Filmblog von Nomadenseele

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Archiv für Juni 2008

Darjeeling Limited

mit 3 Kommentaren

In „The Darjeeling Limited“ gehen drei Brüder auf eine spirituelle Reise durch Indien. In einem Zug, dessen Name der Filmtitel ist, trifft Francis (Owen Wilson) zum ersten Mal seit der Beerdigung des Vaters auf seine Brüder Peter (Adrien Brody) und Jack (Jason Schwartzman). Der nach einem schweren (wohl selbst veranlassten) Unfall dem Tod gerade so noch von der Schippe gesprungene Francis hat die Brüder versammelt, denn er will sie auf der Reise zusammenführen. Alles hat er, unterstützt von einem Assistenten (Wally Wolodarsky), der sich auch irgendwo in dem großen Zug aufhält, minuziös durchgeplant. Jack und Peter müssen verwundert feststellen, dass sie Francis nicht einmal ihr Essen selbst bestellen lässt, sondern hier nach Ansicht der Speisekarte alleine entscheidet, was für jeden der drei das Richtige ist. Die ohnehin schwer belastete und brüchige Beziehung des Trios bekommt schnell weitere Risse, denn jeder trägt Geheimnisse in sich, die er nicht freiwillig beiden Brüdern preisgibt. Jack kam direkt aus Frankreich, wo er sich im „Hotel Chevalier“ versteckte, ihn seine Ex-Freundin (Natalie Portman) aber trotzdem fand (die Vorgeschichte). Obwohl er ihr klar machte, dass er sie nicht liebt, bestand sie darauf, ihn eine Nacht „durchzuficken“. Nun hängt er wieder an ihr und spioniert ihr mittels Abhören ihres Anrufbeantworters nach. Peter wird in wenigen Wochen Vater und spielt mit dem Gedanken, sich vor der Verantwortung zu drücken. Zudem müssen seine Brüder schnell feststellen, dass er die Erbstücke des Vaters wie die Sonnenbrille, den Rasierer und die eigentlich nutzlosen Autoschlüssel alleine besitzt. Und Francis weiß als Einziger, dass die Reise zu ihrer Mutter (Angelica Houston) gehen soll. Die lebt als Nonne im Himalaya und hat ihre Söhne schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen und scheinbar eigentlich auch gar kein Bedürfnis nach einer Zusammenkunft.
Doch damit erst einmal die drei Brüder zusammenfinden, müssen sie einige Abenteuer bestehen. Peter muss sich in die Boardstewardess (Amara Karan) verlieben, quäkende deutsche Mitreisende müssen zur Ordnung gerufen werden, Schuhe abhanden kommen, eine giftige Schlange das Zugabteil aufmischen, unzählige Zigaretten geraucht und Medikamente geschluckt werden und die ein oder andere Auseinandersetzung mit dem Bordschaffner (Waris Ahluwalia) bewältigt werden. Doch die wahre Prüfung wartet außerhalb des Zuges, wo ein tragisches Ereignis ihre Augen öffnet.
Weiteres bei Filmstarts.

Einer der Fime, die ich wirklich mag, ist Saint Jacques… Pilgern auf Französisch

. Also bin ich in Darjeeling Limited gegangen, da es einen ähnlichen Film versprach – weit gefehlt. Saint Jacques hat zwar die schlechteren Kritiken bekommen, war aber bei weitem witziger. Ausser einer Szene gab es für mich nichts zu lachen. Fazinierend waren die Landschaftaufnahmen (ich habe mit Indien bis jetzt immer sattes Grün verbunden, dort jedoch herrscht eher Wüstenklima vor) und die Alltagsszenen aus den Tempel und Städten, aber das rechtfertigt kein 7,50 Euro.

Als Fernsehfilm wäre es in Ordnung gewesen, von einem Kinobesuch würde ich absehen. In Erinnerung bleibt mir vor allem der Sounttrack der Rolling Stones und The Kinks.

