Archiv für Mai 2009
12 Uhr mittags
Will Kane, verdienstvoller und beliebter Town Marshal (dem Amt des Sheriffs verwandt) der Kleinstadt Hadleyville, hat gerade die Quäkerin Amy geheiratet und ihr zuliebe seinen Posten aufgegeben, als er die Nachricht erhält, dass der Bandit Frank Miller, den Kane fünf Jahre zuvor ins Gefängnis gebracht hatte, nach seiner Begnadigung mit dem 12-Uhr-Zug in die Stadt kommen werde, um sich zu rächen. Da sich bereits drei Mitglieder der Miller-Bande am Bahnhof aufhalten, wird Kane von den anwesenden Hochzeitsgästen gedrängt, die Stadt schneller als geplant zu verlassen, obwohl der neue Marshal erst am nächsten Tag erwartet wird.
Der Film war der beste Western, den ich je gesehen habe und das sind doch immerhin einige gewesen, alleine der gedanke, 50 Jahre vor 24 in Realzeit zu drehen, muß damals bahnbrechend gewesen sein.
Rechte Kräfte fanden den Film „unamerikanisch“ und den Sheriff Will Kane (Gary Cooper) zu verweichlicht und verbittert, angeblich drehten Howard Hawks und John Wayne 1959 „Rio Bravo“ daher als Antwort auf „High Noon“.
Die amerikanische Linke hingegen identifizierte sich mit dem von der Gemeinschaft (aus Angst) im Stich gelassenen Kane. Als eine Art Parabel auf die Kommunistenhetze war der Film wohl auch gemeint.
Der Film ist in seiner Aussage, dass letztendlich jeder für sich selbst einstehen muß und sich jeder selbst auf beste Freunde nicht mehr verlassen kann, tieftraurig, aber wahr.
High Noon zählt auch heute noch unter Kritikern zu den besten Filmen aller Zeiten. In der IMDb ist er seit Erstellen der Liste der Top 250 Filme ständig vertreten. Das American Film Institute wählte ihn auf der Liste der 100 wichtigsten Filme der letzten 100 Jahre auf Platz 33. 1989 erfolgte die Aufnahme in das „National Film Registry“ der Library of Congress (USA). In diesem Archiv werden nur Filme aufgenommen, die als kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutend und damit für die Nachwelt besonders erhaltenswert eingestuft worden sind.
Joe Hembus nennt den Film einen „guten Western, der eine hohe Meinung von seinen eigenen Qualitäten hat.“ Die oft zitierten formalen Besonderheiten des in Echtzeit erzählten Films wie die wiederkehrenden Schnitte auf die Eisenbahnschienen und auf die Uhr erwiesen sich als „aufdringliche Banalitäten“.[13]
Der film-dienst dagegen zeigte sich weitaus begeisterter:
„Zinnemanns ‚psychologischer‘ Western bereicherte das Genre nicht nur um neue dramaturgische Raffinessen (die Einheit von Ort und Zeit ist virtuos zur Spannungssteigerung genutzt) und um den damals noch ungewohnten Typus des ‚gebrochenen‘ Helden, der an seinem Auftrag zweifelt, sondern verschärfte auch die moralischen Aspekte der Fabel. Über seinen filmhistorischen Wert hinaus stellt der populärste und meistausgezeichnete Film der 1950er Jahre eine bittere Abrechnung mit der McCarthy-Ära dar. Der Drehbuchautor Carl Foreman war 1951 auf die ‚Schwarze Liste‘ des Kommunistenjägers geraten und hat in dem Stoff eigene Erfahrungen verarbeitet.“
Direkt nach der Premiere urteilte die New York Times:
„Ungefähr alle fünf Jahre kommt jemand – jemand mit Talent und Geschmack sowie vollem Verständnis für die Legende und viel Poesie in seiner Seele – der eine Handvoll Klischees aus der reichgefüllten Sagenwelt des Westerns nimmt und sie zu einem packenden, inspirierenden Kunstwerk innerhalb dieses Genres verwandelt. Solch eine seltene und aufregende Leistung stellt Stanley Kramers Produktion ‚High Noon‘ dar. […] ‚High Noon‘ ist ein Western, der ‚Stagecoach‘ im Wettbewerb um die Meisterschaft aller Zeiten herausfordert.“ ““
– Bosley Crowther, New York Times[14]
F.M. Helmke betont die formale und inhaltliche Eigenständigkeit des Films:
„[E]in Film, der die Maßstäbe setzte für jeden Plot, in dem die voranschreitende Zeit der größte Feind des Protagonisten ist, der das klassische Western-Duell zu seiner Essenz hochstilisierte, und der sich gleichzeitig deutlich und überzeugt von den Normen seines Genres entfernte.“
