Lenin kam nur bis Lüdenscheid
Wenige dürften in einer Familie aufgewachsen sein wie der von Richard David Precht: Die Eltern adoptieren in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren zwei vietnamesische Waisenkinder, Richard schwärmt im stockkonservativen Solingen für Dynamo Kiew und hält die DDR für das beste Land der Welt. Das klingt gewollt lustig, wie ein Stück aus dem Kuriositäten-Kabinett. Ist es aber nicht.
Drehbuchautor Richard David Precht und der erfahrene Dokumentarfilmregisseur André Schäfer erzählen die Geschichte des Autors aus einem konsequent kindlichen Blickwinkel. Sie schaffen damit Raum für zwei große Augen, die die Experimente und Abenteuer dieser wilden Jahre bestaunen und bewundern, aber auch recht eigenwillig in den jeweiligen Kosmos eines Drei-, Fünf- oder Elfjährigen einordnen. Obwohl der Ich-Erzähler eigentlich nur sein ganz privates Leben schildert, schafft es der Film, die kollektive Geschichte von 1964 bis 1989 auf eine Weise zu erzählen, die anrührend ist auch für jene, die solche oder ähnliche Archivbilder schon hundert Mal gesehen haben.
Kann man ansehen, muß man aber nicht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, außer dass es recht befremdlich auf mich wirkte, wie in NRW die DDR nachgespielt wurde mit ihren Organisationen.
# Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
# Sprache: Deutsch (Stereo)
# Region: Alle Regionen
# Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
# FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
# Studio: absolut Medien GmbH
# Erscheinungstermin: 30. Januar 2009
# Produktionsjahr: 2008
# Spieldauer: 88 Minuten

Die Gräfin
Ungarn im 16. Jahrhundert. Die Gräfin Erzebet Bathory (Julie Delpy, Before Sunrise, 2 Tage Paris) gilt als mächtigste Frau des Landes. Nach dem Tod ihres Ehemanns verwaltet sie allein die Familien-Reichtümer, die sogar die des ungarischen Königs übertreffen. Graf Thruzo (William Hurt, 8 Blickwinkel, A History Of Violence) macht der verwitweten Adligen bald einen Heiratsantrag, doch sie betrachtet die Herkunft des Werbenden als unter ihrer Würde. Als Erzebet sich dann aber in Thurzos Sohn Istvan (Daniel Brühl, Die fetten Jahre sind vorbei, Good Bye, Lenin!) verliebt und der weitaus jüngere Mann ihre Gefühle erwidert, sinnt der Graf auf Rache. Gewaltsam bringt er Istvan nach Dänemark und verheiratet ihn mit einer anderen Frau. In Ungarn streut Thurzo zugleich Gerüchte darüber, dass Istvan Erzebet nicht mehr liebe. Diese glaubt, den jungen Geliebten wegen des hohen Altersunterschieds verloren zu haben und wird von Enttäuschung und Sehnsucht zerfressen. Eines Tages erliegt sie der bizarren Wahnvorstellung, das Blut jungfräulicher Mädchen könnte sie verjüngen und für Istvan wieder attraktiv machen…
Der Film war – sieht man von den Ekel-Szenen ab – ziemlich langweilig, Daniel Brühl ist in einem Historienfilm (bei aller Sympathie) eine Fehlbesetzung. Die Handlung Frau liebt 20 Jahre jüngeren Mann und glaubt aufgrund von Intrigen, diese Liebe würde nicht erwidert, ist ziemlich lahm umgesetzt, auch die Konflikte in Ungarn, die die angebliche (?) Blutgräfin so in Verruf gebracht haben (Schulden beim König, selbstständige Frau) wurden eher als Nebenhandlung abgetan, stattdessen legt sich der Film eindeutig fest, dass die Gräuel wirklich begangen wurden. Im Grunde ist es ein Film über eine Frau, die mit dem Altwerden Probleme bekommt und dieses versucht durch das Blut von Jungfrauen aufzuhalten (am Ende soll sie 10 Mädchen im Monat verbraucht haben). Die Morde selber sind angemessen dargestellt, deutlich wird gezeigt, wie das erste Mädchen noch angezapft wird (was einigen Kinobesuchern zu hart war, am Schluss war nur noch die Hälfte da), Leichen im Winter von Wölfen angenagt werden (was man in jeder Tierdokumentation sieht) und die Mädchen letztendlich professionell ausgequetscht werden – insgesamt dürfte der Anteil dieser Szenen deutlich unter 10 Minuten liegen.
Dadurch, dass sich der Film festgelegt hat, dass diese Verbrechen stattfanden, wird das Gerichtsverfahren schnell in fünf Minuten abgehandelt. Auch wird nicht berücksichtigt, dass die Tagebücher der Blutgräfin – wie sie immer behauptet hat – gefälscht sind, im Gegenteil, im Film wird gezeigt, wie diese sicherlich hochintelligente Frau diese schreibt.
Fazit:
Anstatt die Konflikte aufzutun, die zum Mythos der Blutgräfin geführt haben könnten (ich will nicht bestreiten, dass es solche krankten Geister gibt), versinkt der Film in einem Mischmasch aus Liebes- und*Probleme mit dem Altwerden*-Geschichte.