IMDB

Artist: The Rolling Stones
Song: Play With Fire

Well, youve got your diamonds and youve got your pretty clothes
And the chauffeur drives your car
You let everybody know
But dont play with me, cause youre playing with fire

Your mother shes an heiress, owns a block in saint johns wood
And your fatherd be there with her
If he only could
But dont play with me, cause youre playing with fire

Your old man took her diamonds and tiaras by the score
Now she gets her kicks in stepney
Not in knightsbridge anymore
So dont play with me, cause youre playing with fire

Now youve got some diamonds and you will have some others
But youd better watch your step, girl
Or start living with your mother
So dont play with me, cause youre playing with fire
So dont play with me, cause youre playing with fire

Links zum Fim

Geschrieben von nomadenseele

Juni 29, 2008 um 6:36

Veröffentlicht in Komödie, Reise

No country for old men

ohne Kommentare

lt;em>1980 in Südwest-Texas: Der einfache Arbeiter Llewelyn Moss (Josh Brolin) lebt mit seiner Frau Carla Jean (Kelly Macdonald) ein bescheidenes Leben in einem Wohnwagenpark. Beim Antilopen jagen in der weiten Prärie stolpert er über ein Massaker. Hier ist offensichtlich ein Drogendeal ganz gewaltig schief gelaufen. Mehrere Leichen liegen verstreut herum, lediglich ein Mexikaner (Chip Love) hat schwer verletzt überlebt. Llewelyn macht keine Anstalten, dem Sterbenden zu helfen. Auch den Pickup-Truck voller Drogen lässt er links liegen, sichert sich stattdessen die 2,4 Millionen Dollar in einem Koffer. Doch dann begeht Llewelyn einen schweren Fehler. Als er sich noch einmal zurück an den Tatort macht, um dem Schwerverletzten Wasser zu bringen, bekommt er unliebsamen Besuch. Fortan machen die Urheber des verpatzten Deals Jagd auf Llewelyn. Ganz besonders unangenehm ist der brutale, völlig skrupellose Profikiller Anton Chigurh (Javier Bardem), dessen Weg im wahrsten Sinne des Wortes Leichen pflastern. Llewelyn steht jedoch nicht ganz allein da. Dorfsheriff Ed Tom Bell (Tommy Lee Jones) weiß, in welcher Gefahr sich der Gejagte befindet und will ihn retten. Doch der Gesetzeshüter trottet den Leichenbergen, die Chigurh überall hinterlässt, stets einen Schritt hinterher…</em> (<a href=“http://filmstarts.de/kritiken/71611-No-Country-For-Old-Men.html“>Filmstarts</a>)

Die ganze Zeit, während ich den Film sah, habe ich die Amerikaner um ihr Land beneidet: Diese unendlichen Weiten, in denen man sich selber im Gegensatz zum beengten Europa (wobei ich Deutschland mit Abstand am schlimmsten finde), sicherlich frei und ungebunden fühlen kann. Dazu kam das breiteste Texanisch, welches man überhaupt sprechen kann, ich war noch nie so dankbar für die Untertitel.

Ansonsten war der Film wirklich spannend. Llewelyn war der reinste Überlebenskünstler, wie er dem Mörder immer wieder entkommt. Aber vielleicht sollte ich auch einfach nicht von mir ausgehen, ich wäre in der Situation komplett überfordert :P . Insgesamt ein ein wirklich guter Film.

FAZ

<a href=“http://www.online-literature.com/yeats/781/“>Sailing to Byzantium</a>

THAT is no country for old men. The young
In one another’s arms, birds in the trees
- Those dying generations – at their song,
The salmon-falls, the mackerel-crowded seas,
Fish, flesh, or fowl, commend all summer long
Whatever is begotten, born, and dies.
Caught in that sensual music all neglect
Monuments of unageing intellect.

An aged man is but a paltry thing,
A tattered coat upon a stick, unless
Soul clap its hands and sing, and louder sing
For every tatter in its mortal dress,
Nor is there singing school but studying
Monuments of its own magnificence;
And therefore I have sailed the seas and come
To the holy city of Byzantium.

O sages standing in God’s holy fire
As in the gold mosaic of a wall,
Come from the holy fire, perne in a gyre,
And be the singing-masters of my soul.
Consume my heart away; sick with desire
And fastened to a dying animal
It knows not what it is; and gather me
Into the artifice of eternity.

Once out of nature I shall never take
My bodily form from any natural thing,
But such a form as Grecian goldsmiths make
Of hammered gold and gold enamelling
To keep a drowsy Emperor awake;
Or set upon a golden bough to sing
To lords and ladies of Byzantium
Of what is past, or passing, or to come.

William Butler Yeats

Geschrieben von nomadenseele

Juni 4, 2008 um 6:19

Veröffentlicht in Drama, Krimi, Literaturverfilmung, Thriller