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Die Gräfin
Ungarn im 16. Jahrhundert. Die Gräfin Erzebet Bathory (Julie Delpy, Before Sunrise, 2 Tage Paris) gilt als mächtigste Frau des Landes. Nach dem Tod ihres Ehemanns verwaltet sie allein die Familien-Reichtümer, die sogar die des ungarischen Königs übertreffen. Graf Thruzo (William Hurt, 8 Blickwinkel, A History Of Violence) macht der verwitweten Adligen bald einen Heiratsantrag, doch sie betrachtet die Herkunft des Werbenden als unter ihrer Würde. Als Erzebet sich dann aber in Thurzos Sohn Istvan (Daniel Brühl, Die fetten Jahre sind vorbei, Good Bye, Lenin!) verliebt und der weitaus jüngere Mann ihre Gefühle erwidert, sinnt der Graf auf Rache. Gewaltsam bringt er Istvan nach Dänemark und verheiratet ihn mit einer anderen Frau. In Ungarn streut Thurzo zugleich Gerüchte darüber, dass Istvan Erzebet nicht mehr liebe. Diese glaubt, den jungen Geliebten wegen des hohen Altersunterschieds verloren zu haben und wird von Enttäuschung und Sehnsucht zerfressen. Eines Tages erliegt sie der bizarren Wahnvorstellung, das Blut jungfräulicher Mädchen könnte sie verjüngen und für Istvan wieder attraktiv machen…
Der Film war – sieht man von den Ekel-Szenen ab – ziemlich langweilig, Daniel Brühl ist in einem Historienfilm (bei aller Sympathie) eine Fehlbesetzung. Die Handlung Frau liebt 20 Jahre jüngeren Mann und glaubt aufgrund von Intrigen, diese Liebe würde nicht erwidert, ist ziemlich lahm umgesetzt, auch die Konflikte in Ungarn, die die angebliche (?) Blutgräfin so in Verruf gebracht haben (Schulden beim König, selbstständige Frau) wurden eher als Nebenhandlung abgetan, stattdessen legt sich der Film eindeutig fest, dass die Gräuel wirklich begangen wurden. Im Grunde ist es ein Film über eine Frau, die mit dem Altwerden Probleme bekommt und dieses versucht durch das Blut von Jungfrauen aufzuhalten (am Ende soll sie 10 Mädchen im Monat verbraucht haben). Die Morde selber sind angemessen dargestellt, deutlich wird gezeigt, wie das erste Mädchen noch angezapft wird (was einigen Kinobesuchern zu hart war, am Schluss war nur noch die Hälfte da), Leichen im Winter von Wölfen angenagt werden (was man in jeder Tierdokumentation sieht) und die Mädchen letztendlich professionell ausgequetscht werden – insgesamt dürfte der Anteil dieser Szenen deutlich unter 10 Minuten liegen.
Dadurch, dass sich der Film festgelegt hat, dass diese Verbrechen stattfanden, wird das Gerichtsverfahren schnell in fünf Minuten abgehandelt. Auch wird nicht berücksichtigt, dass die Tagebücher der Blutgräfin – wie sie immer behauptet hat – gefälscht sind, im Gegenteil, im Film wird gezeigt, wie diese sicherlich hochintelligente Frau diese schreibt.
Fazit:
Anstatt die Konflikte aufzutun, die zum Mythos der Blutgräfin geführt haben könnten (ich will nicht bestreiten, dass es solche krankten Geister gibt), versinkt der Film in einem Mischmasch aus Liebes- und*Probleme mit dem Altwerden*-Geschichte.

Elisabeth Báthory, verheiratet Elisabeth Nádasdy (ungarisch: Báthory Erzsébet, slowakisch: Alžbeta Bátoriová/Báthoryová, * 7. August 1560 in Nyírbátor, Ungarn; † 21. August 1614 auf Burg Čachtice, Königliches Ungarn, heute Slowakei) war eine ungarische Gräfin aus dem Hause der Báthory von Ecsed. Ihre möglicherweise politisch motivierte Verurteilung als Serienmörderin im Jahr 1611 gab Anlass zur Herausbildung der Legende einer „Blutgräfin“, die die reale historische Person verdrängt hat und den Stoff für zahlreiche künstlerische Bearbeitungen abgab.