Elisabeth Báthory, verheiratet Elisabeth Nádasdy (ungarisch: Báthory Erzsébet, slowakisch: Alžbeta Bátoriová/Báthoryová, * 7. August 1560 in Nyírbátor, Ungarn; † 21. August 1614 auf Burg Čachtice, Königliches Ungarn, heute Slowakei) war eine ungarische Gräfin aus dem Hause der Báthory von Ecsed. Ihre möglicherweise politisch motivierte Verurteilung als Serienmörderin im Jahr 1611 gab Anlass zur Herausbildung der Legende einer „Blutgräfin“, die die reale historische Person verdrängt hat und den Stoff für zahlreiche künstlerische Bearbeitungen abgab.
Unbestrittene Fakten [Bearbeiten]
Graf Georg Thurzo von BethlenfalvaAuf Befehl des habsburgischen Königs Mathias II. (ung. Mátyás) von Ungarn stürmte und durchsuchte Graf Georg Thurzo von Bethlenfalva (*2. September 1567, slow.: Juraj Thurzo, ung.: Thurzó György), seit 1609 Palatin von Ungarn und Vetter von Báthory, am 29.Dezember 1610 die Burg Čachtice. Báthory wurde wegen vielfachen Mordes an Dienerinnen 1611 unter Hausarrest gestellt. In Bitcse wurden zwei Prozesse abgehalten, je einer in Ungarisch und in Latein. Da man Báthory selbst an ihnen weder teil-, noch irgendwie dazu Stellung nehmen ließ, bestand der Prozess nur aus der Vernehmung von Mitangeklagten und Zeugen. Erstere waren diverse Diener(innen) der Gräfin:
Helena (ung. Ilona) Jó, die Amme von Báthorys Kindern,
Johannes (ung. János) Ujváry, genannt Ficzkó, ihr Hausmeister,
Katharina Beneczky, Witwe des Johann Boda, zehn Jahre lang als Wäscherin auf der Burg,
Dorothea (ung. Dorottya) Szentes, genannt Dorkó, Witwe des Benedict Scöcs, fünf Jahre Kammerzofe der Gräfin.
Die Aussagen dieser Mitangeklagten wurden laut den Prozessunterlagen einmal freiwillig, ein weiteres Mal unter der Folter erbracht. Anna Darvula galt ebenfalls als Täterin, war aber schon vor der Erstürmung der Burg gestorben.
Als Resultat des Prozesses wurden Dorothea und Helena die Finger abgerissen und beide dann lebendig verbrannt. Johannes wurde geköpft, seine Leiche auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Katharina wurde zunächst in Haft belassen und nicht sofort verurteilt, da sie teilweise durch Zeugenaussagen entlastet war. König Matthias verlangte das Todesurteil gegen die Gräfin Báthory, doch stimmte Thurzo dem nicht zu. Báthory wurde in einem kleinen Zimmer auf ihrer Burg Čachtice bis zu ihrem Lebensende eingemauert. Danach hatte sie nur durch ein kleines Loch in der Mauer Kontakt zur Außenwelt.
Ende Januar 1611 wurde Báthory von Georg Drugeth von Homonna, der Erbansprüche geltend machte, aufgesucht. Am 8. Oktober gab es ein Treffen der beiden Erben, bei dem die Aufteilung des Erbes diskutiert wurde. Am 31. Juli 1614 machte Báthory ihr Testament, das eine gleichmäßige Aufteilung ihres Eigentums unter ihre Kinder vorsah und Paul als Stammhalter einsetzte. Am 18. August verhandelten Paul und Homonna um das Erbe. Báthory starb am 21. August in ihrer Zelle und wurde am 25. November in der Kirche zu Čachtice beigesetzt. Am 13. August 1615 starb ihre Tochter Anna kinderlos und fiel als Erbin aus, so dass sich Paul und Homonna am 9. März 1616 auf die Aufteilung des Erbes einigten.
Interpretationen [Bearbeiten]
Báthory als grausame Serienmörderin [Bearbeiten]
Die Prozessunterlagen schildern, dass Báthory viele Mädchen auf ihre Burgen gelockt hat, um sie dort auf vielfache Weise nackt zu Tode zu foltern. Nach den Prozessakten hat Thurzo sofort nach Betreten der Burg Čachtice die ersten Mädchenleichen gefunden. Báthory und ihre Diener(innen) haben laut den Aussagen folgende Foltermethoden praktiziert: Fesselung, Schläge und Auspeitschung bis zum Tode, Schnitte mit der Schere, Stiche mit Nadeln, Verbrennungen mit heißem Eisen und Wasser, Übergießen mit Wasser im Frost, brennendes Ölpapier zwischen den Zehen, Ohrfeigen und Messerstiche.
Dorothea sagte aus, von 36 getöteten Mädchen zu wissen. Eine andere Zeugenaussage beinhaltet die Existenz eines Tagebuches der Báthory, in dem die Tötung von 650 Mädchen beschrieben sei. Dieses Buch ist bis dato unpubliziert. Eine weitere Zeugin gab an, auf Schloss Sárvár seien ihres Wissens über 80 Mädchen getötet worden.
Michael Farin, der als Herausgeber der aktuellen deutschsprachigen Quellensammlung zu Báthory sowohl die zeitgenössischen Quellen als auch die Entstehung der späteren Báthory-Legende dokumentiert hat, hält die historische Báthory nicht für unschuldig,[1] ebenso György Pollák[2].