– F.M. Helmke, Filmzentrale
Und Ulrich Behrens ergänzt:
„‚High Noon‘ ist in jeder Hinsicht ein Ausnahme-Western. Wir sehen keine blühenden Landschaften eines glorifizierten Westens und glorifizierenden Westerns, keine furchtlosen Helden ohne Schwächen, keine lustigen Nester, keine ‚typisch‘ amerikanische Nach-Siedler-Generationen, die sich in Furchtlosigkeit vor den Gefahren zusammenschweißt und ihre Führer (längst) auserwählt (hat). […] Düsterer kann man einen Western kaum drehen. Düsterer kann man aber vor allem kaum eine Atmosphäre einfangen, in der sich unter der brüchigen Oberfläche von vermeintlicher Ehre und Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Gemeinschaft, Mut und Entschlossenheit etwas ganz anderes offenbart: Feigheit, Egoismus und letztlich auch Verrat.“
– Ulrich Behrens, Filmzentrale
# Darsteller: Gary Cooper, Grace Kelly, Thomas Mitchell
# Regisseur(e): Fred Zinnemann
# Komponist: Dimitri Tiomkin
# Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
# Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
# Untertitel: Deutsch
# Region: Region 2
# Bildseitenformat: 4:3
# FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
# Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
# Erscheinungstermin: 1. November 1999
# Produktionsjahr: 1952
# Spieldauer: 80 Minuten

Mitternacht im Garten von Gut und Böse
Jim Williams, ein Millionär aus kleinen Verhältnissen, Kunstsammler, Antiquitätenhändler und Lebemann, lebt in Savannah und organisiert in seinem Haus ausgefallene Partys. Der New Yorker Journalist John Kelso, der für das Magazin Town & Country über die Weihnachtsparty von Williams berichten soll, ist von diesem fasziniert. Auf der Party wird Kelso Zeuge einer Szene zwischen Williams und dessen Liebhaber Billy Carl Hanson. Noch in der gleichen Nacht wird Hanson in Williams’ Haus erschossen.
Kelso recherchiert, um ein Buch über den Fall zu schreiben. Williams wird des Mordes verdächtigt und nimmt Kelso zu einer mitternächtlichen Voodoo-Sitzung auf einem Friedhof mit, bevor gegen ihn Anklage erhoben und er verhaftet wird. Der Anwalt von Williams hofft, dass Kelso für Publicity sorgen und den Ausgang des Prozesses beeinflussen könnte.
Kelso lernt Minerva und die Drag Queen Lady Chablis kennen. Er hält Lady Chablis zuerst für eine Frau – bis sie offenbart, dass ihr wahrer Name Frank ist. Sie trifft ihn mehrmals und vermittelt ihm weitere Kontakte. Kelso erhält Einblick in das Leben der Gesellschaft Savannahs.
Es stellt sich heraus, dass Williams Hanson erschossen hat. Williams stirbt an einem Herzinfarkt.
Gepflegte Langeweile – da kann man den Film am besten beschreiben. Die Bilder sind großartig, die Figuren durchgehend skuril, aber man fragt sich ständig: Wann geht es endlich los? – Leider niemals richtig. Das einzig verwunderliche an dem Film ist John Cusacks unglaublich dummer Gesichtsausdruck, welcher wohl Staunen suggerieren soll.
Fazit:
Tolle Aufnahmen, skurile Charaktere, aber vorsehbare, langweilige Geschichte.
- Darsteller: Kevin Spacey, John Cusack, Jack Thompson
- Regisseur(e): Clint Eastwood
- Komponist: Lennie Niehaus
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Dänisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Hebräisch, Niederländisch, Isländisch, Italienisch, Kroatisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 1.85:1
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Warner Home Video – DVD
- Erscheinungstermin: 27. Januar 1999
- Produktionsjahr: 1997
- Spieldauer: 149 Minuten

Memento
Hinweis: Aufgrund der Vermischung von chronologisch rückwärts und vorwärts zusammenhängenden (linearen) Szenen weicht die Kette von Ereignissen im Film von der hier dargestellten ab. Die Unterschiede sind gekennzeichnet.
