Archiv für die Kategorie ‘Drama’
Jede Sekunde zählt – The Guardian
Aus der Amazon.de-Redaktion
The Guardian liefert angenehme Unterhaltung durch eine Mischung aus altbekannten Hollywood-Regeln und guter, altmodischer Starpower. Dieses zwar vorhersehbare, aber gut gemachte Drama ehrt die Männer und Frauen, die für die amerikanische Küstenwache als Rettungsschwimmer arbeiten und ist ein Vorzeigeobjekt für Kevin Costner und Ashton Kutcher, die ihre formelhaften Rollen mit Tiefe und Dimension versehen. Eigentlich ist das wie Top Gun für die Küstenwache: Costner spielt einen legendären Retter, der von einer vergangenen Tragödie und dem bevorstehenden Zusammenbruch seiner Ehe heimgesucht wird, und Kutcher ist der motivierte Neuling, dessen Draufgängertum auf die Probe gestellt wird, als Costner einen achtzehnmonatigen, knallharten Grundlagenkurs übernimmt, bei dem eine fünfzigprozentige Durchfallquote dafür sorgt, dass nur die Besten durchkommen. In Ron L. Brinkerhoffs Drehbuch gibt es nicht viel Einfallsreiches, aber es ist intelligent geschrieben und gut inszeniert (vom Regisseur von Auf der Flucht, Andrew Davis), und es zeigt, wie der in die Jahre gekommene Veteran und der schwierige, aber talentierte Auszubildende gegenseitigen Respekt aufbauen, während sie mit den Traumata von Unfällen fertig werden, welche sie als einzige Überlebende zurückließen – gequält von Selbstzweifeln und Schuld. The Guardian ist mit 137 Minuten vielleicht ein wenig lang geraten, wirkt aber nie langweilig aufgrund der Unterstützung durch gute Nebendarsteller wie Neal McDonough, John Heard, Sela Ward und Clancy Brown, und eine romantische Nebenhandlung (in der Kutcher um eine Lehrerin wirbt, die von Melissa Sagemiller gespielt wird) verbindet sich gut mit spannenden Seerettungssequenzen, in denen Computereffekte mit Aufnahmen verbunden werden, welche in einem 3.000.000-Liter-Wassertank gedreht wurden. Musikfans werden den tollen Auftritt der bekannten Sängerin Bonnie Bramlett begrüßen, die die Besitzerin eines Jazz- und Bluesclubs in der Nähe des Trainingslagers spielt, wo “The Guardian” ein weiteres Merkmal dieses Genres präsentiert: die Kneipenschlägerei. Obwohl der Hurrikan Katrina verhinderte, dass The Guardian 2005 in New Orleans gedreht werden konnte, verdeutlichen Originalaufnahmen während der Endtitel, dass die Küstenwache während der Aufräumarbeiten nach Katrina unerlässlich war, und dieses spannende Drama erweist jenen Menschen die längst überfällige Ehre, die ihr Leben aufs Spiel setzen, damit – gemäß dem Motto der Küstenwache – „andere überleben“.
Typisch amerikanischer Heldenepos a`la Top Gun – damit ist der Film hinreichend beschrieben. Es war zwar sehr unterhaltsam zu sehen und die Bilder müssen im Kino großartig gewirkt haben, aber wirklich muß man die Schüler-wächst – über – den – Lehrer – hinaus – Film nicht unbedingt; dieser muß natürlich ein gebrochener Held sein.
Fazit:
Tolle Bilder und sehr gute Unterhaltung, aber mehr nicht.
- Darsteller: Kevin Costner, Ashton Kutcher, Melissa Sagemiller
- Regisseur(e): Andrew Davis
- Komponist: Trevor Rabin
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Französisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Ungarisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Tschechisch (Dolby Digital 2.0), Türkisch (Dolby Digital 2.0)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Portugiesisch, Niederländisch, Tschechisch, Ungarisch, Türkisch, Arabisch, Kroatisch, Französisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Touchstone
- Erscheinungstermin: 1. März 2007
- Produktionsjahr: 2006
- Spieldauer: 132 Minuten

Chiko
VideoMarkt
Die beiden Freunde Chiko und Tibet leben in einem Problemviertel der Hamburger Vorstadt und machen sich keine Illusionen über ihre Zukunft. So will es Chiko wenigstens als Drogendealer zu etwas bringen und verprügelt einen Gras-Dealer, der für die Kiezgröße Brownie arbeitet, um so dessen Aufmerksamkeit zu erregen. Prompt stellt ihn der Drogenboss und Musikproduzent an, bestraft aber Tibet im Gegenzug für heimliche Straßendeals. Das wird Folgen haben, für alle Beteiligten.VideoWoche
Ungewöhnlich schonungslos inszeniert ist Özgür Yildrims Spielfilmdebüt, ein hartes und packendes Milieudrama, das nicht von ungefähr an Fatih Akins Erstling „Kurz und schmerzlos“ (und damit auch an die frühen Gangsterfilme von Martin Scorsese) erinnert – Akin half bei der Finanzierung. In einer Nebenrolle brilliert Moritz Bleibtreu als skrupelloser Drogenboss, doch vor allem Denis Moschitto („Kebab Connection“) und Volkan Özcan gehört dieser Film, dessen Härte gefällt und der Klischees geschickt ausweicht.