Eine Variation dieser Auffassung besagt, dass Báthorys Verhalten lediglich exzessiver war als das anderer Hochadliger. Sie sei demzufolge nur angeklagt worden, weil sie sich nicht mit Bauernmädchen begnügte, sondern schließlich auch Mädchen aus dem niederen Adel Ungarns umbrachte, darunter die Sängerin Helene (ung. Ilona) Harczy, die sie in Wien kennengelernt hatte.
Báthory als Opfer einer politischen Intrige [Bearbeiten]
Die These von Báthorys Schuld als Serienmörderin auf die Prozessakten zu stützen ist problematisch, da ihr Prozess nicht mit einer modernen Auffassung von Rechtsstaatlichkeit übereinstimmt: Báthory konnte sich nicht äußern und war nicht anwaltlich vertreten. Die Anklage stützte sich allein auf Aussagen ohne forensische Untersuchungen. Die Aussagen der Diener(innen) wurden unter der Folter erbracht und wären damit heute wertlos. Die Form der Todesurteile gegen diese Angeklagten ist ebenfalls frühneuzeitlich.
Die Auffassung von Báthorys Unschuld, erstmals vertreten von László Nagy 1984, sieht im Vorgehen gegen Báthory eine politische Intrige seitens des Hauses Habsburg.[3] Habsburger und Báthorys waren schon seit langem verfeindet. Der Konflikt der beiden Häuser begann 1571, als sich Stefan Báthory mit osmanischer Hilfe gegen den habsburgischen Kandidaten als Wojewode von Transsylvanien durchsetzte. Stefan setzte sich dann 1575 gegen Kaiser Maximilian II. als König von Polen durch. Die Habsburger waren katholisch und führten 1580 die Gegenreformation in Österreich ein. In Transsylvanien hingegen ließ der evangelische Wojewode Sigismund Báthory, ein Nachfolger von Stefan, 1588 die Jesuiten ausweisen und 1592 die Unitarier aus Polen immigrieren. 1597-1602 kam es zur Auseinandersetzung zwischen Sigismund Báthory und Rudolf von Habsburg um die Herrschaft über Transsylvanien, bei der der Habsburger sich durchsetzen konnte. Rudolfs Kommissar Georg Basta beschlagnahmte den Besitz diverser ungarischer Adliger und ging gegen die Evangelischen vor, so dass 1604 sogleich wieder der Aufstand des István Bocskay gegen ihn losbrach, der Transsylvanien wieder unabhängig von den Habsburgern werden ließ.
Somit konnte 1608 Gabriel Báthory Wojewode von Transsylvanien werden. Bei einem möglichen Feldzug von Gabriel Báthory gegen die mit König Matthias verbündete Walachei (oder wie schon 1605 quer durch Ungarn) hätte die evangelische Elisabeth Báthory ihrem Verwandten Bewaffnete aus ihren überall im Land verstreuten Burgen schicken können. Mit ihrer Festsetzung 1610 wurde das verhindert. Die Organisation eines Prozesses gegen sie mit zahlreichen gekauften Zeugen wäre einfacher gewesen als die zahlreichen Kriegsaktivitäten der Habsburger gegen die Báthorys. 1611 unternahm Melchior Khlesl, Kanzler des Matthias von Habsburg und aktiver Förderer der Gegenreformation, nach einem gescheiterten Mordversuch gegen Gabriel Báthory einen Feldzug gegen Transsylvanien. Nachdem 1613 Gabriel gestürzt und ermordet wurde, starb 1613 auch sein Amtsvorgänger Sigismund Báthory in Prag, so dass die Habsburger eine konkurrierende Dynastie erfolgreich ausgeschaltet hatten.
Tony Thorne, Direktor des Sprachenzentrums am King’s College der Universität von London, der alternative Subkulturen und Kulte in Gegenwart und Vergangenheit erforscht, reiste nach Osteuropa und diskutierte mit osteuropäischen Gelehrten, die kontroverse Standpunkte über die Schuld von Báthory vertraten: Dr. Katalin Peter, Prof. Agnes R. Varkonyi, Pal Ritook, Borbala Benda, Zsuzsana Bozai und Tibor Lukacs in Budapest, Beata Havelska von der Musik- und Theater-Akademie in Bratislava, Dr. Pavol Stekauer, Dr. Stefan Franko von der Kunst-Fakultät der Pavol-Jozef-Šafárik-Universität Košice, Slowakei, Dr. Jozef Kocis, Archivar im Schloss von Bytča, Dr. Irma Szadeczky-Kardoss, Rechtsanwältin. Diese Gespräche fügte er in seine 1997 erschienene Dokumentation Countess Dracula, The life and times of the Blood Countess, Elisabeth Báthory, ein.
Thorne führt für die Unschuldsvermutung folgende Argumente an: 1. Da ihr Gatte Nádasdy gestorben war, war Báthory schutzlos. Georg Thurzo hatte schon vor ihr hochadelige Witwen kaltgestellt, um sich in deren Besitz zu bringen, was Báthory in einem Brief an ihn erwähnte, in dem sie schrieb, sie werde nicht gleichermaßen ein leichtes Opfer sein. 2. Bei der Behandlung von Dienerinnen niedrigen Standes durch Hochadelige war damals die Prügelstrafe allgemein üblich und wurde auch von Georg Thurzo selbst ausgeübt. 3. Die medizinischen Verfahren der Zeit, die von hochadeligen Frauen an ihren Dienerinnen praktiziert wurden, waren ähnlich weit entwickelt wie die damalige Rechtsprechung.
