No country for old men
lt;em>1980 in Südwest-Texas: Der einfache Arbeiter Llewelyn Moss (Josh Brolin) lebt mit seiner Frau Carla Jean (Kelly Macdonald) ein bescheidenes Leben in einem Wohnwagenpark. Beim Antilopen jagen in der weiten Prärie stolpert er über ein Massaker. Hier ist offensichtlich ein Drogendeal ganz gewaltig schief gelaufen. Mehrere Leichen liegen verstreut herum, lediglich ein Mexikaner (Chip Love) hat schwer verletzt überlebt. Llewelyn macht keine Anstalten, dem Sterbenden zu helfen. Auch den Pickup-Truck voller Drogen lässt er links liegen, sichert sich stattdessen die 2,4 Millionen Dollar in einem Koffer. Doch dann begeht Llewelyn einen schweren Fehler. Als er sich noch einmal zurück an den Tatort macht, um dem Schwerverletzten Wasser zu bringen, bekommt er unliebsamen Besuch. Fortan machen die Urheber des verpatzten Deals Jagd auf Llewelyn. Ganz besonders unangenehm ist der brutale, völlig skrupellose Profikiller Anton Chigurh (Javier Bardem), dessen Weg im wahrsten Sinne des Wortes Leichen pflastern. Llewelyn steht jedoch nicht ganz allein da. Dorfsheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) weiß, in welcher Gefahr sich der Gejagte befindet und will ihn retten. Doch der Gesetzeshüter trottet den Leichenbergen, die Chigurh überall hinterlässt, stets einen Schritt hinterher…</em> (<a href=”http://filmstarts.de/kritiken/71611-No-Country-For-Old-Men.html”>Filmstarts</a>
Die ganze Zeit, während ich den Film sah, habe ich die Amerikaner um ihr Land beneidet: Diese unendlichen Weiten, in denen man sich selber im Gegensatz zum beengten Europa (wobei ich Deutschland mit Abstand am schlimmsten finde), sicherlich frei und ungebunden fühlen kann. Dazu kam das breiteste Texanisch, welches man überhaupt sprechen kann, ich war noch nie so dankbar für die Untertitel.
Ansonsten war der Film wirklich spannend. Llewelyn war der reinste Überlebenskünstler, wie er dem Mörder immer wieder entkommt. Aber vielleicht sollte ich auch einfach nicht von mir ausgehen, ich wäre in der Situation komplett überfordert
. Insgesamt ein ein wirklich guter Film.
<a href=”http://www.online-literature.com/yeats/781/”>Sailing to Byzantium</a>
THAT is no country for old men. The young
In one another’s arms, birds in the trees
- Those dying generations - at their song,
The salmon-falls, the mackerel-crowded seas,
Fish, flesh, or fowl, commend all summer long
Whatever is begotten, born, and dies.
Caught in that sensual music all neglect
Monuments of unageing intellect.
An aged man is but a paltry thing,
A tattered coat upon a stick, unless
Soul clap its hands and sing, and louder sing
For every tatter in its mortal dress,
Nor is there singing school but studying
Monuments of its own magnificence;
And therefore I have sailed the seas and come
To the holy city of Byzantium.
O sages standing in God’s holy fire
As in the gold mosaic of a wall,
Come from the holy fire, perne in a gyre,
And be the singing-masters of my soul.
Consume my heart away; sick with desire
And fastened to a dying animal
It knows not what it is; and gather me
Into the artifice of eternity.
Once out of nature I shall never take
My bodily form from any natural thing,
But such a form as Grecian goldsmiths make
Of hammered gold and gold enamelling
To keep a drowsy Emperor awake;
Or set upon a golden bough to sing
To lords and ladies of Byzantium
Of what is past, or passing, or to come.
William Butler Yeats
Tödliche Entscheidung
Top-Buchhalter Andy Hanson (Philip Seymour Hoffman) lebt ein luxuriöses Leben im sündhaft teuren Manhattan, hat eine hübsche Frau (Marisa Tomei) und auch alles andere scheint perfekt zu laufen. Doch unter der makellosen Oberfläche treibt ihn eine böse Spiel- und Heroinsucht um, die trotz bestem Verdienst zu Geldproblemen führt. Die Lösung dieser Misere hat Andy sauber ausgeheckt. Sein kühner Plan sieht vor, das Juwelengeschäft seiner Eltern Charles (Albert Finney) und Nanette (Rosemary Harris) auszurauben, Beute im Wert von 600.000 Dollar abzukassieren und die Versicherung den Schaden für seine Erzeuger ersetzen zu lassen. Erfüllungsgehilfe ist sein chronisch geldklammer Bruder Hank (Ethan Hawke), der den Überfall durchführen soll. Doch der geschiedene Loser, der sehr darunter leidet, dass er nur schwerlich für den Unterhalt seiner Tochter aufkommen kann, bekommt kalte Füße. Anstatt wie verabredet mit einer Spielzeugwaffe in den Laden zu marschieren, heuert er einen Dritten an, um die Tat auszuführen. Das geht gewaltig schief. Der angeworbene Tagedieb Bobby (Brian F. O’Byrne) versaut den Raub kräftig, es kommt zum Schusswechsel mit Nanette, die eigentlich laut Dienstplan gar nicht im Geschäft sein sollte. Das Resultat: ein Blutbad, keine Beute… und jede Menge Probleme, die schnell monströse Ausmaße annehmen…
Ein wirklich großartiger Film von Lumet, an dem mir vor allem die Erzählweise gefallen hat: Aus der Sichtweise der verschiedenen Personen wird zu Geschichte verwoben, die Übergänge sind sehr geschickt. Auch die ständig neuen Komplikationen und zu sehen, wie die ganze Familie immer tiefer in Schwierigkeiten gerät, war fazinierend zu sehen. Einer der wenigen Filme, die ihr Eintrittsgeld wert sind, leider wollten ausser mir nur noch 2 weitere Leute ihn sehen.