Der Film ist mir fremd geblieben.
Die Dealer können keinen einzigen normalen Satz formulieren (zumindest keinen ohne mindestens zwei fiese Schimpfwörter und ab und zu klang es, als würden sie rappen), haben wie gestörte ihre Pupillen oben in den Augenlidern (soll wohl cool und abgebrüht wirken) und Frauen werden ständig mißhandelt. Kurzum, ich hätte mir auch einen Film über indianische Ureinwohner im Amazonas ansehen können, das Subjekt wäre mir ähnlich vertraut gewesen. Zudem ist mir nicht ganz klar, ob es besonders schlau ist (wobei alle dumm und gewalttätig sind), sich als Dealer einen Mercedes mit goldenen Felgen bestücken zu lassen: Polizei überprüfe mich. Auch warum es zu der Messerstecherei im Waschraum der Moschee kam, weiß ich immer noch nicht, aber da die Türken alle gleich aussahen konnte ich der Handlung nur sehr mühsam folgen.
Gut war dagegen die Inszenierung, welche wie bei meiner Lieblingsserie KDD sehr realistisch fotographiert wurden und kein bißchen nach Film aussieht.
Fazit:
Nachrichten aus einer mir fremden Welt, die mich auch nicht interessiert.
- Darsteller: Denis Moschitto, Volkan Özcan, Moritz Bleibtreu
- Regisseur(e): Özgür Yildirim
- Komponist: Darko Krezic
- Format: Dolby, PAL
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Ufa/DVD
- Erscheinungstermin: 12. Januar 2009
- Produktionsjahr: 2008
- Spieldauer: 88 Minuten
„Mit viel Feingefühl zeichnet Özgür seine Charaktere, die hin- und hergerissen sind zwischen zwei Welten. Nicht zwischen der deutschen und der türkischen, nein. Die Grenze verläuft zwischen Gut und Böse. Zwischen Hasch verticken und die Mutter zur Dialyse fahren, zwischen Zuschlagen und Heulen, zwischen Statussymbolen und Kleinjungenträumen, zwischen Moschee und Plattenbau, zwischen einer Hure und dem ersten Kuss.“
– Eva Eusterhus: Welt am Sonntag, 3. Februar 2007
„Chiko (ist) ein eigenständiger, auf handwerklich hohem Niveau inszenierter Gangsterfilm mit herausragenden, authentischen Darstellern. Eine mit rigoroser Kompromisslosigkeit ausgestattete Milieustudie mit ausreichend Potential, um bei seiner Zielgruppe zum Kultfilm zu avancieren. Eine Stil-sichere Rise-and-Fall Story, perfektes Genre-Kino.“
„Vielschichtige und atmosphärisch dichte Millieustudie mit brillierender Besetzung.“
– Gordo Simenu: Zelluoid, 4. April 2008
„Der Film ist ein intensives, kraftvolles und authentisches Drama, welches im Migrantenmilieu spielt. Chiko erinnert oft an Fatih Akıns Geniestreich Kurz und schmerzlos aus dem Jahr 1998. Super ist, dass der Film Hamburgflair verströmt ohne sattsam bekannte Reeperbahnbilder.“
– Oliver Noelle: TV-Digital Heft 8 vom 4. April 2008

Oldboy
Aus der Amazon.de Redaktion
Atemberaubendes Autorenkino aus Südkorea. Chon-Wook Parks Festivalerfolg Old Boy.Spätestens seit Joint Security Area (2000) ist Chan-Wook Park in seinem Heimatland Südkorea eine Berühmtheit. Der gigantische Erfolg des Films, auch und gerade an der Kinokasse, kam einer Carte Blanche gleich, die der Regisseur wohlbedacht ausspielte. Schon sein darauffolgender Film, Sympathy for Mr. Vengeance, verstörte mit Bildern kaum zu überbietender Grausamkeiten und überraschte durch eine ungemein ökonomisch voranschreitende Rächergeschichte. Auch der in Cannes 2004 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnete Old Boy führt den Zuschauer an der Seite seines Helden durch die Hölle, eine schwer zu ertragende Tour de Force, nichts für Zartbesaitete und dennoch, oder vielleicht gerade deshalb eine Offenbarung.