Legendenbildung [Bearbeiten]
1721 behandelte der Jesuit László Turóczi in seinem vom Geist der Gegenreformation geprägten Werk „Ungaria suis cum regibus compendio data“[4] die Verurteilung von Báthory vom Standpunkt des Gerichts aus und ergänzte sie um einige Erfindungen: Báthory habe beim Foltern eines Mädchens einige Blutspritzer abbekommen und auf der befleckten Stelle eine deutliche Verjüngung ihrer Haut verspürt. Sie entschloss sich daher, Mädchen zu töten und in deren Blut zu baden, um ihre Haut jugendlich und attraktiv zu erhalten. Helena und Dorothea seien Hexen gewesen. Turóczi gab auch erstmals als Ursache des Falls Báthorys Übertritt zum Luthertum an.
angebliche Eiserne Jungfrau der Báthory (Bermann 1868)Turóczis ist die älteste Schrift über Báthory nach den Originalakten. Seine Behauptungen wurden von späteren Autoren wiederholt, z.B. 1742 von Matthias Bel[5], und oft noch ausgebaut. Die Publikation der Prozeßakten 1817[6] hatte keinen Abbruch der Legendenbildung zur Folge. Ein neues Erzählelement war z.B. eine Eiserne Jungfrau in Báthorys Folterkammer. Die reale Bathory geriet in Vergessenheit.
Neben pseudohistorische Schilderungen traten rein fiktive Werke ohne Wahrheitsanspruch, so schrieb Leopold von Sacher-Masoch von den Sagen um Bathory angeregt ein Werk.[7]
Insbesondere durch die Legende, Báthory habe im Blut der ermordeten Mädchen gebadet oder es getrunken, um sich selbst jung zu halten, bekam Báthory den Beinamen „Blutgräfin“. Ob Bram Stoker von der Bathory-Legende angeregt war, ist umstritten[8]. Eine Verbindung zwischen der Blutgräfin und bluttrinkenden Vampiren wurde erstmals 1970 hergestellt, um einen Film zu bewerben. Mittlerweile ist sie ein typisches Thema im Vampir-Genre.[9] In etlichen Werken, die von den Legenden um die „Blutgräfin“ handeln, wird der Name Báthory gar nicht mehr genannt.
Der letzte Mohikaner
Auf wildromantische und unglaublich spannende Art und Weise machte Michael Manns Verfilmung von James Fenimore Coopers Roman Daniel Day-Lewis mit seiner schwellenden Brust und der wehenden Mähne zu einem neuen Frauenschwarm. Als Hawkeye spielt er einen amerikanischen Siedler, der von Mohikanern aufgezogen wurde und nun als Kundschafter für die britische Armee im Norden des Staats New York herangezogen wird. Die Briten geraten im Konflikt mit den Franzosen und deren indianischen Verbündeten ins Hintertreffen. Das Ehrenwort, das den Briten auf freien Abzug aus ihrem umzingelten Camp gegeben wurde, wird jedoch gebrochen, als eine Gruppe von abtrünnigen Indianern sie auf dem Rückzug attackiert. Michael Mann zeigt die Brutalität jener Zeit beim Kampf Mann gegen Mann in unglaublichen Kampfszenen. Aber er bringt auch Romantik in den Film ein, als sich die Gefühle zwischen Daniel Day-Lewis und Madeleine Stowe entwickeln. Das Ende ist erstaunlich: Es besteht aus einer langen, nahezu wortlosen Sequenz voller Kämpfen und Verlusten. Allgemein liefern alle Darsteller eine überzeugende Vorstellung, speziell Russell Means als Chingachgook und Wes Studi als der böse Magua.
Die Landschaftsaufnahmen und der Soundtrack gehören zu dem besten, was ich in der Kombination sehen durfte.
Neben der detaillierten Darstellung der Landschaften und Wälder der Neuenglandstaaten (gedreht wurde allerdings ausschließlich in North Carolina) sowie der Soundkulisse wurde vor allem die Leistung des Hauptdarstellers Daniel Day-Lewis gelobt.
Mehr gibt es zu dem Film nicht zu sagen, bis man einmal verstanden hat, warum die Engländer verraten wurden und wie alles zusammenhängt, ist der halbe Film rum.
Summa a summarum verpasst Michael Mann dem gediegenen Abenteuergenre eine packende Blutauffrischung. „Der letzte Mohikaner“ ist kraftvoll, mitreißend, energisch und nichtsdestotrotz irgendwie doch schön altmodisch-wildromantisch
Das mag sicherlich stimmen und gerade ab der zweiten Hälfte wurde der Soundtrack auch immer besser und kraftvoller, ohne den wäre der Film für mich komplett abgestürzt – wirklich berührt hat er mich ohnehin nicht, sieht man vom Ende ab, welches für die ganze Zeit entschuldigt hat:
Der shot-down am Ende des Filmes ist der Beste, an den ich mich erinnern kann. Realistik, Dramatik, Tempo, Rythmus, die Musik, alles sitzt. Die Züge des Tragischen schweben unaufdringlich im Hintergrund: Ein Hauch von Schimmelreiter, die Angst um die Familie, das Bewußtsein der Sterblichkeit – oder, in anderen Worten, es ist einfach packend.