Unbestrittene Fakten [Bearbeiten]
Graf Georg Thurzo von BethlenfalvaAuf Befehl des habsburgischen Königs Mathias II. (ung. Mátyás) von Ungarn stürmte und durchsuchte Graf Georg Thurzo von Bethlenfalva (*2. September 1567, slow.: Juraj Thurzo, ung.: Thurzó György), seit 1609 Palatin von Ungarn und Vetter von Báthory, am 29.Dezember 1610 die Burg Čachtice. Báthory wurde wegen vielfachen Mordes an Dienerinnen 1611 unter Hausarrest gestellt. In Bitcse wurden zwei Prozesse abgehalten, je einer in Ungarisch und in Latein. Da man Báthory selbst an ihnen weder teil-, noch irgendwie dazu Stellung nehmen ließ, bestand der Prozess nur aus der Vernehmung von Mitangeklagten und Zeugen. Erstere waren diverse Diener(innen) der Gräfin:
Helena (ung. Ilona) Jó, die Amme von Báthorys Kindern,
Johannes (ung. János) Ujváry, genannt Ficzkó, ihr Hausmeister,
Katharina Beneczky, Witwe des Johann Boda, zehn Jahre lang als Wäscherin auf der Burg,
Dorothea (ung. Dorottya) Szentes, genannt Dorkó, Witwe des Benedict Scöcs, fünf Jahre Kammerzofe der Gräfin.
Die Aussagen dieser Mitangeklagten wurden laut den Prozessunterlagen einmal freiwillig, ein weiteres Mal unter der Folter erbracht. Anna Darvula galt ebenfalls als Täterin, war aber schon vor der Erstürmung der Burg gestorben.
Als Resultat des Prozesses wurden Dorothea und Helena die Finger abgerissen und beide dann lebendig verbrannt. Johannes wurde geköpft, seine Leiche auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Katharina wurde zunächst in Haft belassen und nicht sofort verurteilt, da sie teilweise durch Zeugenaussagen entlastet war. König Matthias verlangte das Todesurteil gegen die Gräfin Báthory, doch stimmte Thurzo dem nicht zu. Báthory wurde in einem kleinen Zimmer auf ihrer Burg Čachtice bis zu ihrem Lebensende eingemauert. Danach hatte sie nur durch ein kleines Loch in der Mauer Kontakt zur Außenwelt.
Ende Januar 1611 wurde Báthory von Georg Drugeth von Homonna, der Erbansprüche geltend machte, aufgesucht. Am 8. Oktober gab es ein Treffen der beiden Erben, bei dem die Aufteilung des Erbes diskutiert wurde. Am 31. Juli 1614 machte Báthory ihr Testament, das eine gleichmäßige Aufteilung ihres Eigentums unter ihre Kinder vorsah und Paul als Stammhalter einsetzte. Am 18. August verhandelten Paul und Homonna um das Erbe. Báthory starb am 21. August in ihrer Zelle und wurde am 25. November in der Kirche zu Čachtice beigesetzt. Am 13. August 1615 starb ihre Tochter Anna kinderlos und fiel als Erbin aus, so dass sich Paul und Homonna am 9. März 1616 auf die Aufteilung des Erbes einigten.
Interpretationen [Bearbeiten]
Báthory als grausame Serienmörderin [Bearbeiten]
Die Prozessunterlagen schildern, dass Báthory viele Mädchen auf ihre Burgen gelockt hat, um sie dort auf vielfache Weise nackt zu Tode zu foltern. Nach den Prozessakten hat Thurzo sofort nach Betreten der Burg Čachtice die ersten Mädchenleichen gefunden. Báthory und ihre Diener(innen) haben laut den Aussagen folgende Foltermethoden praktiziert: Fesselung, Schläge und Auspeitschung bis zum Tode, Schnitte mit der Schere, Stiche mit Nadeln, Verbrennungen mit heißem Eisen und Wasser, Übergießen mit Wasser im Frost, brennendes Ölpapier zwischen den Zehen, Ohrfeigen und Messerstiche.