Der koreanische Geschäftsmann und Familienvater Dae-su (Min-sik Choi) wird von einem Unbekannten, scheinbar grundlos, in ein fensterloses Zimmer gesperrt. Einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Fernseher, über den Dae-Su den Mord an seiner Frau und das Verschwinden seiner Tochter miterlebt. 15 Jahre vergehen, bis der Bedauernswerte auf einem Hochhausdach aus seiner Gefangenschaft erwacht. Ein schier unvorstellbares Martyrium, das jedoch nur den Anfang für einen zynisch-bitteren Rachefeldzug beschreibt.
Es gibt Bilder in Old Boy, die man sein Leben lang schwer vergessen wird. Etwa die Fangarme des sich windenden Tintenfischs den Dae-Su kurz nach seiner „Freilassung“ lebend verschlingt, die sich im Todeskampf an dessen Mund- und Nasenhöhlen klammern und die in ihrem Bestreben recht anschaulich die Qualität des Films beschreiben; dessen stoische Unnachgiebigkeit, die wilde Inszenierungswut, den Willen aufs Ganze zu gehen, auf Leben und Tod. Old Boy ist alles andere als Unterhaltungskino, kein Eskapismus, kein zuckersüßes Happy-End. Im Gegenteil: der Film ist eine Zumutung, im positiven Sinn, beinahe eine Vergewaltigung insofern er dem Betrachter die Auseinandersetzung mit dem Gesehenen aufzwingt. Man kann den Film als Allegorie sehen, auf eine Gesellschaft, der kaum Zeit blieb sich zu entwickeln, die unversehens im Turbokapitalismus gelandet ist, ohne wirklich zu wissen wie ihr geschah. Unter dem Strich, hinter der Fassade der coolen Bilder, hinter der atemberaubenden Beschleunigung um den Kern der Geschichte, bleibt eine verstörende Wahrheit, die sich über die Figuren auf ihren Ausgangspunkt zurückführen läßt und deren Banalität darin besteht, was Menschen bereit sind einander zuzufügen. Thomas Reuthebuch
Ein grauenvoller Film, ein einziger Alptraum.
Eigentlich ist die Geschichte sehr intelligent aufgebaut und sie hätte anders auch gar nicht entwickelt werden können. Was mich gestört hat war die explizite Grausamkeit – als ein lebendiger Tintenfisch verspeist wurde, mußte ich mich übergeben, ich muß nicht en Detail sehen, wie jemanden die Zähne / Zunge rausgerissen werden.
Wäre er so so furchbar brutal, hätte ich mich dafür begeistern können, aber die Aussage – Wie weit kann Rache gehen? – wird für mich total überkleistert.
Fazit:
Ohne die detailierten Gewanltszenen wäre es ein extrem guter Film gewesen.
- Darsteller: Choi Min-sik, Yu Ji-tae, Kang Hye-jeong
- Regisseur(e): Park Chan-wook
- Komponist: Shim Hyeon-jeong, Lee Ji-su, Choi Sung-hyeon
- Format: Dolby, DTS, PAL, Special Edition, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Koreanisch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: EMS GmbH
- Erscheinungstermin: 3. März 2005
- Produktionsjahr: 2003
- Spieldauer: 115 Minuten
Cheol-woong Park
* „Es heißt die Menschen kriegen nur Angst, weil sie zu viel Fantasie haben. Also versuch doch einfach dir nichts vorzustellen, dann kannst du ganz bestimmt tapfer sein.“
Lee Woo-jin
* „Egal, ob ein Sandkorn oder ein Stein. Im Wasser sinken sie beide.“
Mi-do
* „Ameisen sind immer in einer Gruppe unterwegs, darum müssen Menschen, die wirklich einsam sind, immer an Ameisen denken.“
Oh Dae-su
* „Ich werde deinen Körper zermalmen! Nicht eine Faser deines Körpers wird zu finden sein, nirgendwo auf dieser Welt! Warum? Weil ich jede Faser zerkaut haben werde!“
* „Lache, und die ganze Welt lacht mit dir. Weine, und du weinst allein.“
Wikipedia
Filmstarts
IMDB
Schnitt
Fünf Film Freunde

Requiem for a dream
Aus der Amazon.de-Redaktion
Requiem for a Dream ist mit seinen Schocktechniken und seinem Sounddesign ein erbarmungsloser Angriff auf die Sinne und handelt von nichts Geringerem als der systematischen Zerstörung der Hoffnung. Basierend auf dem Roman von Hubert Selby Jr. und adaptiert von Selby selbst und Regisseur Darren Aronofsky, ist dies ohne Frage einer der effektivsten Filme über die Erfahrung der Drogensucht (sowohl was die Euphorie als auch was den Albtraum angeht), die je gedreht wurden.Nur wenige würden bestreiten, dass Aronofsky — nach seinem Durchbruch mit dem Film Pi — das Medium Film zu einem beunruhigenden Extrem hinbewegt, indem er den konventionellen Erzählstil in die Panikzone von traumatisierten Psychen und durch chemischen Missbrauchs an ihre äußersten Grenzen gedrängten Körper verlagert. Requiem for a Dream als eine Geschichte mit Moral zu bezeichnen, wäre zu einfach. Es ist vielmehr eine Tour durch die Hölle, mit Aronofsky als kühnem und schonungslosem Führer.