# Darsteller: Daniel Day-Lewis, Madeleine Stowe, Russell Means
# Regisseur(e): Michael Mann
# Komponist: Trevor Jones, Randy Edelman
# Format: Dolby, PAL, Surround Sound
# Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
# Untertitel: Deutsch, Englisch, Finnisch, Norwegisch, Schwedisch, Dänisch, Isländisch, Italienisch
# Region: Region 2
# Bildseitenformat: 16:9
# Anzahl Disks: 1
# FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
# Studio: Warner Home Video – DVD
# Erscheinungstermin: 25. Oktober 2001
# Produktionsjahr: 1992
# Spieldauer: 108 Minuten

Election
Election kennzeichnet den Kontrast der mehr als 1000jährige Geschichte chinesischer Geheimgesellschaften mit dem angefangenen 21. Jahrhundert; der Bruch der alten Traditionen und Regeln wird zugunsten kurzweiliger Machtgewinnung ohne grosses Zögern hingenommen. Die rasante Veränderung der Umstände, wo eigentlich fest bestehende Verbindungen von einer Sekunde zur anderen aufgegeben und ins konträre Gegenteil gesetzt werden, umfasst hier vor allem die separaten Personenkonstellationen. Charakteristisch ist dabei die Trennung und Distanzierung von Einzelpersonen innerhalb auch der gleichen Gesamtgesellschaft; nur die beiden ganz oben gesetzten Gegenpole Lok und Big D verfolgen von Anfang an bis zuletzt ihr primäres Ziel und sind auch recht klar definiert.
Big D ist der Böse, leicht comichaft aggressiv auch. Bringt alle gegen sich auf und kommt auch nur mit unlauteren Taten weiter. Lok ist der Ruhige, der seinen kleinen Sohn aufzieht und die Anspannungen aus der Triade hinauszulösen versucht; dem präfixierten Schriftzeichen „Wo“ (Frieden) vor demTriadennamen entsprechend.Das Motiv selber scheint angesichts der aufgeworfenen Streitigkeiten und des folgenden Aufwandes relativ banal zu sein; geht es doch nur um eine Amtsperiode von gerade mal zwei Jahren und steht finanzieller Gewinn noch gar nicht mal im Vordergrund. Lok bietet seinem Kontrahenten sogar eine 50/50 Gewinnbeteiligung an und geht eindeutig auf diesen zu; der will aber nicht teilen, sondern alleinig die hierarchische Struktur anführen.
Dafür nutzt er auch jedes Mittel; von anfänglicher Bestechung und Drohung bis hin zu offen ausgeführten Gewaltmassnahmen sind ihm alle Möglichkeiten recht, seinem Ziel näher zu kommen. Die demokratische Wahl der altehrwürdigen Oberhäupter interessiert ihn dabei ebenso wenig wie die später abgehaltene rituelle Initiationszeremonie, deren Schwur in der urbanisierten, kommerziell – kapitalisierten Welt dann nicht lange anhält.Sowieso ist hier vieles ein Gestus; das Erzählte [ Loyalität und Ehrenkodex immer nur dann angebracht, wenn es demjenigen auch zum Nutzen reicht ] als auch das Erzählende [ viele imaginäre Plotknoten ].
Symptomatisch dafür wird dem Geschehen ein McGuffin geschaffen, der zum Mittelpunkt des Filmes wird und den speziellen gesellschaftlichen Kontext in all seinen Feinheiten, aber auch Simplizitäten aufzeigt: Zur Wahl und Führerschaft gehört ein Baton, eine Art geschnitzter Stab mit verschiedenen Einkerbungen, hinter dem jetzt beide Parteien her sind und was auch erstmal die höchste Priorität hat. Zuerst wird Big Head [ Lam Suet ] dazu nach China geschickt. In einer umgekehrte Exportierung – die Triaden hatten sich ursprünglich auf dem Festland und dann erst über die Migration nach HK entwickelt – folgen ihm Kun [ Gordon Lam ], Jimmy [ Louis Koo ] und Jet [ Nick Cheung ]. Jeder für sich alleine und gegen die anderen arbeitend; aber für den gleichen Auftraggeber.Die jeweiligen Ansinnen für die zwischenzeitliche Konkurrenz der eigentliche Mitstreiter sind dabei unklar; deren spezifische Rolle und Identität wird nur sehr zögerlich zugewiesen und gehört zu den künstlichen Geheimnissen des Drehbuchs. Grossflächig strikt in Zweiteilung strukturiert und unter der Oberfläche gewisse verborgene Tatsachen und Bedeutungen aufweisend. Die Wechselbeziehungen von beiden kann das Autorenpaar Yau Nai Hoi und Yip Tin Shing [ Running on Karma, Throwdown ] aber nicht wirklich aufzeigen, da durch das lose aufgestellte Handlungskartell zahlreicher autonomer Gemeinschaften keine gesamte Stabilität vorhanden ist und ganze Handlungsabschnitte im Nachhinein auch als unlogisch erscheinen.