Der Film beginnt mit einer rückwärts ablaufenden Farbszene, in der man sieht, wie Leonard Teddy erschießt und dann ein Foto von der Leiche macht. Als Leonard das komplett entwickelte Polaroid in der Hand schüttelt, löst es sich langsam zu einem leeren Fotopapier auf, da diese spezielle Szene rückwärts abläuft.
Der Film springt dann zum chronologischen Beginn der Geschichte – eine Schwarzweiß-Szene, in der Leonard in einem Motel aufwacht und ein Telefongespräch mit einem unbekannten Anrufer führt. Leonard erzählt dem Anrufer die Geschichte von Sammy Jankis. Sammy litt an anterograder Amnesie, wodurch er keine neuen Erinnerungen mehr speichern konnte. Zu dieser Zeit war Leonard Ermittler für Versicherungsbetrug, dessen Aufgabe es war herauszufinden, ob Sammys Zustand einer physischen Verletzung entsprang und somit von seiner Versicherung abgedeckt war. Nach mehreren Tests folgerte Leonard, dass Sammys Zustand psychologischer Art war; sein Versicherungsanspruch wurde daraufhin abgewiesen. Sammys Frau, Diabetikerin und überzeugt davon, dass Sammy durch einen ausreichend starken Anlass aus seinem Zustand „herausgeschockt“ werden könnte, brachte ihn dazu, ihr mehrfach eine Insulinspritze zu geben. Sie starb, nachdem er ihr unwissentlich eine tödliche Überdosis verabreicht hatte, und Sammy wurde in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Wenn man allerdings die Szene mit Sammy in der Klinik genau ansieht, so sieht man, dass eine Person an ihm vorbei geht. Anstatt Sammy sieht man kurz Leonard im Stuhl sitzen, dann endet die Szene.
Leonard erzählt dem Anrufer auch, wie seine Frau starb. Eines Nachts brachen zwei Männer in sein Haus ein und vergewaltigten und ermordeten seine Frau. Leonard erschoss einen Eindringling, wurde dann aber von dem zweiten Mann hinterrücks niedergeschlagen. Durch seine Kopfverletzung bekam er anterograde Amnesie – seine letzte Erinnerung ist der Anblick seiner sterbenden Frau auf dem Badezimmerboden. Leonard ist entschlossen, den zweiten Einbrecher zu finden und den Tod seiner Frau zu rächen. Er entwickelt ein System aus Polaroids, Notizen an sich selbst und Tätowierungen von wichtigen Fakten, um sein fehlendes Kurzzeitgedächtnis auszugleichen. Einer der wenigen Hinweise auf die Identität des zweiten Einbrechers ist eine Tätowierung mit dem Namen „John G.“. Der mysteriöse Anrufer erzählt Leonard, dass der Mörder, ein Drogendealer, sich in einem verlassenen Gebäude aufhält. Leonard fährt zu dem alten Gebäude und tötet einen Mann namens Jimmy Grants. An dieser Stelle des Films wird die Schwarzweiß-Szene zur letzten (aber chronologisch ersten) Farbszene.
Einige Minuten später kommt Teddy an und Leonard findet heraus, dass er benutzt wurde. Jimmy Grants war lediglich ein lokaler Drogendealer und hatte nichts mit dem Mord an Leonards Frau zu tun. Im eigentlichen Höhepunkt des Films wird Leonard von Teddy eröffnet, dass seine Frau den Angriff überlebte und erst später an einer Überdosis Insulin – verabreicht durch Leonard – starb. Laut Teddy war Sammy Jankis ein unverheirateter Betrüger. Leonard beharrt darauf, dass Teddy lügt, ist sich aber unsicher. Teddy behauptet, ein Polizeibeamter zu sein, der Leonard aus Mitleid half, den wahren John G. zu finden und zu töten – bereits mehr als ein Jahr zuvor. Doch Leonard vergaß, dass er seine Rache hatte, und begann erneut damit, nach John G. zu suchen. Teddy gibt auch zu, Leonard dahingehend manipuliert zu haben, Jimmy für die 200.000 $ zu töten, die dieser in seinem Auto hat, von denen Leonard die Hälfte abbekommen soll.