Der Film dreht sich um ein Quartett verlorener Seelen, aber es ist in erster Linie Ellen Burstyn — in einer schonungslosen und beachtenswerten Darbietung — die die absteigende Spirale des Drogenmissbrauchs am schrecklichsten verkörpert. In der Rolle der einsamen Witwe Sara Goldfarb setzt sie all ihre Träume in eine absurde Selbsthilfe-TV-Gameshow und traktiert ihren Körper mit Diätpillen und Kaffee, während ihr Sohn Harry (Jared Leto) zusammen mit seinem besten Freund Tyrone (Marlon Wayans) und seiner Freundin Marion (Jennifer Connelly) an der Nadel hängt. Sie steuern mit unterschiedlichem Tempo dem Wahnsinn entgegen, und Aronofsky verfolgt diesen bedrückenden Prozess, indem er deren tödliche Routinen endlos wiederholt. In einer der denkwürdigsten Szenen des Films fühlt sich Sara — gequält durch das selbst auferlegte Regiment ihrer Ernährungsgewohnheiten — sogar von einem fleischfressenden Kühlschrank bedroht.
Und dennoch — was will uns der Film letztendlich sagen? Erzählt uns Aronofsky irgendetwas, was wir noch nicht wissen? Requiem for a Dream ist ein beachtenswerter Film, aber ihn sich ein zweites Mal anzuschauen dürfte schon den Tatbestand des Masochismus erfüllen.
Der Film ist absolut überflüssig und Zeitverschwendung- ja, Drogen sind schlecht bzw. ihre Einnahme ist nicht gesundheitsfördern. Und ja, viele sind süchtig ohne es zu wissen – und?
Im Westen nichts Neues.
Dazu kommen anstatt von den üblichen 600-700 Schnitten / Film laut Wikipedia 2000, die den Fim sehr hektisch erscheinen lassen.
- Darsteller: Ellen Burstyn, Jennifer Connelly, Jared Leto
- Regisseur(e): Darren Aronofsky
- Komponist: Clint Mansell
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Highlight
- Erscheinungstermin: 4. Februar 2003
- Produktionsjahr: 2000
- Spieldauer: 97 Minuten
Revanche
Kleinganove Alex (Johannes Krisch) arbeitet in einem Wiener Bordell als Handlanger des Chefs. Seine Liebe zur Prostituierten Tamara (Irina Potapenko) hält er geheim. Um sie von ihren Schulden zu befreien und seinen eigenen lästigen Job loszuwerden, fasst er den Plan, eine Volksbank zu überfallen. Als zufällig ein Polizist (Andreas Lust) vorbeikommt, eskaliert die Situation: Der Beamte schießt auf das flüchtende Fahrzeug und verletzt Tamara tödlich. Alex zieht sich verzweifelt auf den Hof seines Großvaters zurück. Dort entdeckt er, dass der Polizist mit seiner Frau in unmittelbarer Nachbarschaft lebt…
Der Film wurde im Dietzenbacher D-Kino im Rahmen der *Schwarzen Reihe* gezeigt und mit dem klassischen Noir hat er gar nichts zu tun. Ich fand den Film grottenlangweilig und war froh, als er endlich zu Ende war – es passiert nichts richtig, die Bilder sind mir zu realistisch und das Ende hat mit Noir auch nichts zu tun.
Der Film schlägt mehrmals scharfe Wendungen. So sorgt das nahezu perfekt konstruierte Drehbuch stets für gelungene Überraschungen.
Diese Einschätzung kann ich kann ich gar nicht teilen, ich fand die Handlung sehr vorhersehbar.