So zeichnet den Mitteil des Filmes dann auch eine leicht absurde und letztlich sinnlose Variante des Staffellaufes aus, in der der Baton in einem unfreiwilligen Katz- und Mausspiel von einem zum anderen weitergereicht wird. Um letztlich dort anzukommen, wo er von Anfang an hin sollte und was auch jeder von ihnen einzeln vorhatte.Der Strang hebt sich also rückwirkend selber auf; das Gemauschel ist zwar bis dahin koscher und auch unterhaltsam gefilmt, aber materiell durch die schwache Konsistenz natürlich nur für den Moment. Ein erforderliches Maß an Tiefgründigkeit und Brisanz wird nicht erreicht; eher wirkt das Geschehen dann auch leicht kurios und gar nicht mehr so richtig ernstzunehmend. Was auch durch die Besetzung mit Koo als akademischer Sonnyboy und Cheung als Einzelkämpfer auf Befehl verstärkt wird.
Durch die vermehrte Aufmerksamkeit auf die kleineren Handlanger verliert man in der Zwischenzeit auch die Grossen aus dem Blickwinkel und degradiert sie für eine Weile zum Spielball der anfangs erstaunlich forschen Polizei: Superintendent Hui [ David Chiang ] sperrt die streitenden Parteien zur Ernüchterung in Gefängniszellen und setzt den ehemaligen Chairman Teng [ Wong Tin Lam ] als Verhandlungsführer und Schlichter dazu.Regisseur To erreicht dabei trotz einiger schillernder Figuren keine innere, personelle Anspannung und verlegt sich aufs handwerkliche Inszenieren und der Kraft des Äusserlichen, was er dann natürlich beherrscht. Es fehlen nur die ganz speziellen Momente, wofür durch die Brüche in der Narration auch keine passende Form geschaffen wurde; aber das Geschehen schreitet schnurstracks vorwärts und kann bis zu den inhaltlichen enttäuschenden Auflösungen zumindest von den Bildern her überzeugen.
Die eingesetzten Gewaltszenen sind in ihrer Darstellung immer etwas obskur – Jimmy tritt einen Mann buchstäblich in die Mülltonne – und wirken dadurch weder verherrlichend noch abschreckend, aber bringen auf ihre eigene Art Würze der Skurrilität hinein.Ansonsten bleibt es nämlich Standard, zwar gehobener, aber keineswegs überragender. To kann dann doch weitaus mehr.
Ich mag Hong-Kong-Filme und dieser ist durchaus einer der besseren.
Es werden Intrigen gesponnen, Bündnisse und Geheimabkommen geschlossen und teilweise sehr brutal gegen die ehemaligen Freunde, beziehungsweise Geschäftspartner, vorgegangen, ohne die Gewalt zum Schauwert oder Selbstzweck zu degradieren (in der Darstellung von Gewalt war das asiatische Kino noch nie zimperlich).
Das gelingt ist ist richtig gut und ist zudem gut fotographiert. Ich freue mich schon auf Election 2, auch wenn mich der Mord an der Ehefrau ein wenig verwirrt zurücklässt.
- Darsteller: Nick Cheung, Louis Koo, Andy On
- Regisseur(e): Johnny To
- Komponist: Lo Rayu
- Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Kantonesisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- Anzahl Disks: 1
- FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
- Studio: Rough Trade Distribution GmbH
- Erscheinungstermin: 5. Juli 2007
- Produktionsjahr: 2005
- Spieldauer: 97 Minuten

Acht Blickwinkel
Im spanischen Salamanca ratifizieren 150 Staaten auf Initiative der USA ein Abkommen zur Terrorbekämpfung. Doch bei einer öffentlichen Kundgebung mit Volksfest-Charakter passiert das Unfassbare. Der amerikanische Präsident Ashton (William Hurt) wird von zwei Schüssen niedergestreckt und die Stadt kurze Zeit später von zwei Explosionen erschüttert. Die erste Bombe detoniert abseits des Politgipfels und scheint das eigentliche Ziel verfehlt zu haben, doch die zweite zerfetzt die Tribüne, auf dem sich eben noch die Staatsmänner aus aller Welt die Klinke in die Hand gaben. Panisch fliegen die Überlebenden des Anschlags vom Ort des Geschehens. Und in mitten des vorherrschenden Chaos versuchen die beiden Secret-Service-Agenten Thomas Barnes (Dennis Quaid) und Kent Taylor (Matthew Fox) die Attentäter ausfindig zu machen.
Der Film hätte richtig gut sein können, was leider in der ganzen Action untergeht. Ich habe wirklich gut aufgepasst, aber mir ist immer noch nicht klar, wie der ganze Anschlag abgelaufen ist, welche Funktion der Personenschützer des Bürgermeisters hatte ect., es gab einfach zuviele Personen, welche ich in der Geschwindigkeit nicht unterbringen konnte. Schade – ich mag Bücher / Filme, welche aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt werden.
Fazit:
Leider verschenktes Potential.