Bevor Leonard Teddys Enthüllungen vergessen kann, richtet er sich darauf ein, Teddy zu töten. Er notiert dessen Nummernschild und schreibt eine Notiz, sich diese Information tätowieren zu lassen. Leonard nimmt Jimmys Kleidung und Auto, lässt Teddy zurück und fährt zu einem Tattooshop (die letzte Szene des Films). Dort findet Leonard eine Notiz von Jimmys Freundin, Natalie, in seiner Tasche. Da er bereits vergessen hat, dass er die Kleidung von Jimmy Grants trägt, denkt er, die Notiz sei für ihn bestimmt. Er fährt zu der Bar, in der sie arbeitet, trifft sich mit ihr und erzählt ihr von seinem Zustand. Natalie bietet ihm ihre Hilfe an, betrügt ihn aber später und führt ihn dazu, einen Mann namens Dodd zu bedrohen, der Natalie wegen des Geldes von Jimmys Drogengeschäften belästigt hat. Nach einigen Schwierigkeiten zwingt Leonard Dodd dazu, die Stadt zu verlassen.
Als Natalie erfährt, dass Dodd fort ist, lässt sie für Leonard das Nummernschild von seiner Tätowierung prüfen. Sie gibt ihm eine Führerscheinkopie des Wagenbesitzers, und Leonard vergleicht die Kopie mit seinem Foto von Teddy, dessen wahrer Name John Edward Gammell ist – „John G.“. Leonard schließt daraus, dass Teddy der Vergewaltiger und Mörder seiner Frau ist. Er bringt Teddy zu dem verlassenen Gebäude, in dem er Jimmy Grants vor einigen Tagen ermordet hat, und (wie in der ersten Szene gezeigt) erschießt ihn. Leonard macht ein Foto der Leiche.
Der Film verfolgt zwei Erzählstränge: Zum einen wird die eigentliche Geschichte des Films erzählt. Damit der Zuschauer wie der Protagonist Leonard Shelby das Gefühl, sich nicht zu erinnern, selbst erfahren kann, laufen die farbigen Szenen chronologisch rückwärts ab. Man befindet sich damit permanent in einer Handlung, ohne deren Vorgeschichte zu kennen, wodurch es erschwert wird, das Gesehene zu ordnen und in Bezug zu setzen. Zum anderen werden Geschehnisse unmittelbar vor dieser Handlung gezeigt. Die dazugehörigen Szenen sind schwarz-weiß, laufen chronologisch vorwärts und über den ganzen Film verteilt.
In der nebenstehende Skizze kennzeichnen die Pfeile die abwechselne Anordnung der farbigen und schwarz-weißen Spielszenen im Film, während sich die zugrundelegende Handlung chronlogisch von links nach rechts entwickelt.
Ich hätte nie gedacht, dass ein Film, der am Ende beginnt, so spannend sein kann. Vom Aufbau erinnerte er sehr stark an das Spiel Overclocked, welches ebenfalls rückwärts abläuft und von Gedächnisverlust handelt.
Was den Film so fazinierend macht ist die Frage, wie Wirklichkeit konstruiert wird. Dadurch, dass die Hauptperson sich nicht erinnern kann, hält er die Richtigen für seine Feinde und die Feinde für Freunde. Sicherlich ist das ein Extrembeispiel, führt aber vor Augen, dass man die eigene Wirklichkeit immer wieder hinterfragen sollte.
Fazit:
Einer der besten Filme der letzten Zeit.
Für all die, die nach dem Film die verschiedenen Szenen immer noch nicht sortiert bekommen haben oder den Film noch besser verstehen wollen, will ich auf das versteckte Easteregg verweisen, das lässt die Szenen in chronologischer Reihenfolge ablaufen. Hierzu steuert man im Hauptmenü mit den Pfeil-Tasten auf Filmstarten und drückt dann zweimal nach rechts, jetzt sollte das Wort MEMENTO hervorgehoben sein, das man nur noch bestätigt (!!! Das Feature ist nur bei der Doppel- DVD zu finden !!!)
Kritik bei Lovefilm, ich habe den Film allerdings im Orginal gesehen und vermute, dass er so auch mehr Spaß macht.