Das einzige Manko ist die Wiederholung bestimmter Motive: So hilft Alex seinem Großvater beim Holzhacken, was die unstillbare Wut des Bankräubers darstellen soll. Dies einige Male anzudeuten, wäre verständlich gewesen. Es jedoch mit aller Macht zu einem zentralen Motiv aufzubauschen, trübt den starken Gesamteindruck allerdings ein wenig. Auf einige derartige Szenen hätte gewinnbringend verzichtet werden dürfen.
Über die gesamte Spielzeit von etwa zwei Stunden wird dem Zuschauer praktisch keine musikalische Untermalung vorgesetzt. Kameramann Martin Gschlacht hat außerdem ein Faible für ruhige Bilder und eine statische Kamera. Dabei wählt er die Bildausschnitte stets so geschickt, dass der Zuschauer voll ins Geschehen reingezogen wird.
Genau das macht den Film letztendlich langweilig, keine Ahnung, wie er eine Oscar-Nominierung bekommen konnte.
Den haben wir uns gestern angesehen.
Ich war ziemlich enttäuscht. Die Story weckte mein Interesse und wirkte beim Lesen im Internet spannend und interessant. Ist sie aber nicht. Sie ist langweilig und fad und die erste Stunde habe ich nur gerätselt, was mir dieser Film sagen will.
Einzig das Milieu ist aus meiner Sicht realitätsnah geschildert und die Hilflosigkeit und Depression der einzelnen Figuren kommt auch durchaus gut durch, trotzdem ließ uns der Film total unbefriedigt und gelangweilt zurück.
Aus meiner Sicht wurde da eine wirklich richtig gute Idee gnadenlos kaputt gefilmt.
Ganz furchtbar fand ich eine der trotz der Thematik recht spärlichen Sexszenen, sorry aber wer so Sex hat, sollte seine Form der Befriedigung wirklich noch mal neu überdenken…
Das war aus meiner Sicht echt nichts, werde ihn spätestens nächste Woche schon wieder vergessen haben.

Mitternacht im Garten von Gut und Böse
Jim Williams, ein Millionär aus kleinen Verhältnissen, Kunstsammler, Antiquitätenhändler und Lebemann, lebt in Savannah und organisiert in seinem Haus ausgefallene Partys. Der New Yorker Journalist John Kelso, der für das Magazin Town & Country über die Weihnachtsparty von Williams berichten soll, ist von diesem fasziniert. Auf der Party wird Kelso Zeuge einer Szene zwischen Williams und dessen Liebhaber Billy Carl Hanson. Noch in der gleichen Nacht wird Hanson in Williams’ Haus erschossen.
Kelso recherchiert, um ein Buch über den Fall zu schreiben. Williams wird des Mordes verdächtigt und nimmt Kelso zu einer mitternächtlichen Voodoo-Sitzung auf einem Friedhof mit, bevor gegen ihn Anklage erhoben und er verhaftet wird. Der Anwalt von Williams hofft, dass Kelso für Publicity sorgen und den Ausgang des Prozesses beeinflussen könnte.
Kelso lernt Minerva und die Drag Queen Lady Chablis kennen. Er hält Lady Chablis zuerst für eine Frau – bis sie offenbart, dass ihr wahrer Name Frank ist. Sie trifft ihn mehrmals und vermittelt ihm weitere Kontakte. Kelso erhält Einblick in das Leben der Gesellschaft Savannahs.
Es stellt sich heraus, dass Williams Hanson erschossen hat. Williams stirbt an einem Herzinfarkt.
Gepflegte Langeweile – da kann man den Film am besten beschreiben. Die Bilder sind großartig, die Figuren durchgehend skuril, aber man fragt sich ständig: Wann geht es endlich los? – Leider niemals richtig. Das einzig verwunderliche an dem Film ist John Cusacks unglaublich dummer Gesichtsausdruck, welcher wohl Staunen suggerieren soll.
Fazit:
Tolle Aufnahmen, skurile Charaktere, aber vorsehbare, langweilige Geschichte.