Dorothea sagte aus, von 36 getöteten Mädchen zu wissen. Eine andere Zeugenaussage beinhaltet die Existenz eines Tagebuches der Báthory, in dem die Tötung von 650 Mädchen beschrieben sei. Dieses Buch ist bis dato unpubliziert. Eine weitere Zeugin gab an, auf Schloss Sárvár seien ihres Wissens über 80 Mädchen getötet worden.
Michael Farin, der als Herausgeber der aktuellen deutschsprachigen Quellensammlung zu Báthory sowohl die zeitgenössischen Quellen als auch die Entstehung der späteren Báthory-Legende dokumentiert hat, hält die historische Báthory nicht für unschuldig,[1] ebenso György Pollák[2].
Eine Variation dieser Auffassung besagt, dass Báthorys Verhalten lediglich exzessiver war als das anderer Hochadliger. Sie sei demzufolge nur angeklagt worden, weil sie sich nicht mit Bauernmädchen begnügte, sondern schließlich auch Mädchen aus dem niederen Adel Ungarns umbrachte, darunter die Sängerin Helene (ung. Ilona) Harczy, die sie in Wien kennengelernt hatte.
Báthory als Opfer einer politischen Intrige [Bearbeiten]
Die These von Báthorys Schuld als Serienmörderin auf die Prozessakten zu stützen ist problematisch, da ihr Prozess nicht mit einer modernen Auffassung von Rechtsstaatlichkeit übereinstimmt: Báthory konnte sich nicht äußern und war nicht anwaltlich vertreten. Die Anklage stützte sich allein auf Aussagen ohne forensische Untersuchungen. Die Aussagen der Diener(innen) wurden unter der Folter erbracht und wären damit heute wertlos. Die Form der Todesurteile gegen diese Angeklagten ist ebenfalls frühneuzeitlich.
Die Auffassung von Báthorys Unschuld, erstmals vertreten von László Nagy 1984, sieht im Vorgehen gegen Báthory eine politische Intrige seitens des Hauses Habsburg.[3] Habsburger und Báthorys waren schon seit langem verfeindet. Der Konflikt der beiden Häuser begann 1571, als sich Stefan Báthory mit osmanischer Hilfe gegen den habsburgischen Kandidaten als Wojewode von Transsylvanien durchsetzte. Stefan setzte sich dann 1575 gegen Kaiser Maximilian II. als König von Polen durch. Die Habsburger waren katholisch und führten 1580 die Gegenreformation in Österreich ein. In Transsylvanien hingegen ließ der evangelische Wojewode Sigismund Báthory, ein Nachfolger von Stefan, 1588 die Jesuiten ausweisen und 1592 die Unitarier aus Polen immigrieren. 1597-1602 kam es zur Auseinandersetzung zwischen Sigismund Báthory und Rudolf von Habsburg um die Herrschaft über Transsylvanien, bei der der Habsburger sich durchsetzen konnte. Rudolfs Kommissar Georg Basta beschlagnahmte den Besitz diverser ungarischer Adliger und ging gegen die Evangelischen vor, so dass 1604 sogleich wieder der Aufstand des István Bocskay gegen ihn losbrach, der Transsylvanien wieder unabhängig von den Habsburgern werden ließ.
Somit konnte 1608 Gabriel Báthory Wojewode von Transsylvanien werden. Bei einem möglichen Feldzug von Gabriel Báthory gegen die mit König Matthias verbündete Walachei (oder wie schon 1605 quer durch Ungarn) hätte die evangelische Elisabeth Báthory ihrem Verwandten Bewaffnete aus ihren überall im Land verstreuten Burgen schicken können. Mit ihrer Festsetzung 1610 wurde das verhindert. Die Organisation eines Prozesses gegen sie mit zahlreichen gekauften Zeugen wäre einfacher gewesen als die zahlreichen Kriegsaktivitäten der Habsburger gegen die Báthorys. 1611 unternahm Melchior Khlesl, Kanzler des Matthias von Habsburg und aktiver Förderer der Gegenreformation, nach einem gescheiterten Mordversuch gegen Gabriel Báthory einen Feldzug gegen Transsylvanien. Nachdem 1613 Gabriel gestürzt und ermordet wurde, starb 1613 auch sein Amtsvorgänger Sigismund Báthory in Prag, so dass die Habsburger eine konkurrierende Dynastie erfolgreich ausgeschaltet hatten.