- Darsteller: Carrie-Anne Moss, Guy Pearce
- Regisseur(e): Christopher Nolan
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound, Widescreen
- Sprache: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 2.35:1
- Anzahl Disks: 2
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Columbia Tristar Home Video
- Erscheinungstermin: 9. Juli 2002
- Produktionsjahr: 2000
- Spieldauer: 109 Minuten

Verdammt sind sie alle
Nach Jahren kommt Dave Hirsh (Frank Sinatra) zurück in seine Geburtsstadt. Dort mietet sich der offensichtlich dem Alkohol sehr zugetane Ex-Soldat und gescheiterte Schriftsteller in einer kleinen Pension ein und lässt seine gesamten Ersparnisse auf der Nationalbank deponieren – ein erster Affront gegen seinen Bruder Frank (Arthur Kennedy), der im Vorstand der örtlichen Privatbank sitzt und auch nur durch Zufall von Kunden seines Juwelierladens erfährt, daß Dave wieder in der Stadt ist.Frank besucht seinen Bruder dann aber sofort, um ihn zum Abendessen einzuladen – sehr zum Unwillen seiner Frau, die den Schwager nicht leiden kann. Diese lädt dann auch den Literaturprofessor French und seine Tochter Gwen (Martha Hyer) ein, die ein paar Veröffentlichungen Daves gelesen hat und ihn gerne kennen lernen möchte. Zwischen Gwen und Dave funkt es noch, Dave verschließt sich jedoch seinen Gefühlen und zieht lieber mit dem Spieler Bama Dillert (Dean Martin) und der äußerst naiven Ginny Moorhead (Shirley MacLaine) durch die Lande…
Ich konnte mit dem Film nichts anfangen, lediglich wie Ginny sich immer erniedrigen lässt und Dave trotzdem liebt, fand ich erstaunlich – dummer Weiber, die es nicht besser verdient haben, wenn man sie schlecht behandelt.
Die eigentliche Geschichte eines Außenseiters, der nicht in der Gesellschaft ankommt ist zu ausgelutscht, um wirklich zu begeistern.
- Darsteller: Frank Sinatra, Dean Martin, Shirley MacLaine
- Regisseur(e): Vincente Minnelli
- Komponist: Elmer Bernstein, James van Heusen
- Format: HiFi Sound, PAL
- Sprache: Französisch (Dolby Digital 1.0), Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Finnisch, Griechisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Warner Home Video – DVD
- Erscheinungstermin: 2. Mai 2008
Kaltes Land
Josy (Charlize Theron) ist als Tochter eines Minenarbeiters in Minnesota aufgewachsen. Nach einer gescheiterten Ehe mit einem brutalen Trinker kehrt sie mit den zwei Kindern erstmal in ihr Elternhaus zurück. Von ihren Eltern kritisch beäugt, möchte sie endlich ihr Leben selbst in die Hand nehmen und nimmt einen Job in der Mine an. Gemeinsam mit Freundin und Kollegin Glory (Francis McDormand) stellt sie sich dem rauen Berufsalltag. Die männlichen Kollegen verachten die Frauen zum größten Teil und spielen ihnen übel und primitiv mit. Vor allem Josy und die hübsche Sherry (Michelle Monaghan) haben es nicht leicht. Obwohl Josy mit der Verachtung nicht klar kommt, behält sie den Job, weil er ihr das höchste Einkommen und die Aussicht auf eine selbständige Familie bietet. Jede Beschwerde bei Vorgesetzten oder Kollegen wird von den Männern unter der Führung ihres alten Schulfreundes Bobby (Jeremy Renner) mit noch härteren Sprüchen und Übergriffen beantwortet. Unterstützung findet sie nur bei Glory und deren Freund Kyle (Sean Bean), der für Josys Sohn Sammy (Thomas Curtis) zum Ansprechpartner wird.
Die Probleme vervielfachen sich, als die Minenarbeiter Josy öffentlich als frivoles Miststück, das jedem Kollegen hinterher steigt, darstellen. Als sie die Demütigung und Angst nicht mehr erträgt, kündigt sie und strebt mit dem Anwalt und Ex-Eishockey-Profi Bill (Woody Harrelson) einen Prozess wegen sexueller Belästigung gegen die Minenfirma an. Der Vorstand schlägt mit harten Bandagen zurück und zerrt unschöne Details über Josys Vergangenheit an die Öffentlichkeit. Um vor Gericht eine Chance zu haben, braucht die engagierte Frau die Unterstützung ihrer Kolleginnen als Zeugen. Aber die eingeschüchterten Frauen haben keine Lust, sich mit den mächtigen Bossen anzulegen und über diesem Konflikt ihren eigenen Arbeitsplatz zu gefährden.
Die begeisterte Kritiken auf Amazon kann ich nicht nachvollziehen: Eine Frau meint in einer klassischen Männerdömäne (Eisenmine) arbeiten zu müssen und wundert sich, dass diese darüber nicht begeistert sind und sie vertreiben wollen. Das ist ungefähr so verwunderlich wie eine Vergewaltigung nachts im Stadtparkt – sie hat es darauf angelegt und verloren.
Das Bergarbeiter nicht unbedingt für ihre feinen Sitten bekannt und Emazipation drückt sich dadurch aus, dass man es ihnen gleich tut und das Bier ebenfalls dirket aus der Flasche trinkt.