- Darsteller: Dennis Quaid, Matthew Fox, Forest Whitaker
- Regisseur(e): Pete Travis
- Komponist: Atli Örvarsson
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Sony Pictures Home Entertainment
- Erscheinungstermin: 21. August 2008
- Produktionsjahr: 2007
- Spieldauer: 86 Minuten

Jede Sekunde zählt – The Guardian
Aus der Amazon.de-Redaktion
The Guardian liefert angenehme Unterhaltung durch eine Mischung aus altbekannten Hollywood-Regeln und guter, altmodischer Starpower. Dieses zwar vorhersehbare, aber gut gemachte Drama ehrt die Männer und Frauen, die für die amerikanische Küstenwache als Rettungsschwimmer arbeiten und ist ein Vorzeigeobjekt für Kevin Costner und Ashton Kutcher, die ihre formelhaften Rollen mit Tiefe und Dimension versehen. Eigentlich ist das wie Top Gun für die Küstenwache: Costner spielt einen legendären Retter, der von einer vergangenen Tragödie und dem bevorstehenden Zusammenbruch seiner Ehe heimgesucht wird, und Kutcher ist der motivierte Neuling, dessen Draufgängertum auf die Probe gestellt wird, als Costner einen achtzehnmonatigen, knallharten Grundlagenkurs übernimmt, bei dem eine fünfzigprozentige Durchfallquote dafür sorgt, dass nur die Besten durchkommen. In Ron L. Brinkerhoffs Drehbuch gibt es nicht viel Einfallsreiches, aber es ist intelligent geschrieben und gut inszeniert (vom Regisseur von Auf der Flucht, Andrew Davis), und es zeigt, wie der in die Jahre gekommene Veteran und der schwierige, aber talentierte Auszubildende gegenseitigen Respekt aufbauen, während sie mit den Traumata von Unfällen fertig werden, welche sie als einzige Überlebende zurückließen – gequält von Selbstzweifeln und Schuld. The Guardian ist mit 137 Minuten vielleicht ein wenig lang geraten, wirkt aber nie langweilig aufgrund der Unterstützung durch gute Nebendarsteller wie Neal McDonough, John Heard, Sela Ward und Clancy Brown, und eine romantische Nebenhandlung (in der Kutcher um eine Lehrerin wirbt, die von Melissa Sagemiller gespielt wird) verbindet sich gut mit spannenden Seerettungssequenzen, in denen Computereffekte mit Aufnahmen verbunden werden, welche in einem 3.000.000-Liter-Wassertank gedreht wurden. Musikfans werden den tollen Auftritt der bekannten Sängerin Bonnie Bramlett begrüßen, die die Besitzerin eines Jazz- und Bluesclubs in der Nähe des Trainingslagers spielt, wo “The Guardian” ein weiteres Merkmal dieses Genres präsentiert: die Kneipenschlägerei. Obwohl der Hurrikan Katrina verhinderte, dass The Guardian 2005 in New Orleans gedreht werden konnte, verdeutlichen Originalaufnahmen während der Endtitel, dass die Küstenwache während der Aufräumarbeiten nach Katrina unerlässlich war, und dieses spannende Drama erweist jenen Menschen die längst überfällige Ehre, die ihr Leben aufs Spiel setzen, damit – gemäß dem Motto der Küstenwache – „andere überleben“.
Typisch amerikanischer Heldenepos a`la Top Gun – damit ist der Film hinreichend beschrieben. Es war zwar sehr unterhaltsam zu sehen und die Bilder müssen im Kino großartig gewirkt haben, aber wirklich muß man die Schüler-wächst – über – den – Lehrer – hinaus – Film nicht unbedingt; dieser muß natürlich ein gebrochener Held sein.
Fazit:
Tolle Bilder und sehr gute Unterhaltung, aber mehr nicht.
- Darsteller: Kevin Costner, Ashton Kutcher, Melissa Sagemiller
- Regisseur(e): Andrew Davis
- Komponist: Trevor Rabin
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Französisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Ungarisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Tschechisch (Dolby Digital 2.0), Türkisch (Dolby Digital 2.0)
- Untertitel: Deutsch, Englisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Portugiesisch, Niederländisch, Tschechisch, Ungarisch, Türkisch, Arabisch, Kroatisch, Französisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
- Studio: Touchstone
- Erscheinungstermin: 1. März 2007
- Produktionsjahr: 2006
- Spieldauer: 132 Minuten

Zodiac
Im Dezember 1968 wird Mary Boucher wie auch ihr Freund Michael Newman im kalifornischen Vallejo erschossen. Auf den Fall wird der junge Inspektor Matt Parrish angesetzt, der trotz aller Bemühungen keinen Verdächtigen liefern kann.
Als im Juni 1969 der nächste Mord an der jungen Gina Chambers geschieht, setzt Matt alles daran, den Mörder zur Strecke zu bringen, selbst wenn das Familienleben durch seinen Übereifer darunter leidet. Matts zwölfjähriger Sohn Johnny versucht auf seine Weise den Täter zu fangen und widmet sich, wie sein Vater, mit Detailliebe dem Verbrechen. Der Junge sammelt Zeitungsberichte und versucht sich in die Psyche des Täters hinein zu denken.
Der Mörder, der sich bald darauf Zodiac-Killer nennt, schickt Bekennerbriefe an Zeitungen und droht mit weiteren Morden im Großraum um Vallejo. Auch schickt er einen seltsamen Code mit den Briefen, hinter dessen Entschlüsselung die Identität des Verbrechers steht. Doch der Code entpuppt sich als Falle.