- Darsteller: Kevin Spacey, John Cusack, Jack Thompson
- Regisseur(e): Clint Eastwood
- Komponist: Lennie Niehaus
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Niederländisch, Isländisch, Italienisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 1.85:1
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Warner Home Video – DVD
- Erscheinungstermin: 27. Januar 1999
- Produktionsjahr: 1997
- Spieldauer: 149 Minuten

Verdammt sind sie alle
Nach Jahren kommt Dave Hirsh (Frank Sinatra) zurück in seine Geburtsstadt. Dort mietet sich der offensichtlich dem Alkohol sehr zugetane Ex-Soldat und gescheiterte Schriftsteller in einer kleinen Pension ein und lässt seine gesamten Ersparnisse auf der Nationalbank deponieren – ein erster Affront gegen seinen Bruder Frank (Arthur Kennedy), der im Vorstand der örtlichen Privatbank sitzt und auch nur durch Zufall von Kunden seines Juwelierladens erfährt, daß Dave wieder in der Stadt ist.Frank besucht seinen Bruder dann aber sofort, um ihn zum Abendessen einzuladen – sehr zum Unwillen seiner Frau, die den Schwager nicht leiden kann. Diese lädt dann auch den Literaturprofessor French und seine Tochter Gwen (Martha Hyer) ein, die ein paar Veröffentlichungen Daves gelesen hat und ihn gerne kennen lernen möchte. Zwischen Gwen und Dave funkt es noch, Dave verschließt sich jedoch seinen Gefühlen und zieht lieber mit dem Spieler Bama Dillert (Dean Martin) und der äußerst naiven Ginny Moorhead (Shirley MacLaine) durch die Lande…
Ich konnte mit dem Film nichts anfangen, lediglich wie Ginny sich immer erniedrigen lässt und Dave trotzdem liebt, fand ich erstaunlich – dummer Weiber, die es nicht besser verdient haben, wenn man sie schlecht behandelt.
Die eigentliche Geschichte eines Außenseiters, der nicht in der Gesellschaft ankommt ist zu ausgelutscht, um wirklich zu begeistern.
- Darsteller: Frank Sinatra, Dean Martin, Shirley MacLaine
- Regisseur(e): Vincente Minnelli
- Komponist: Elmer Bernstein, James van Heusen
- Format: HiFi Sound, PAL
- Sprache: Französisch (Dolby Digital 1.0), Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Finnisch, Griechisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Warner Home Video – DVD
- Erscheinungstermin: 2. Mai 2008
Kaltes Land
Josy (Charlize Theron) ist als Tochter eines Minenarbeiters in Minnesota aufgewachsen. Nach einer gescheiterten Ehe mit einem brutalen Trinker kehrt sie mit den zwei Kindern erstmal in ihr Elternhaus zurück. Von ihren Eltern kritisch beäugt, möchte sie endlich ihr Leben selbst in die Hand nehmen und nimmt einen Job in der Mine an. Gemeinsam mit Freundin und Kollegin Glory (Francis McDormand) stellt sie sich dem rauen Berufsalltag. Die männlichen Kollegen verachten die Frauen zum größten Teil und spielen ihnen übel und primitiv mit. Vor allem Josy und die hübsche Sherry (Michelle Monaghan) haben es nicht leicht. Obwohl Josy mit der Verachtung nicht klar kommt, behält sie den Job, weil er ihr das höchste Einkommen und die Aussicht auf eine selbständige Familie bietet. Jede Beschwerde bei Vorgesetzten oder Kollegen wird von den Männern unter der Führung ihres alten Schulfreundes Bobby (Jeremy Renner) mit noch härteren Sprüchen und Übergriffen beantwortet. Unterstützung findet sie nur bei Glory und deren Freund Kyle (Sean Bean), der für Josys Sohn Sammy (Thomas Curtis) zum Ansprechpartner wird.
Die Probleme vervielfachen sich, als die Minenarbeiter Josy öffentlich als frivoles Miststück, das jedem Kollegen hinterher steigt, darstellen. Als sie die Demütigung und Angst nicht mehr erträgt, kündigt sie und strebt mit dem Anwalt und Ex-Eishockey-Profi Bill (Woody Harrelson) einen Prozess wegen sexueller Belästigung gegen die Minenfirma an. Der Vorstand schlägt mit harten Bandagen zurück und zerrt unschöne Details über Josys Vergangenheit an die Öffentlichkeit. Um vor Gericht eine Chance zu haben, braucht die engagierte Frau die Unterstützung ihrer Kolleginnen als Zeugen. Aber die eingeschüchterten Frauen haben keine Lust, sich mit den mächtigen Bossen anzulegen und über diesem Konflikt ihren eigenen Arbeitsplatz zu gefährden.
Die begeisterte Kritiken auf Amazon kann ich nicht nachvollziehen: Eine Frau meint in einer klassischen Männerdömäne (Eisenmine) arbeiten zu müssen und wundert sich, dass diese darüber nicht begeistert sind und sie vertreiben wollen. Das ist ungefähr so verwunderlich wie eine Vergewaltigung nachts im Stadtparkt – sie hat es darauf angelegt und verloren.
Das Bergarbeiter nicht unbedingt für ihre feinen Sitten bekannt und Emazipation drückt sich dadurch aus, dass man es ihnen gleich tut und das Bier ebenfalls dirket aus der Flasche trinkt.