Tony Thorne, Direktor des Sprachenzentrums am King’s College der Universität von London, der alternative Subkulturen und Kulte in Gegenwart und Vergangenheit erforscht, reiste nach Osteuropa und diskutierte mit osteuropäischen Gelehrten, die kontroverse Standpunkte über die Schuld von Báthory vertraten: Dr. Katalin Peter, Prof. Agnes R. Varkonyi, Pal Ritook, Borbala Benda, Zsuzsana Bozai und Tibor Lukacs in Budapest, Beata Havelska von der Musik- und Theater-Akademie in Bratislava, Dr. Pavol Stekauer, Dr. Stefan Franko von der Kunst-Fakultät der Pavol-Jozef-Šafárik-Universität Košice, Slowakei, Dr. Jozef Kocis, Archivar im Schloss von Bytča, Dr. Irma Szadeczky-Kardoss, Rechtsanwältin. Diese Gespräche fügte er in seine 1997 erschienene Dokumentation Countess Dracula, The life and times of the Blood Countess, Elisabeth Báthory, ein.
Thorne führt für die Unschuldsvermutung folgende Argumente an: 1. Da ihr Gatte Nádasdy gestorben war, war Báthory schutzlos. Georg Thurzo hatte schon vor ihr hochadelige Witwen kaltgestellt, um sich in deren Besitz zu bringen, was Báthory in einem Brief an ihn erwähnte, in dem sie schrieb, sie werde nicht gleichermaßen ein leichtes Opfer sein. 2. Bei der Behandlung von Dienerinnen niedrigen Standes durch Hochadelige war damals die Prügelstrafe allgemein üblich und wurde auch von Georg Thurzo selbst ausgeübt. 3. Die medizinischen Verfahren der Zeit, die von hochadeligen Frauen an ihren Dienerinnen praktiziert wurden, waren ähnlich weit entwickelt wie die damalige Rechtsprechung.
Legendenbildung [Bearbeiten]
1721 behandelte der Jesuit László Turóczi in seinem vom Geist der Gegenreformation geprägten Werk „Ungaria suis cum regibus compendio data“[4] die Verurteilung von Báthory vom Standpunkt des Gerichts aus und ergänzte sie um einige Erfindungen: Báthory habe beim Foltern eines Mädchens einige Blutspritzer abbekommen und auf der befleckten Stelle eine deutliche Verjüngung ihrer Haut verspürt. Sie entschloss sich daher, Mädchen zu töten und in deren Blut zu baden, um ihre Haut jugendlich und attraktiv zu erhalten. Helena und Dorothea seien Hexen gewesen. Turóczi gab auch erstmals als Ursache des Falls Báthorys Übertritt zum Luthertum an.
angebliche Eiserne Jungfrau der Báthory (Bermann 1868)Turóczis ist die älteste Schrift über Báthory nach den Originalakten. Seine Behauptungen wurden von späteren Autoren wiederholt, z.B. 1742 von Matthias Bel[5], und oft noch ausgebaut. Die Publikation der Prozeßakten 1817[6] hatte keinen Abbruch der Legendenbildung zur Folge. Ein neues Erzählelement war z.B. eine Eiserne Jungfrau in Báthorys Folterkammer. Die reale Bathory geriet in Vergessenheit.
Neben pseudohistorische Schilderungen traten rein fiktive Werke ohne Wahrheitsanspruch, so schrieb Leopold von Sacher-Masoch von den Sagen um Bathory angeregt ein Werk.[7]
Insbesondere durch die Legende, Báthory habe im Blut der ermordeten Mädchen gebadet oder es getrunken, um sich selbst jung zu halten, bekam Báthory den Beinamen „Blutgräfin“. Ob Bram Stoker von der Bathory-Legende angeregt war, ist umstritten[8]. Eine Verbindung zwischen der Blutgräfin und bluttrinkenden Vampiren wurde erstmals 1970 hergestellt, um einen Film zu bewerben. Mittlerweile ist sie ein typisches Thema im Vampir-Genre.[9] In etlichen Werken, die von den Legenden um die „Blutgräfin“ handeln, wird der Name Báthory gar nicht mehr genannt.
