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Lenin kam nur bis Lüdenscheid
Wenige dürften in einer Familie aufgewachsen sein wie der von Richard David Precht: Die Eltern adoptieren in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren zwei vietnamesische Waisenkinder, Richard schwärmt im stockkonservativen Solingen für Dynamo Kiew und hält die DDR für das beste Land der Welt. Das klingt gewollt lustig, wie ein Stück aus dem Kuriositäten-Kabinett. Ist es aber nicht.
Drehbuchautor Richard David Precht und der erfahrene Dokumentarfilmregisseur André Schäfer erzählen die Geschichte des Autors aus einem konsequent kindlichen Blickwinkel. Sie schaffen damit Raum für zwei große Augen, die die Experimente und Abenteuer dieser wilden Jahre bestaunen und bewundern, aber auch recht eigenwillig in den jeweiligen Kosmos eines Drei-, Fünf- oder Elfjährigen einordnen. Obwohl der Ich-Erzähler eigentlich nur sein ganz privates Leben schildert, schafft es der Film, die kollektive Geschichte von 1964 bis 1989 auf eine Weise zu erzählen, die anrührend ist auch für jene, die solche oder ähnliche Archivbilder schon hundert Mal gesehen haben.
Kann man ansehen, muß man aber nicht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, außer dass es recht befremdlich auf mich wirkte, wie in NRW die DDR nachgespielt wurde mit ihren Organisationen.
# Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
# Sprache: Deutsch (Stereo)
# Region: Alle Regionen
# Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
# FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
# Studio: absolut Medien GmbH
# Erscheinungstermin: 30. Januar 2009
# Produktionsjahr: 2008
# Spieldauer: 88 Minuten