Ein Kollegin wird samt Dixie-Toilette umgeschmissen, Beleidigungen werden mit Kot an an die Wände geschmiert, dann kommt es zur sexuellen Belästigung – wer sich in Gefahr begibt, kommt eben darin um.
Wobei es – wenn auch nicht ganz so drastisch – sicherlich auch nicht gerne gesehen wird, wenn ein einzelner Mann unter lauter Frauen in einem typischen Frauenberuf arbeitet, irgendwo sollte man sich auch in sein Schicksal fügen können.
Der Film ist daher überflüssig wie ein Kropf, ich war froh, als der Film zu Ende war und mit ihm die Langeweile.
# Darsteller: Charlize Theron, Elle Peterson, Thomas Curtis
# Regisseur(e): Niki Caro
# Komponist: Gustavo Santaolalla
# Format: Dolby, PAL, Surround Sound
# Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
# Untertitel: Deutsch, Englisch
# Region: Region 2
# Bildseitenformat: 16:9
# FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
# Studio: Warner Home Video – DVD
# Erscheinungstermin: 9. Juni 2006
# Produktionsjahr: 2005
# Spieldauer: 121 Minuten

Shanghai Serenade
Der 14-jährige Shuisheng wird von seinem Onkel aus der Provinz ins Shanghai der 30er Jahre geholt. Im Haus des mächtigen Triaden-Chefs Tang soll er dessen Geliebter dienen, der Nachtclubsängerin Xiao. Für Shuisheng ist es eine Reise in eine fremde Welt. Der lasterhafte Luxus, mit dem sich die resolute Xiao umgibt, verwirrt ihn. Die Hintergründe des brutalen Gangsterkriegs, den Tangs Gegner anstiften, kann er nicht verstehen. Verfolgt vom mörderischen Verräter Song Er Ye flieht der Tang-Clan auf eine entlegene Insel. Aber die ländliche Idylle trügt. Schon prallen die verfeindeten Mafia-Banden wieder aufeinander. Shanghai im Jahr 1930: Der 14-jährige Shuisheng steht verloren und mit staunenden Augen mitten in der chinesischen Metropole. Er ist zum ersten Mal in einer Stadt. Sein Onkel hat ihn geholt, damit er für Tang, den Triaden-Chef von Shanghai, arbeitet, mit dem der Junge entfernt verwandt ist. Shuisheng soll der Geliebten Tangs, der Sängerin und Tänzerin Xiao Jinbao, als Diener zur Verfügung stehen. Bereits am ersten Tag seines Aufenthalts wird Shuisheng mit den brutalen und grausamen Geschäften der chinesischen Triaden konfrontiert. Mord und Reichtum, Intrigen und Geld, Macht und Gewalt begleiten von nun an den naiven Jungen. Eines Nachts entdeckt er, dass „Nummer Zwei“, der Stellvertreter Tangs, ein Verhältnis mit Xiao Jinbao hat. Am nächsten Abend wird Tang in eine Falle gelockt, seine Leibwächter werden umgebracht und Tang selbst wird schwer verletzt. Mit seiner Geliebten, seinem Berater und Shuisheng flüchtet er sich auf eine Insel. Auch von hier aus, verwundet und fernab von Shanghai, hält Tang weiter alle Fäden in der Hand. Er deckt die Beziehung von „Nummer Zwei“ mit Xiao Jinbao und das Komplott gegen ihn auf, um dann seinen Stellvertreter und seine Geliebte grausam zu bestrafen.
Ein wunderschöner Film, welcher die Dekadenz von Shanghai der 30er zeigt, die gesellschaftlichen Gegensätze jedoch ausspart.
Die Bilder sind jedoch wunderschön, die Bilder in Shanghai sind bunt und warm, während die Insel in eher tristen Farben photographiert wurde.
Die Geschichte selber ist relativ simpel und erzählt von Verrat innerhalb der Triaden.