Ein Kollegin wird samt Dixie-Toilette umgeschmissen, Beleidigungen werden mit Kot an an die Wände geschmiert, dann kommt es zur sexuellen Belästigung – wer sich in Gefahr begibt, kommt eben darin um.
Wobei es – wenn auch nicht ganz so drastisch – sicherlich auch nicht gerne gesehen wird, wenn ein einzelner Mann unter lauter Frauen in einem typischen Frauenberuf arbeitet, irgendwo sollte man sich auch in sein Schicksal fügen können.
Der Film ist daher überflüssig wie ein Kropf, ich war froh, als der Film zu Ende war und mit ihm die Langeweile.
# Darsteller: Charlize Theron, Elle Peterson, Thomas Curtis
# Regisseur(e): Niki Caro
# Komponist: Gustavo Santaolalla
# Format: Dolby, PAL, Surround Sound
# Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
# Untertitel: Deutsch, Englisch
# Region: Region 2
# Bildseitenformat: 16:9
# FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
# Studio: Warner Home Video – DVD
# Erscheinungstermin: 9. Juni 2006
# Produktionsjahr: 2005
# Spieldauer: 121 Minuten

Shanghai Serenade
Der 14-jährige Shuisheng wird von seinem Onkel aus der Provinz ins Shanghai der 30er Jahre geholt. Im Haus des mächtigen Triaden-Chefs Tang soll er dessen Geliebter dienen, der Nachtclubsängerin Xiao. Für Shuisheng ist es eine Reise in eine fremde Welt. Der lasterhafte Luxus, mit dem sich die resolute Xiao umgibt, verwirrt ihn. Die Hintergründe des brutalen Gangsterkriegs, den Tangs Gegner anstiften, kann er nicht verstehen. Verfolgt vom mörderischen Verräter Song Er Ye flieht der Tang-Clan auf eine entlegene Insel. Aber die ländliche Idylle trügt. Schon prallen die verfeindeten Mafia-Banden wieder aufeinander. Shanghai im Jahr 1930: Der 14-jährige Shuisheng steht verloren und mit staunenden Augen mitten in der chinesischen Metropole. Er ist zum ersten Mal in einer Stadt. Sein Onkel hat ihn geholt, damit er für Tang, den Triaden-Chef von Shanghai, arbeitet, mit dem der Junge entfernt verwandt ist. Shuisheng soll der Geliebten Tangs, der Sängerin und Tänzerin Xiao Jinbao, als Diener zur Verfügung stehen. Bereits am ersten Tag seines Aufenthalts wird Shuisheng mit den brutalen und grausamen Geschäften der chinesischen Triaden konfrontiert. Mord und Reichtum, Intrigen und Geld, Macht und Gewalt begleiten von nun an den naiven Jungen. Eines Nachts entdeckt er, dass „Nummer Zwei“, der Stellvertreter Tangs, ein Verhältnis mit Xiao Jinbao hat. Am nächsten Abend wird Tang in eine Falle gelockt, seine Leibwächter werden umgebracht und Tang selbst wird schwer verletzt. Mit seiner Geliebten, seinem Berater und Shuisheng flüchtet er sich auf eine Insel. Auch von hier aus, verwundet und fernab von Shanghai, hält Tang weiter alle Fäden in der Hand. Er deckt die Beziehung von „Nummer Zwei“ mit Xiao Jinbao und das Komplott gegen ihn auf, um dann seinen Stellvertreter und seine Geliebte grausam zu bestrafen.
Ein wunderschöner Film, welcher die Dekadenz von Shanghai der 30er zeigt, die gesellschaftlichen Gegensätze jedoch ausspart.
Die Bilder sind jedoch wunderschön, die Bilder in Shanghai sind bunt und warm, während die Insel in eher tristen Farben photographiert wurde.
Die Geschichte selber ist relativ simpel und erzählt von Verrat innerhalb der Triaden.
# Darsteller: Gong Li, Li Baotian, Li Xuejian
# Regisseur(e): Zhang Yimou
# Komponist: Zhang Guangtian
# Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
# Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Hochchinesisch (Mandarin) (Dolby Digital 2.0 Stereo)
# Untertitel: Deutsch
# Region: Region 2
# Bildseitenformat: 16:9
# FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
# Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
# Erscheinungstermin: 18. Januar 2008
# Produktionsjahr: 1995
# Spieldauer: 103 Minuten