Wikipedia zum Film
Der Film war einfach genial, auch wenn man weiß, dass die Killer zumindest im Film nicht gefangen wird und ein weiterer Beweis, dass ein Film nicht blutig sein muß, um einen zu fesseln. Bei mir wirkt er durchaus nach – wer war es nun wirklich? In der Kellerszene mit dem Organisten hatte ich Angst, oder war es vielleicht doch Lee? Ich habe während des Film auf eine gewisse Weise den Karikaturisten des San Francisco Chronicle und späteren Buchautors (Rezi ) beneidet, wie muß es wohl sein eine Aufgabe zu haben, für die man wirklich lebt? Sicherlich ist es unheimlich einen Serienmörder zu jagen, aber es ist eine Sache, der man sich widmen kann.
Fazit:
Spannend und tiefgründig – absolut top. Der Film ist perfekt.
„Ich bin der Mörder des Taxifahrers drüben an der Ecke Washington Street und Maple Street gestern Abend, zum Beweis ist hier ein blutgetränktes Stück seines Hemdes. Ich bin derselbe Mann, der die Leute nördlich der Bucht fertiggemacht hat.“ (Brief vom 13. Oktober 1969 und der Fetzen von Stines Hemd)
„ICH BRINGE GERNE LEUTE UM WEIL DAS ECHT SPASS BRINGT ES BRINGT MEHR SPASS ALS DAS WILD IM WALD ZU TÖTEN WEIL DER MENSCH DAS GEFÄHRLICHSTA WILD VON ALLEN IST DAS IST DAS TOLLSTE ERLEBNIS SOGAR NOCH SCHÖNER ALS ES MIT EINEM MÄDCHEN ZU TREIBEN DAS SCHÖNSTE DARAN IST DASE ICH WENN ICH STERBE IM PARADIHS WIEDERGEBOREN WERDE UND DIE ICH ERMORDET HABE WERDEN MEINE SKLAVEN ICH NENNE NICHT MEINEN NAMEN WEIL IHR VERSUCHEN WERDET MEINE SAMMLUNF VON SKLAVEN FÜR DAS JENSEITS ZU VERMINSERN ODER ZU ATOPPEN. EBEORIETEMETHHPITI“ (Der Zodiac war kein Rechtschreibgenie: Übersetzung einer zahlreiche Fehler enthaltenden kodierten Mitteilung des Killers)
„…Ich werde in Zukunft nicht mehr ankündigen, wann ich meine Morde begehe, sie werden wie normale Raubüberfälle aussehen, wie Totschlag im Affekt oder auch wie vorgetäuschte Unfälle usw.…“ (Brief vom 9. November 1969)
Alle Zitate von Filmstarts
Mein Vater, der Zodiac-Killer
Zodiac-Killer (Wikipedia)
Zodiak Killer.com
Metacritic
Filmstarts
- Darsteller: Jake Gyllenhaal, Mark Ruffalo, Anthony Edwards, Robert Downey Jr.
- Regisseur(e): David Fincher
- Komponist: David Shire
- Format: Dolby, PAL, Surround Sound
- Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
- Untertitel: Deutsch, Englisch
- Region: Region 2
- Bildseitenformat: 16:9
- FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
- Studio: Warner Home Video – DVD
- Erscheinungstermin: 2. Oktober 2007
- Produktionsjahr: 2007
- Spieldauer: 152 Minuten

Die Tote vom Deich
Psychothriller, Deutschland 2006, Regie: Matti Geschonneck, Buch: Sönke Lars Neuwöhner, Kamera: Martin Langer, Musik: Nick Glowna und Siggi Mueller. Mit: Christiane Paul, Martin Wuttke, Marcus Mittermeier, Stephan Kampwirth, Elisabeth Trissenaar, Devid Striesow, Rudolf Kowalski, Angela Hunkeler, Hans Hohlbein, Jürgen Hentsch, Bjarne Ingmar Mädel.
Kannst mir gerne helfen! Christiane Paul und Marcus Mittermeier Im Wattenmeer bei Husum wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt. Der vermeintliche Täter wird schnell ermittelt und gefasst. Doch dann mehren sich irritierende Anzeichen, die den Verdacht nähren, dass diese Tote nicht auf das Konto des gefassten Mörders gehen kann. Die Spur führt mitten hinein in das Herz der grauen Stadt am Nordseestrand, in lang gehütete, schreckliche Familiengeheimnisse…Regie-Routinier Matti Geschonneck („Silberhochzeit„, „Mord am Meer„, „Die Nachrichten„) inszenierte hier nach dem Drehbuch von Sönke Lars Neuwöhner („Freunde„) eine gelungene Mischung aus Kriminalfilm und Familiendrama, wobei er besondere Sorgfalt auf die Figurenzeichnung legte. Christiane Paul zeigt zeigt hier als BKA-Zielfahnderin Lona Vogt einmal mehr, dass sie eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen ist, die fast jede Rolle spielen kann. Klasse!
Das ist ein Film, wie ich ihn liebe: Spannend, nicht unnötig brutal und psychologisch tiefgehend. Was mir auffiel, wie schön die deutsche Küste ist (in dem Fall Husum). Die Schauspieler waren wie der Rest des Films sehr gut, es war nicht der letzte Film mit Christane Paul, den ich mir angesehen habe.
Monster-Critics
