heiratsversprechen gab. Elinor springt über ihren Schatten und ermöglicht dem Paar die Heirat, indem sie ihnen eine kleine Pfarrstelle mit eigenem Haus auf dem Landsitz eines Freundes organisiert. Angesichts der angeschlagenen Gesundheit Mariannes beschließt Elinor, London mit ihrer Schwester zu verlassen. Bei der Rückreise aufs Land zieht sich Marianne eine lebensgefährliche Lungenentzündung zu. Der besorgte Colonel Brandon holt die in Barton Park zurückgebliebene Mrs. Dashwood, damit diese ihre Tochter pflegen kann. Nach der überstandenen körperlichen Krise zeigt sich, dass Marianne auch seelisch gereift ist. Auch für Elinor gibt es ein Happy End: Ihre Konkurrentin Lucy Steele fand den enterbten Edward nicht mehr begehrenswert und hat sich kurzentschlossen Edwards jüngeren Bruder Robert geangelt. Als Elinor daraufhin in Tränen ausbricht, gesteht Edward ihr seine Liebe… John Alexander ist mit der Neuverfilmung von „Sense and Sensibility“ ein zauberhafter Film voll Anmut, Intelligenz und Schönheit gelungen. Jane Austens Roman ist ein pures Entzücken für Freunde der Romantik um Liebe und Standesunterschiede. Andrew Davies ist einer der profiliertesten Autoren Englands. Neben Fernsehadaptionen wie „Emma“ (Regie: Diarmuid Lawrence, 1997), „Stolz und Vorurteil“ (Regie: Simon Langton, 1995) und „Bleak House“ (Regie: Justin Chadwick, 2005), schrieb er auch die Drehbücher zu „Bridget Jones: Schokolade zum Frühstück“ (Regie: Sharon Maguire, 2001) und „Bridget Jones: Am Rande des Wahnsinns“ (Regie: Beeban Kidron, 2004). David Morrissey feierte 1983 in der Fernsehserie „One Summer“ (Regie: Gordon Flemyng) seinen Durchbruch. Nach einer Schauspielausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts (RADA) folgte ein zweijähriges Engagement bei der Royal Shakespeare Company (RSC). 1988 hatte er in Peter Greenaways „Drowning bei Numbers“ (1988) sein Kinodebüt. Den bisher größten Erfolg hatte David Morrissey mit Hauptrollen in David Yates Fernsehserie „State of Play“ und Stephen Frears „The Deal“ (beide 2003). Während er für „State of Play“ als bester Fernsehschauspieler für den BAFTA-Award nominiert wurde, erhielt er für „The Deal“ den Preis der Royal Television Society. Hattie Morahan hatte ihr Schauspieldebüt als 17-Jährige im BBC-Fernsehfilm „The Peacock Spring“ (Regie: Christopher Morahan, 1996). Nach einigen Auftritten am Theater, unter anderem für die Royal Shakespeare Company, spielte sie 2007 Schwester Klara in „Der goldene Kompass“ (Regie: Chris Weitz). Für ihre Verkörperung der Elinor Dashwood in „Sense and Sensibility“ erhielt Hattie Morahan 2008 den Magnolia Award des 15. Shanghai Television Festivals. Charity Wakefield wurde an der Oxford School of Drama ausgebildet. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte sie in „(Past Present Future) Imperfect“ (Regie: Roger Thorp, 2004). Aktuell hat sie „Act of God“ (Regie: Sean Faughnan, Ezna Sands, 2008) und „Casuality 1907“ (Regie: Bryn Higgins, 2008) abgedreht.
Ich liebe solche Filme, dass ist genau das, was mich einen Abend an den Fernseher fesseln kann. Die Verfilmung von Ang Lee war auch ganz nett, aber den Dreiteiler würde ich auf jeden fall vorziehen. Die Bilder / Schauspieler sind ausgesprochen stimmig.
Ich wünschte, ich hätte im viktorianschen England leben können, die Leute hatten damals viel mehr Stil *seufz*.
Australia
Wirklich gesehen haben muß man diesen Viehtrieb- / Kriegsfilm wirklich nicht. Er war gegen Mitte / Ende nicht schlecht, aber die ganzen guten Kritiken hat er nicht verdient.