# Darsteller: Gong Li, Li Baotian, Li Xuejian
# Regisseur(e): Zhang Yimou
# Komponist: Zhang Guangtian
# Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
# Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Hochchinesisch (Mandarin) (Dolby Digital 2.0 Stereo)
# Untertitel: Deutsch
# Region: Region 2
# Bildseitenformat: 16:9
# FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
# Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
# Erscheinungstermin: 18. Januar 2008
# Produktionsjahr: 1995
# Spieldauer: 103 Minuten

There will be blood
Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit seinem nicht zu verleugnenden Anspruch an Größe ist Paul Thomas Andersons There will be Blood in jeglicher Hinsicht auf wilde und explosive Art und Weise erfolgreich. Der Film beschäftigt sich mit den Ursprüngen besonders amerikanischer Formen von Ehrgeiz, Bestechlichkeit und industriellem Denken – und schafft aus dem Ganzen atemberaubendes Kino. Obwohl der Film auf Upton Sinclairs Roman Öl! aus dem Jahre 1927 basiert, hat Anderson seine eigene Herangehensweise an das Thema entwickelt. Er fokussiert seinen Blick auf den skrupellosen Selfmade-Ölförderer Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis), dessen unersättlicher Hunger nach Öl ihn in den frühen Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts zu einem mächtigen kalifornischen Industriemagnaten macht. Die Anfänge des Films liefern einen faszinierenden Einblick in die Ölförderung, einen unglaublich physischen Prozess, was später in Plainviews ebenso unbezähmbaren Drang nach Landbesitz und Macht mündet. Spannende, erläuternde Episoden werden während Plainviews Aufstieg aufgebaut: ein mächtiges Bohrturmfeuer (ein herausragendes Ereignis, das Anderson mit Hilfe seines Kameramanns Robert Elswit glänzend einfängt), der Besuch eines seit langem vermissten Bruders (Kevin J. O’Connor), die anhaltende Beziehung zu Plainviews undurchschaubarem Adoptivsohn (Dillon Freasier). Während sich der Film weiter entwickelt, richtet sich die Aufmerksamkeit auf Plainviews Rivalität zum örtlichen Vertreter Gottes, einem Prediger namens Eli Sunday (der Gift und Galle spuckende Paul Dano) – Religion und Kapitalismus werden hier weniger als gegensätzliche Kräfte portraitiert, sondern eher als zwei Seiten einer Medaille. Und die Crux liegt hier weniger in der Gier des Menschen, sondern vielmehr in seiner Eitelkeit. Andersons ungewöhnliche Herangehensweise – unterstützt durch die erstaunliche Filmmusik von Jonny Greenwood – gefährdet manchmal den Zusammenhalt des Films, aber selbst in solchen Momenten schafft er es zu begeistern. Daniel Day-Lewis’ Darstellung erinnert in ihrer Breite und ihrem Sinn für Details im Verhalten an Laurence Olivier, Planview spricht mit der nach zu viel Rum klingenden Stimme von John Huston und er hat einen leichten Silberblick, der an Walter Huston erinnert. Es ist eine nahezu beängstigende Darstellung und der Motor hinter der gnadenlosen Kraft des Films.
Ich weiß nicht, warum alle den Film toll finden. Ich weiß noch nicht einmal, was der Film mir sagen soll. Es gibt auch sehr intelligente Filme (z.B. einer meiner Lieblingsfilme, der unvergleichliche Cache). There will be blood ist ein Hype wie Australia und genauso schlecht – ok, noch schlechter, bevor man sich diesen pseudo-intellektuellen Mist antut, lieber hirnloser Mainstream. Zum Glück habe ich ihn mir über Lovefilm geliehen, sodass er mich nichts gekostet hat.
# Darsteller: Daniel Day Lewis, Kevin J. OConnor
# Regisseur(e): Paul Thomas Anderson
# Format: Dolby, PAL, Surround Sound
# Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
# Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
# Region: Region 2
# Bildseitenformat: 16:9
# FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
# Studio: Touchstone
# DVD-Erscheinungstermin: 7. August 2008
# Produktionsjahr: 2007
# Spieldauer: 152 Minuten
Definitiv ist „There Will Be Blood“ ein Werk, das polarisiert, doch gehört man zur anvisierten Arthouse-Zielgruppe – und ist bereitet, auch die finale, heiß diskutierte Wendung zu akzeptieren, die in sich völlig schlüssig, da geschickt vorbereitet daherkommt – , wird man ihn schlicht bewundern müssen, diesen faszinierenden, monströsen Koloss von einem Film, förmlich von der Leinwand springend, nahezu zerberstend vor Symbolen und intertextuellen Bezügen zu Andersons Œuvre und der Literatur- und Filmgeschichte, doch zugleich sehr eigen, der sich mühelos zu einem modernen Klassiker entwickeln sollte. Mit einer im Gegenwartskino nahezu ausgestorbenen, fast Kubrickschen Konzentration und unerbittlichem Stilwillen erzählt Anderson die brutalste Charakterstudie einer verlorenen Seele seit Martin Scorseses Wie ein wilder Stier und die größtangelegteste Elegie auf den amerikanischen (Alb-)Traum seit Michael Ciminos „Heaven’s Gate“, die beide 1980 mit ihren kommerziellen Misserfolgen spektakulär die Ära des New Hollywood zu Grabe trugen.