Pakt der Wölfe (Director`s Cut)
Eine Bestie fordert in einer französischen Provinz ein Opfer nach dem anderen. Haudegen Fronsac (Samuel Le Bihan) soll im Namen des Königs ermitteln, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens und muss an diversen Fronten kämpfen: gegen die Bestie, gegen die Oberen der Region, gegen bewaffnete Tunichtgute, gegen das Militär – und den eigenen Auftraggeber.
Durch Markus Reitz`Bücher Ritus und Sanctum bin ich auf die Bestie vom Gévaudan aufmerksam und damit auch auf den Film *Pakt der Wölfe*.
Ich mag historische Filme und auch Mystery bin ich durchaus nicht abgeneigt – aber der Film ist Schwachfug hoch drei: Indianer mit Martial Arts-Künsten sind noch harmlos, die Bestie wirkt kein bißchen gruselig, da sie aussieht wie ein Stachelschwein mit Rüstung. Hätte man einen normalen Wolf genommen und diesen vergrößert hätte man mit dem Grauen der Normalität gespielt, aber so war sie eher witzig.
Fazit:
Ich weiß nicht, wie dieser ausgemachte Schwachsinn erfolgreich werden konnte, schade um die Zeit.
- Darsteller: Samuel Le Bihan, Mark Dacascos, Emilie Dequenne
- Regisseur(e): Christophe Gans
- Komponist: Lo Joseph Duca
- Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
- Sprache: Französisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 2.35:1
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Sony Pictures Home Entertainment
- Erscheinungstermin: 17. September 2002
- Produktionsjahr: 2002
- Spieldauer: 138 Minuten

Sinn und Sinnlichkeit (Fernsehen, Dreiteiler)
21:00 Sinn und Sinnlichkeit Im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihres Vaters werden die beiden Schwestern Elinor und Marianne Dashwood aus ihrem elterlichen Haus vertrieben… DETAILS Schließen Meine Wiederholung per E-Mail verschicken ARTE F © Mike Hogan/BBC 2007 Freitag, 6. März 2009 um 21.00 Uhr Wiederholungen: Keine Wiederholungen Sinn und Sinnlichkeit (Grossbritannien, 2007, 50mn) ARTE F Regie: John Alexander Kamera: Sean Bobbitt Musik: Martin Phipps Schnitt: Roy Sharman Darsteller: Anna Madeley, Charity Wakefield, Claire Skinner, Daisy Haggard, Dan Stevens, David Morrissey, Dominic Cooper, Hattie Morahan, Janet McTeer, Mark Williams Autor: Andrew Davies, Jane Austen Kostüme: Michele Clapton Ausstattung: James Merifield Maske: Karen Hartley-Thomas Produktion: BBC, WGBH Boston 16:9 (Breitbildformat) Im England des ausgehenden 18. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihres Vaters werden die beiden Schwestern Elinor und Marianne Dashwood aus ihrem elterlichen Haus vertrieben. Aus scheint der Traum von standesgemäßen Heiratskandidaten und einem sorglosen Leben. Werden die beiden Schwestern ihr Glück finden? ARTE zeigt die Neuverfilmung des bekannten Jane Austen-Romans. Als ihr Vater stirbt, sind die Tage der Schwestern Elinor und Marianne Dashwood auf ihrem herrschaftlichen Anwesen Norland Park gezählt. Neuer Besitzer und Hausherr wird ihr Halbbruder John, dessen raffgierige und hochmütige Frau Fanny mit niemandem teilen will. In Anbetracht ihrer von nun an beschränkten Vermögensverhältnisse beziehen Elinor und Marianne mit ihrer Mutter und der jüngsten Schwester Margaret ein kleines Cottage in einer anderen Grafschaft, wo Sir John Middleton, ein wohlmeinender Cousin der Mutter, sie oft in sein Herrenhaus Barton Park einlädt, und seine Schwiegermutter, die freundlich-aufdringliche Mrs. Jennings, die beiden unter die Haube zu bringen versucht. Während die vernünftige Elinor Edward Ferrars vermisst, den Bruder der hochmütigen Fanny, mit dem sie eine aufkeimende Zuneigung verbindet, verliebt sich die impulsive Marianne heftig in ihren jungen und schneidigen