Los geht es mit einer überkandidelten, englischen Hochadeligen (Nicole Kidman). Nerviger als eine Screwball-Kömodie, nur ohne ihren Witz – offensichtlich wollten die Filmemacher die Wandlung der Figur mit dem Holzhammer rausstellen. Die kommt das ins Australien (1939), wo alle Leute als dreckig und ungehobelt dargestellt werden. Das die beiden Protagonisten sich erst einmal unsympathisch sind, ist wohl kaum erwähnenswert. Und dann gibt es noch die edlen Ureinwohner bzw. ein Mischling – noch krasser kann positiver Rassismus kaum sein. Auf jeden Fall kommen sich die beiden auf einem Viehtrieb für die Armee näher, der Mischling hat so Gaben, dass er mal eben mit magischen Gesängen eine panische Rinderherde aufhält – alles klar. Dann wird er ihnen weggenommen, und natürlich bombadieren die Japaner genau die Insel, auf der sich die Kinder befinden. Bei der Rettung opfert sich dann wieder ein Ureinwohner und die ehemalige Schnepfe umarmt auf einmal die größten Schmutzfinken.
Der Film war unglaublich schnulzig (was ich mochte, und meine Mutter verzweifelt auf die Uhr sehen ließ, wann wohl endlich der Film zu Ende wäre). Was ich nicht mochte war dieses ständige *Ich singe dich herbei* (bei australischen Ureinwohnern als Übermenschen scheint sowas zu funktinieren
) und das Kidman nach wochenlangen Viehtrieb immer noch aussah, wie aus dem Ei gepellt. Mein Haare liegen am Abend schlechter, als bei ihr nach einer halben Australien-Durchquerung auf dem Pferd. Auch das – wie oben erwähnt – eine Stampede von einem Jungen mit Hilfe von Gesängen aufgehalten wird, ist mehr als märchenhaft.
Auch die viel beschworene Ausstralien-Sehnsucht vieler Kritiker wollte sich bei mir nicht einstellen, im Gegenteil, ich war froh in dem öden Land nicht wohnen zu müssen.
Telepolis: Der Bombast-Romantiker und das große australische Epos
Elegy oder die Kunst zu lieben
Literaturprofessor David Kepesh (Ben Kingsley) ist in die Jahre gekommen, doch gegen eine Affäre mit einer seiner jungen Studentinnen hatte er noch nie etwas einzuwenden. Um an eine heiße Liebesnacht zu kommen, hat es sich für den charmanten Akademiker am effektivsten erwiesen, seine Stundenten und Studentinnen nach dem Examen zu sich nach Hause einzuladen. Am Ende bleibt immer eine da, die der charismatische Akademiker durch seine Bücherregale und schließlich in sein Schlafzimmer führt. Doch diesmal ist alles anders. Von der Schönheit seines jüngsten Fanges, der jungen Exil-Kubanerin Consuela Castillo (Penélope Cruz), über alle Maßen fasziniert und von den Ängsten des Alters gequält, entwickelt er eine ihm bisher unbekannte Besessenheit für Consuela. Oder ist es sogar Liebe?
Ich habe selten einen so langweiligen Film gesehen.
Penelope Cruz ist für ihre Rolle als Studentin gute 10 Jahre zu alt und Ben Kingselys Brust – die leider viel zu oft gezeigt wird – ist bestenfalls unappettitlich.
Der Film an sich glänzt mehr oder weniger durch Nichthandlung, leidenschaftliche Liebe sieht anderes aus. Es wird auch nicht erklärt, warum Consuela bei dem alten Mann bleibt, mehr als *Du bist wunderschön* bekommt sie nie zu hören.
Weitere Kritiken laut Wikipedia:
Michael Kohler schrieb in der Frankfurter Rundschau vom 13. August 2008, der Film sei „leider [...] genau so geschmäcklerisch, wie es sein deutscher Titelzusatz vermuten“ lasse. Die „dekorative Trauerfeier-Beleuchtung“ sei „noch nicht einmal das Schlimmste“; der Film verheize „eine ganze Garde großartiger Nebendarsteller“. Besonders „unverzeihlich“ sei jedoch, „dass die Leidenschaft reine Behauptung“ bleibe sowie die „prätentiösen Reflexionen der Hauptfigur“, die dem „wehmütig-spöttischen Abgesang auf die männliche Potenz“ „endgültig den Rest“ geben würden.[2]
Mark Stöhr spottete in der Zeitung Die Zeit vom 13. August 2008, er wäre gerne während der Filmvorführung blind gewesen. Der Film sei „rührselig und schlecht“; ihm fehle die „obsessive Sprengkraft“ der Romanvorlage. Im Film täte nichts weh, nur er selbst.