Nachbarn Willoughby, der aber bald nach London verschwindet. Gleichzeitig wird sie von Colonel Brandon verehrt, einem weltgewandten, aber durch Schicksalsschläge etwas melancholisch gewordenen Mittdreißiger. Die beiden Schwestern folgen einer Einladung von Mrs. Jennings zur winterlichen Ballsaison in London, wo Marianne zu ihrem Leidwesen feststellen muss, dass Willoughby inzwischen mit einer reichen Erbin verlobt ist. Elinor muss sich von nun an nicht nur um ihre depressive Schwester kümmern, sondern trifft auch selbst auf eine Rivalin in Liebesdingen: Lucy Steele ist weder reich noch gebildet, dafür aber umso fester entschlossen, die Frau von Edward Ferrars zu werden, der ihr in seiner Jugend ein Heiratsversprechen gab. Elinor springt über ihren Schatten und ermöglicht dem Paar die Heirat, indem sie ihnen eine kleine Pfarrstelle mit eigenem Haus auf dem Landsitz eines Freundes organisiert. Angesichts der angeschlagenen Gesundheit Mariannes beschließt Elinor, London mit ihrer Schwester zu verlassen. Bei der Rückreise aufs Land zieht sich Marianne eine lebensgefährliche Lungenentzündung zu. Der besorgte Colonel Brandon holt die in Barton Park zurückgebliebene Mrs. Dashwood, damit diese ihre Tochter pflegen kann. Nach der überstandenen körperlichen Krise zeigt sich, dass Marianne auch seelisch gereift ist. Auch für Elinor gibt es ein Happy End: Ihre Konkurrentin Lucy Steele fand den enterbten Edward nicht mehr begehrenswert und hat sich kurzentschlossen Edwards jüngeren Bruder Robert geangelt. Als Elinor daraufhin in Tränen ausbricht, gesteht Edward ihr seine Liebe… John Alexander ist mit der Neuverfilmung von „Sense and Sensibility“ ein zauberhafter Film voll Anmut, Intelligenz und Schönheit gelungen. Jane Austens Roman ist ein pures Entzücken für Freunde der Romantik um Liebe und Standesunterschiede. Andrew Davies ist einer der profiliertesten Autoren Englands. Neben Fernsehadaptionen wie „Emma“ (Regie: Diarmuid Lawrence, 1997), „Stolz und Vorurteil“ (Regie: Simon Langton, 1995) und „Bleak House“ (Regie: Justin Chadwick, 2005), schrieb er auch die Drehbücher zu „Bridget Jones: Schokolade zum Frühstück“ (Regie: Sharon Maguire, 2001) und „Bridget Jones: Am Rande des Wahnsinns“ (Regie: Beeban Kidron, 2004). David Morrissey feierte 1983 in der Fernsehserie „One Summer“ (Regie: Gordon Flemyng) seinen Durchbruch. Nach einer Schauspielausbildung an der Royal Academy of Dramatic Arts (RADA) folgte ein zweijähriges Engagement bei der Royal Shakespeare Company (RSC). 1988 hatte er in Peter Greenaways „Drowning bei Numbers“ (1988) sein Kinodebüt. Den bisher größten Erfolg hatte David Morrissey mit Hauptrollen in David Yates Fernsehserie „State of Play“ und Stephen Frears „The Deal“ (beide 2003). Während er für „State of Play“ als bester Fernsehschauspieler für den BAFTA-Award nominiert wurde, erhielt er für „The Deal“ den Preis der Royal Television Society. Hattie Morahan hatte ihr Schauspieldebüt als 17-Jährige im BBC-Fernsehfilm „The Peacock Spring“ (Regie: Christopher Morahan, 1996). Nach einigen Auftritten am Theater, unter anderem für die Royal Shakespeare Company, spielte sie 2007 Schwester Klara in „Der goldene Kompass“ (Regie: Chris Weitz). Für ihre Verkörperung der Elinor Dashwood in „Sense and Sensibility“ erhielt Hattie Morahan 2008 den Magnolia Award des 15. Shanghai Television Festivals. Charity Wakefield wurde an der Oxford School of Drama ausgebildet. Ihren ersten Fernsehauftritt hatte sie in „(Past Present Future) Imperfect“ (Regie: Roger Thorp, 2004). Aktuell hat sie „Act of God“ (Regie: Sean Faughnan, Ezna Sands, 2008) und „Casuality 1907“ (Regie: Bryn Higgins, 2008) abgedreht.
Ich liebe solche Filme, dass ist genau das, was mich einen Abend an den Fernseher fesseln kann. Die Verfilmung von Ang Lee war auch ganz nett, aber den Dreiteiler würde ich auf jeden fall vorziehen. Die Bilder / Schauspieler sind ausgesprochen stimmig.
Ich wünschte, ich hätte im viktorianschen England leben können, die Leute hatten damals viel mehr Stil *seufz*.
Der Mongole
Tatsächlich kann „Der Mongole“ nun auch mit einigen wuchtigen Kampfsequenzen und grandiosen Landschaftsaufnahmen punkten, bleibt davon abgesehen aber leider weitgehend ideenlos und liefert nur gepflegte Langeweile. Sein erklärtes Ziel, dem Zuschauer die fremde mongolische Kultur und die Figur Dschingis Khans näher zu bringen, verfehlt Bodrov um Längen.
Der Stammeshäuptling Khan Esugei (Ba Sen) und sein Sohn Temudgin (Odnyam Odsuren, später: Tadanobu Asano), der spätere Dschingis Khan, sind unterwegs auf Brautschau. Der gerade einmal neun Jahre alte Häuptlingssohn verliert sein Herz an ein freches zehnjähriges Mädchen namens Borte (Bayertsetseg Erdenebart, später: Khulan Chuluun). Die Hochzeit soll in fünf Jahren stattfinden. Doch auf dem Rückweg wird Esugei von Mitgliedern eines verfeindeten Stammes auf hinterhältige Weise gemeuchelt. Plötzlich ist Temudgin Khan. Doch der kleine Junge kann sich gegen die übrigen Krieger seines Stammes nicht durchsetzen. Targutei (Amadu Mamadakov), einer der eigenen Leute, reißt den Stamm an sich und plant, Temudgin zu töten, um später nicht dessen Rache fürchten zu müssen. Doch Temudgin kann flüchten. Er tritt eine beschwerliche Reise an, um doch noch seine Borte zu gewinnen und sich zum mächtigsten Herrscher aufzuschwingen, den die Welt je gesehen hat…
Die Kritik geht weiter mit dem Vorwurf, der Film wäre langweilig und gemächlich.
„Der Mongole“ ist ein Epos mit langem Atem und beginnt daher eher gemächlich. Die Langsamkeit ist im Vergleich zur Hetzerei vieler aktueller Fantasy-Epen zunächst durchaus erfrischend. Beim Versuch, den Tonfall archaischer Legenden zu treffen, überzieht Bodrov allerdings so stark, dass das bedächtige Tempo bald in Langeweile umkippt.
Das stimmt absolut nicht! Der Film war von seinen 125 Minuten keine einzige langweilig. Im Gegenteil, er war immer sehr spannend und bot zudem tolle Landschaftsaufnahmen. Auch wenn ich nicht in der Mongolei leben möchte – dazu wäre es mir dort zu öde -, ist das Land auf jeden Fall wunderbar fotographiert.
Zur Handlung:
Wie kann eine Verfilmung von Dschingis Khans Leben langweilig sein? Für Spannung war immer gesorgt, es nur eher die altmodische Spannung der Westernfilme (der Vergleich hinkt), als der eines modernen Actionsfilms. Wer es nur noch spannend findet, wenn Autos zerschellen oder durch die Luft fliegen, der wird sich sicherlich langweilen. Wer einen etwas verfeinerten Geschmack hat, ist mit dem *Mongolen* gut bedient.